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Knalleffekt bei Toro Rosso: Sainz ab Ungarn im Renault?

Carlos Sainz könnte schon ab Ungarn Teamkollege von Nico Hülkenberg bei Renault werden - Formel-1-Debüt für Pierre Gasly möglich - Aus für Jolyon Palmer

Helmut Marko, Carlos Sainz
Zwischen Helmut Marko und Carlos Sainz sen. ist es offenbar zum Bruch gekommen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Obwohl sein Red-Bull-Vertrag gerade erst verlängert wurde, könnte Carlos Sainz noch während der laufenden Formel-1-Saison 2017 von Toro Rosso zu Renault wechseln. Das berichten die Kollegen von 'Auto Bild motorsport'. Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko, von 'Motorsport-Total.com' mit der möglichen Transferbombe konfrontiert, erklärt dazu am Samstagabend: "Ausschließen kann man in der Formel 1 nichts. Aber derzeit ist das nicht aktuell."

An Sainz' fahrerischem Können zweifelt bei Red Bull niemand. Aber sein Verhalten (beziehungsweise das seines Managervaters Carlos sen.) geht den Entscheidern langsam auf die Nerven. Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost hatte zuletzt in Österreich im Interview mit 'Motorsport-Total.com' erklärt, Sainz sen. solle endlich "Ruhe geben".

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Hintergrund sind die ständigen Versuche, teilweise über die Presse gespielt, von Red Bull wegzukommen. Zuletzt hatte Sainz jun. gesagt, es sei "nicht wahrscheinlich", dass er auch 2018 bei Toro Rosso fahren wird. Marko reagierte prompt - und veranlasste, dass dem Spanier vor dem Grand Prix von Österreich schriftlich mitgeteilt wurde, dass die Option auf eine Vertragsverlängerung eingelöst wird.

Sieben Millionen Euro Ablösesumme?

Dieser Schritt könnte jetzt Gold wert sein. Denn wie 'Auto Bild motorsport' berichtet, verhandeln Marko und Renault-Teamchef Cyril Abiteboul gerade über eine Ablösesumme für Sainz. Die Rede ist von rund sieben Millionen Euro. Dafür würde der Fahrerwechsel schon beim Grand Prix von Ungarn, dem letzten Rennen vor der Sommerpause, stattfinden.

Red-Bull-Junioren in der Formel 1

Alle Piloten aus dem Nachwuchsprogramm von Red Bull, die den Aufstieg in die Formel 1 geschafft haben


2004-2017
Foto 1 von 14
Christian Klien (2004-2006): Mit Unterstützung von Red Bull debütiert der Österreicher 2004 bei Jaguar in der Formel 1. Nach der Übernahme des Rennstalls durch den Engergy-Drink-Hersteller fährt Klien auch 2005 und 2006 bei den meisten Grands Prix für das nun Red-Bull-Racing genannte Team an der Seite von David Coulthard. Ende 2006 scheidet Klien nach Streitigkeiten über einen Wechsel in die ChampCar-Serie aus dem Red-Bull-Kader aus. Später ist der Österreicher Testfahrer für Honda und BMW-Sauber und fährt 2010 drei Rennen für HRT.
Christian Klien (2004-2006): Mit Unterstützung von Red Bull debütiert der Österreicher 2004 bei Jaguar in der Formel 1. Nach der Übernahme des Rennstalls durch den Engergy-Drink-Hersteller fährt Klien auch 2005 und 2006 bei den meisten Grands Prix für das nun Red-Bull-Racing genannte Team an der Seite von David Coulthard. Ende 2006 scheidet Klien nach Streitigkeiten über einen Wechsel in die ChampCar-Serie aus dem Red-Bull-Kader aus. Später ist der Österreicher Testfahrer für Honda und BMW-Sauber und fährt 2010 drei Rennen für HRT.

"Wenn ein Fahrer nicht bleiben will, wenn die Liebe erloschen ist, kann man einen auch mit Verträgen nicht zwingen zu bleiben. Dann sollte man besser loslassen", wird Red-Bull-Konzernchef Dietrich Mateschitz von 'Auto Bild motorsport' zitiert.

Sainz würde bei Renault den in die Kritik geratenen Jolyon Palmer ersetzen. Renault sucht schon seit Wochen verzweifelt nach einem neuen Teamkollegen für Nico Hülkenberg. Die Liste der Kandidaten ist lang: Sainz war schon 2016 der erklärte Wunschfahrer - und Sainz sen. wollte den Wechsel ebenfalls. Dazu kommen Esteban Ocon, Sergio Perez, Robert Kubica und Pierre Gasly als Alternativen. In dieser Reihenfolge, wird spekuliert.

Kwjat soll als Routinier im Team bleiben

Damit läuft alles darauf hinaus, dass Toro Rosso ab Ungarn mit Kwjat/Gasly fahren wird. Kwjat steht dank starker, aber unglücklicher Leistungen in dieser Saison hoch im Kurs. "Er war die letzten Rennen vom Speed her schneller als Sainz", lobt Marko gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Er zieht momentan noch mehr Pech an als Verstappen."

Der Russe habe "im Grunde den gleichen Vertrag wie Carlos", erklärt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Im Gegensatz zum Spanier wurde die Option auf Kwjat für 2018 aber "noch nicht" gezogen. Nur: "Ich kann mir kein Szenario vorstellen, in dem wir sie nicht einlösen. Er ist bisher eine sehr brauchbare Saison gefahren. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir die Option in naher Zukunft einlösen werden."

Für Gasly habe indes "noch kein anderes Formel-1-Team bei uns angeklopft. Mit Ausnahme von Renault", sagt Marko und ergänzt: "Er hat die GP2 gewonnen. Japan ist charakterbildend. Man muss ihn Rennen fahren lassen. Wir müssen aber in der Gesamtheit auf unsere Prioritäten achten. Es ist ein Irrtum in der Öffentlichkeit entstanden. Mit der Aufnahme ins Juniorteam ist nicht automatisch der Aufstieg in die Formel 1 verbunden."

"Luxusproblem" gelöst: Cockpit für Gasly

"Es hängt davon ab", wirft Tost ein, "welche Leistungen die bestehenden Fahrer bringen und was nachkommt. Die jungen Fahrer, die gegenwärtig im Red-Bull-Juniorteam sind, sind noch nicht so weit. Gasly ist eine sehr gute Alternative. Man wird sehen, was Red Bull am Ende des Jahres entscheiden wird. Die Entscheidung liegt hundertprozentig bei Red Bull, weil die Fahrer alle einen Red-Bull-Vertrag haben."

"Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir bei Red Bull Racing zwei sensationell gute Fahrer haben. Wir haben aber auch bei Toro Rosso zwei sehr gute Fahrer", betont der Toro-Rosso-Teamchef. Und der spektakuläre Sainz-Transfer würde zumindest ein "Luxusproblem" (Marko) lösen. Nämlich dass man Gasly sonst keine Perspektive in der Formel 1 hätte bieten können.

Der 21-jährige Franzose, 2016 vor Antonio Giovinazzi Champion in der damaligen GP2, fährt momentan in Japan Super Formula - genau wie McLaren-Junior Stoffel Vandoorne 2016. Danach gibt's eigentlich nur noch die Formel 1. Bei Marko stand Gasly nicht immer hoch im Kurs. Umso interessanter, dass er in Baku ein Foto von einem gemeinsamen Abendessen mit dem Red-Bull-Motorsportkonsulenten auf Twitter gepostet hat.

Sainz: Endlich klappt's mit dem Ziel Renault

Für Sainz wiederum würde mit dem Wechsel zu Renault jene Konstellation in Erfüllung gehen, die er ohnehin schon im Sommer 2016 angestrebt hat. Damals hat Sainz sen. alle Hebel in Bewegung gesetzt, um seinen Sohn aus dem Red-Bull-Vertrag herauszubekommen. Erfolglos. Das und die eine oder andere Äußerung in der Öffentlichkeit hat Red Bull dem Sainz-Camp nicht verziehen.

Auch wenn Sainz jun. nach dem "Einlauf", den man ihm in Österreich verpasst hat, gerade versöhnliche Töne spuckt. Er sehe den Verbleib bei Toro Rosso positiv, betont der 22-Jährige, und es sei gut, wenn einem die Chefs ein viertes Jahr vertrauen: "Wenn man meinen Vertrag im Juli verlängert, dann nur, weil ich einen guten Job mache", wird er von 'El Mundo Deportivo' zitiert.

Aber allen harmonischen Wortmeldungen zum Trotz: Insgeheim hat Sainz wohl nie ganz verdaut, dass ihm Max Verstappen vorgezogen wurde, als es nach Sotschi 2016 darum ging, das Kwjat-Cockpit im A-Team neu zu besetzen. Er und sein Vater fühlen sich zu Höherem berufen. Und Red Bull hat jetzt wohl keine Lust mehr darauf, zweite Wahl zu sein ...

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