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"Lutsch mir die Eier": Magnussen-Kontroverse mit Hülkenberg

Beste Freunde werden Nico Hülkenberg und Kevin Magnussen nicht mehr: Nach einem harten Duell kommt es nach dem Rennen zu kontroversen Aussagen

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Wo hat Kevin Magnussen denn solche Ausdrücke gelernt? Jetzt durch die Highlights des Grand Prix von Ungarn klicken!
Wo hat Kevin Magnussen denn solche Ausdrücke gelernt? Jetzt durch die Highlights des Grand Prix von Ungarn klicken!

(Motorsport-Total.com) - Dicke Luft zwischen Nico Hülkenberg und Kevin Magnussen! Nachdem sich der Renault- und der Haas-Pilot unsanft auf der Strecke begegnet waren, wurde es im Anschluss an das Rennen noch einmal unappetitlich. Hülkenberg ging nach dem Grand Prix zu Magnussen, der gerade ein Interview gab, um ihm auf die Schulter zu klopfen und ihm den Award "unsportlichster Fahrer des Rennens" zu verleihen. Doch dessen Antwort ließ nicht lange warten.

"Suck my balls" - also "lutsch mir die Eier" - entflutschte es dem Dänen vor laufenden TV-Kameras. Eine deutliche Beleidigung unter der Gürtellinie gegen den Deutschen. Es war nur das Ende eines bizarren Streits zwischen Hülkenberg und Magnussen, der seinen Anfang im Rennen genommen hatte. Im Positionskampf in Kurve 2 schickte der Haas-Pilot seinen Kontrahenten deutlich nach außen von der Strecke und ins Gras.

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Das mag sich der Deutsche nicht gefallen lassen: "Wenn es um Racing geht, ist er einfach eklig. Hartes Verteidigen ist gut, aber er ist einfach rücksichtslos und schickt Leute in die Wand. Er öffnet einfach sein Lenkrad und lässt mich ins Aus fahren", schimpft er über den Dänen und hat eine klare Meinung über ihn: "Er hat nen guten Sprung in der Schüssel", so die deutlichen Worte in Richtung Magnussen.

Hülkenberg forderte höhere Strafe

Die Rennkommissare gaben Hülkenberg Recht und brummten dem Haas-Piloten eine Fünf-Sekunden-Strafe für sein Manöver auf. Verstehen kann Magnussen die Strafe nicht, weil Hülkenberg für ein ähnliches Manöver am Start gegen seinen Teamkollegen Romain Grosjean nicht sanktioniert wurde. "Er ist ihm in die Seite gefahren und hat sein Rennen im Grunde beendet - ich habe ihn nicht einmal berührt", hadert der 24-Jährige.

"Er hätte zurückstecken können, da es meine Kurve war. Ich habe einfach meine Linie gewählt. Wir haben spät gebremst, von daher ist es natürlich, dass man etwas weit rauskommt. Er hat sich außen selbst in Gefahr gebracht", verteidigt sich Magnussen. Doch diese Sichtweise sah Hülkenberg nicht ein und ging sogar zu den Rennkommissaren, um nach einer höheren Strafe zu fragen.

Haas-Teamchef Günther Steiner ist fassungslos: "Das ist meiner Meinung nach kindisch. Wer hat so etwas je getan? Ich bin fast sprachlos. Ich respektiere Nico als Fahrer und als Mensch, aber was er da getan hat ...", schüttelt der Südtiroler den Kopf. "Man fragt nicht nach einer höheren Strafe für jemanden. Wenn er denkt, dass wir eine höhere Strafe verdienen, dann sollte er auf Kurve 1 schauen", hat er immer noch die Szene am Start mit Grosjean im Gedächtnis.

Teamchef verteidigt Eier-Spruch: "Genau richtig"

Überhaupt kann Steiner wieder einmal nicht verstehen, wieso sein Team sanktioniert wurde, der Gegner aber nicht. "Nico war derjenige, der Romains Rennen zerstört hat. Und wir bekommen mit Kevin die Strafe", hadert er. Laut Steiner habe sein Pilot beim Manöver alles richtig gemacht - und auch nach dem Rennen. Denn dass Magnussen zu Hülkenberg gesagt hat, er soll ihm die Eier lutschen, findet der Teamchef vollkommen in Ordnung: "Das ist die richtige Art, es zu sagen", stellt er klar. "Warum sollte er etwas anderes sagen?"

Laut Steiner sei es an der Zeit, dass jemand "Tyrann" Hülkenberg die Stirn bietet. "Er ist ein guter Fahrer, aber er muss nicht so sein. Er leistet gute Arbeit, und wenn sich andere verneigen und ihm gehorchen, dann ist es so. Aber wir müssen das nicht tun. Er ist kein Weltmeister", sagt er. Auch auf den Vorwurf, sein Fahrer sei unsportlich, findet er eine Antwort: "Ist es sportlich in Romain zu fahren?"

Am Ende des Tages gehen aber alle Parteien unzufrieden auseinander. Magnussen landete nach seiner Strafe nur auf Rang 13, Hülkenberg schied wie Grosjean vorzeitig aus - das Getriebe machte Probleme.

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