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Lucas Auer vor erstem Formel-1-Test: Bloß nicht nachdenken!

Was die Chance Force-India-Chance für seine Karriere bedeuten könnte, will der Österreicher genau wie Mercedes' DTM-Aus ausblenden - Gerhard Berger gibt Rat

Lucas Auer
Lucas Auer blickt einer großen Chance als Testfahrer bei Force India entgegen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Er ist nur 1,67 Meter groß, 55 Kilo schwer und das, was man salopp ausgedrückt einen "Floh" nennen würde. Doch auf Lucas Auers Schultern lastet eine Bürde: Er könnte Österreich zurück in die Riege der Formel-1-Piloten bringen. Besonders, wenn sein Königsklassen-Debüt für Force India beim Young-Driver-Test am Dienstag in Budapest ein Erfolg wird. Bei Auer fängt es langsam an zu kribbeln: "Es ist perfekt", schwärmt er im Gespräch 'Motorsport-Total.com' mit leuchtenden Augen.

Die Erfüllung des Traums hätte er sich nicht besser malen können, sagt Auer über die Chance beim Vierten der Konstrukteurs-WM und auf einer Strecke, die er bereits bestens kennt: "Mit einem Topteam den ersten Test zu absolvieren ist eine große Ehre für mich." Der 22-jährige Tiroler will mit schnellen Runden beweisen, was er kann, aber auch Force India helfen. "Im Vordergrund steht, dass wir unser Programm abspulen. Die Testtage sind rar", weiß Auer. Also keinen "raushauen", wie es in der Rennfahrer-Sprache immer heißt, wenn es darum geht, einen Umlauf am Limit zu fahren?

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Auer, der schon während aller Trainings zum Ungarn-Grand-Prix in der Box stand und den Teamfunk mithörte, zeigt sich besonnen. Bloß nicht zu viel riskieren und für Kleinholz sorgen, denkt er sich: "Das Team kann es immer analysieren und auswerten, wie schnell man ist." Hinzu kommt, dass Auer nicht wie viele zahlreiche Talente mit einem älteren - und deutlich beherrschbarerem Auto - seinen Einstand feiern konnte, sondern sofort in eines der 2017er-Biester klettern muss.

"Das Wichtigste ist es, jede Sekunde zu genießen. Was es für die Zukunft heißt, ist wurscht", gibt sich Auer gelassen. Dass ein ordentlicher Auftritt und ein gutes Abschneiden im Vergleich mit Nikita Masepin (testet am Mittwoch für Force India) ihn einer Formel-1-Chance näher bringen würden, weiß er jedoch - zumal der von Mercedes verkündete DTM-Ausstieg ihn spätestens 2019 seines aktuellen Arbeitsplatzes berauben wird. Auer ist bemüht, diese Tatsache so gut es geht auszublenden.

Als er wenige Tage vor der Force-India-Chance davon erfuhr, war Auer überrascht und verständnisvoll zugleich: "Man muss es respektieren - auch, dass Mercedes viel für die DTM getan hat. Aber klar, es war ein Schock." Und eine mögliche Ablenkung von seiner Aufgabe, in der Tourenwagen-Serie um den Titel zu kämpfen. "Wir sind mitten in der Saison. Ich möchte meinen Fokus voll darauf legen. Du könntest dir ein Problem machen, wenn du zu viel darüber nachdenkst", weiß Auer.

"Speziell bei uns, wo du auf Knopfdruck Leistung bringen musst, solltest für den Moment leben und das andere ausblenden", fügt er an und sieht sich in Karrierefragen nicht unter Druck. "Es ist nicht so, dass Mercedes aus dem Motorsport aussteigen würde. Ich bin für alles offen." Also auch für die Formel E - das neue Programm der Stuttgarter, das das DTM-Engagement ablösen wird.

Sollte er sich unsicher sein, ist Hilfe nur einen Knopfdruck entfernt - wenn Auer die Telefonnummer seines Onkels Gerhard Berger wählt. Allzu eng ist er mit dem Ex-Formel-1-Fahrer und ITR-Chef aber nicht. "Normal geht jeder seinen eigenen Weg. Speziell in der DTM", beschreibt er das Verhältnis, "aber ich kann immer anrufen und ihn fragen - und er wird mir immer Antwort geben."

Die Formel-1-Karriere von Gerhard Berger

Die Höhepunkte der Formel-1-Karriere von Gerhard Berger.


1984 bis 1997
Foto 1 von 43
Die Formel-1-Karriere von Gerhard Berger (geboren am 27. August 1959 in Wörgl) beginnt beim Großen Preis von Österreich 1984, dem zwölften von 16 Saisonläufen. Mit dem ATS-BMW kommt Berger bei seinem Debüt auf Platz zwölf ins Ziel. Bei seinem zweiten Start in Monza wird er Sechster, bekommt aber keinen WM-Punkt, weil ATS nur Teamkollege Manfred Winkelhock für Punkte gemeldet hat.
Die Formel-1-Karriere von Gerhard Berger (geboren am 27. August 1959 in Wörgl) beginnt beim Großen Preis von Österreich 1984, dem zwölften von 16 Saisonläufen. Mit dem ATS-BMW kommt Berger bei seinem Debüt auf Platz zwölf ins Ziel. Bei seinem zweiten Start in Monza wird er Sechster, bekommt aber keinen WM-Punkt, weil ATS nur Teamkollege Manfred Winkelhock für Punkte gemeldet hat.

Auer ist dankbar für den Kontakt. Er weiß, dass viele Stolpersteine lauern, wenn es um Geld, Verträge und Karriere geht: "Der Motorsport ist eine komplizierte Welt, in der du aufpassen musst. Da ist es cool, wenn du jemanden fragen kannst. Allerdings bitte ich auch andere Leute um Rat." Bisher waren die Tipps offenbar immer gut. Nach einer Vizemeisterschaft im Formel-3-Cup und zwei vierten Plätzen in der Europameisterschaft ging es 2015 in die DTM. Drei Rennsiege und ein starker Start in die aktuelle Saison (derzeit ist Auer Gesamtzweiter) haben Türen geöffnet.

Auer ist sicher, dass seine Leistungen in der DTM Force India überzeugt hätten. Zumal das Team mit der Verpflichtung Esteban Ocons, der 2015 ebenfalls für Mercedes in dem Championat antrat, gute Erfahrungen gemacht hat. Da sei es nur glücklich gewesen, dass BWT auch in der DTM sein Hauptsponsor ist. Und, dass die Vijay-Mallya-Truppe als Antriebskunde bei Mercedes unter Vertrag steht. "Die Kombination war perfekt", fasst Auer zusammen.

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