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Ilmor: Formel-1-Comeback 2021 nur mit geeignetem Partner

Motorenlieferant Ilmor sieht für unabhängige Hersteller in der Formel 1 noch zu große Hürden - Eigener Einstieg käme nur mit finanzstarkem Partner in Frage

Christian Horner, Mario Illien
Mario Illien (rechts) könnte mit Ilmor 2021 in die Formel 1 zurückkehren
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Das Interesse von Motorenherstellern, 2021 in die Formel 1 einzusteigen, ist groß. Beim Meeting der Motoren-Arbeitsgruppe der Formel 1 Anfang Juli saßen neben den vier aktuell vertretenen Herstellern (Mercedes, Ferrari, Renault und Honda) dementsprechend auch zahlreiche andere Namen am Tisch, unter ihnen Ilmor. "Es gibt offensichtlich den Wunsch, dass unabhängige Hersteller hinzukommen", erklärt Ilmor-Chef Mario Illien.

"Das ist einer der Gründe, warum ich an den Meetings teilnehme. Um zu sehen, ob es für uns Unabhängige in die richtige Richtung geht", sagt der Schweizer gegen 'Autosport'. Formel-1-Sportchef Ross Brawn hatte mehrfach bekundet, künftig wieder unabhängige Motorenhersteller in die Königsklasse holen zu wollen. Ilmor arbeitete bereits viele Jahre mit Mercedes zusammen und fungierte danach als Berater für Renault.

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Eine Rückkehr käme für die Motorenschmiede aber nur mit einem geeigneten Partner in Frage. "Jemand muss die ersten Entwicklungskosten tragen. Kunden sind möglicherweise nicht der richtige Weg, das zahlt sich nicht aus. Man braucht wahrscheinlich einen Hersteller, der das unterstützt", meint Illien und nennt ein Beispiel: "Red Bull hat TAG. Es muss also nicht zwingend ein Autohersteller sein. Es könnte jeder sein."

Generell hält der Ilmor-Chef eine Kostensenkung für unabdingbar, um die Formel 1 für Neueinsteiger attraktiver zu machen: "Das ist ein Muss, um Unabhängigen eine Chance zu geben. Dabei geht es nicht nur um die Startkosten, sondern auch die Entwicklungskosten. Die Regeln sollten so geschrieben sein, dass man sich mit viel Entwicklung einen vergleichsweise geringen Vorsprung erarbeiten kann."

Zudem ist Illien die Beschränkung der Antriebseinheiten pro Saison ein Dorn im Auge. Diese soll 2018 noch einmal verschärft werden. Doch der Schweizer warnt: "Nur drei Motoren zu haben ist teuer als vier zu produzieren. Alle neuen Teile, die man entwickelt, müssen auf dem Prüfstand getestet werden, um sicherzustellen, dass die nötige Laufleistung erreicht wird. Das ist kostenintensiv. Selbst vier Motoren sind nicht genug."

In dem Zusammenhang verweist Illien auf die aktuelle Saison, in der einige Teams die erlaubte Anzahlvon Antriebseinheiten schon überschritten haben oder nahe dran sind. Hier müsse die Formel 1 umdenken, ebenso wie beim Thema Straßenverkehr. Das sollte nur sekundär eine Rolle spielen: "Es sollte wieder mehr um Rennfahren gehen. Auf der Strecke brauchen wir etwas, das niemand zu Hause haben kann."

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