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Formel-1-Test für Lucas Auer: "Chancen stehen gut"

Auch wenn die offizielle Bestätigung noch aussteht: Lucas Auer könnte in Budapest erstmals Formel 1 testen - Lob von Force India: "Leistet in der DTM gute Arbeit"

Lucas Auer, Gerhard Berger
Lucas Auer, gesponsert von BWT, mit seinem berühmten Onkel Gerhard Berger
© Daimler

(Motorsport-Total.com) - Schon länger ist bekannt, dass Lucas Auer beim Young-Driver-Test auf dem Hungaroring am 1. und 2. August in Budapest seine Formel-1-Premiere geben soll. Eine offizielle Bestätigung dafür steht aber nach wie vor aus, und in den vergangenen Wochen zog sich diese länger als von außenstehenden Beobachtern erwartet hin.

Trotzdem dürfte es mit einem zweitägigen Einsatz im aktuellen Force India klappen: "Die Chancen stehen gut", bestätigt der Betriebsdirektor des Teams, Otmar Szafnauer. "Lucas leistet in der DTM gute Arbeit. Er ist ein Fahrer, den wir für den Test in Betracht ziehen." In der DTM liegt der Österreicher nach vier von neun Stationen auf dem zweiten Platz, nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter Mattias Ekström.

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Beim Klassiker auf dem Norisring sei Auer "wie ein Großer" gefahren, lobt Mercedes-Sportchef Toto Wolff. Trotzdem bleibt er auf dem Teppich, wenn er im 'ORF' sagt: "Meiner Meinung nach würde sich Luki einen Test verdienen. Aber aus unserer Perspektive muss er sich auf die DTM konzentrieren. Da hat er eine Chance, den Titel zu gewinnen. Wenn er das schafft, öffnet sich vielleicht eine Tür."

Gegen Ocon und Verstappen gefightet

Auer trat 2013 und 2014 jeweils mit dem vierten Gesamtrang in der Formel-3-EM erstmals auf internationaler Bühne in Erscheinung. 2014 kämpfte er gegen Rivalen wie Esteban Ocon, der am Ende Champion wurde, und Max Verstappen, der Platz drei holte, um den Titel. 2015 stieg er in die DTM ein, in der er sich 2016 vom 23. auf den zwölften Rang verbesserte. In dieser Saison ist er Titelaspirant.

"Luki", sagt Wolff, "hat vom letzten auf dieses Jahr eine unglaublich positive Entwicklung gemacht. Er hat 2016 erstmalig DTM-Rennen gewonnen, und in diesem Jahr ist er unser bester Leistungsträger. Er ist ganz knapp Zweiter in der Meisterschaft und legt immer wieder weiter nach." Den langsamen Start in die DTM-Karriere wertet Wolff als nicht tragisch: "Pascal Wehrlein hat auch ein Jahr gebraucht, bis er auf die Füße kam."

"Ich glaube, dass er absolut das Level hat, um Formel 1 zu fahren", meint der Mercedes-Sportchef. "Aber jetzt sollte er seine ganze Aufmerksamkeit auf die DTM richten. Das ist der nächste große Meilenstein, den er erreichen muss. Wehrlein und di Resta haben es vorgemacht. Das zählt im Moment. Die Testerei ist 'nice to have', aber nicht das, was ihn weiterbringen wird."

Bekanntgabe nach Silverstone?

Und trotzdem wird Auer aller Voraussicht nach auf dem Hungaroring fahren. Bestätigt werden könnte das schon nächste Woche. Möglich gemacht hat den Test einerseits Force Indias Motorenpartner Mercedes, andererseits der gemeinsame Sponsor BWT. Auer fährt in der DTM mit einem rosaroten Auto. Und Gerhard Berger, der Onkel des DTM-Piloten, engagiert sich hinter den Kulissen als Förderer.

DTM, Formel 1 und wieder zurück

Wie sich die DTM-Rückkehrer schlugen


Februar 2014
Foto 1 von 27
DTM. Formel 1. Und wieder DTM. Das ist der Karriere-Verlauf von Paul di Resta. Doch der Schotte ist nicht der einzige Rennfahrer, der nach einem Ausflug in der Königsklasse wieder zurückkehrte. Erfahren Sie in dieser Fotostrecke, wer zunächst Rennen in der DTM absolvierte, dann in die Formel 1 wechselte und schließlich erneut in der DTM fuhr!
DTM. Formel 1. Und wieder DTM. Das ist der Karriere-Verlauf von Paul di Resta. Doch der Schotte ist nicht der einzige Rennfahrer, der nach einem Ausflug in der Königsklasse wieder zurückkehrte. Erfahren Sie in dieser Fotostrecke, wer zunächst Rennen in der DTM absolvierte, dann in die Formel 1 wechselte und schließlich erneut in der DTM fuhr!

Allerdings ist es nicht so, dass Force India den Test nur in Betracht zieht, weil man damit Geld verdienen kann: "Wir schließen normalerweise keine rein kommerziellen Deals ab. Es ist eine Kombination. Er ist ein guter Fahrer, und wir wollen sehen, wie er sich im Formel-1-Auto schlägt", erklärt Szafnauer.

Selbst wenn Auer den Sprung in die Formel 1 schaffen sollte, kann er nicht damit rechnen, neben Ocon und Wehrlein ins offizielle Mercedes-Juniorprogramm aufgenommen zu werden: "Das wäre eine andere Konstellation", stellt Wolff klar. "Aber wir würden ihm sicherlich mehr unterstützen als Steine in den Weg legen. Er ist im Moment Teil des DTM-Teams und nicht der Junioren."

Berger schaut nicht durch die rosa Brille

Neben Ocon und Wehrlein unterstützt Mercedes auch Nachwuchsfahrer George Russell als offiziellen Junior. Letzterer wird auf dem Hungaroring im Werks-Silberpfeil sitzen. Doch angesichts der österreichischen Connection Wolff-Berger-BWT hat auch Auer beste Chancen auf den nächsten Karriereschritt. Auch wenn zumindest für 2018 Formel-1-Stammcockpits rar gesät sind.

"Um eine Meisterschaft zu gewinnen", sagt Wolff über den 22-Jährigen, "darfst du keine Fehler machen. Er ist zu 90 Prozent dabei. Diese 10 Prozent Fehlerquote muss er noch loswerden." Und auch Berger sieht seinen Neffen keineswegs durch die rosa Brille: "Ich gehöre zu den kritischsten Beobachtern von Lucas, auch wenn ich der Onkel bin.

"Gemeinsam mit Helmut Marko beobachte ich ihn seit vielen Jahren. Wir haben die Schwächen und die guten Sachen herausgestrichen. In dieser Saison liefert er aber tatsächlich sensationelle Rennen ab. Ich glaube, er ist so weit, dass er zumindest für einen Test in Betracht kommt. Alles Weitere wird man sehen", so Berger bei 'ServusTV'.

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