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115 Millionen Euro: Hungaroring-Umbau soll noch 2017 starten

Der Hungaroring soll bis 2019 umgebaut werden: Was genau geplant ist, wie hoch die Kosten sind und wieso die Zuschauerzahlen die Investitionen rechtfertigen

Hungaroring, Fans
Vor allem die Zuschauerbereiche sollen beim Umbau erneuert werden
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Vor einigen Jahren sah es für die Formel 1 in Ungarn düster aus: Das Zuschauerinteresse hielt sich in Grenzen, zudem tauchte mit dem Österreich-Grand-Prix ein neuer Konkurrent auf. Doch inzwischen boomt das Rennen wieder. Kein Wunder, dass die Veranstalter nun Geld investieren wollen, um die in die Jahre gekommene Rennstrecke vor den Toren Budapests wieder auf Vordermann zu bringen und die Formel 1 in Ungarn sogar über das Vertragsende 2026 hinaus im Kalender zu halten.

35 Milliarden Forint (umgerechnet 115 Millionen Euro) will die ungarische Regierung nun für einen Umbau in drei Phasen locker machen, der bis 2019 abgeschlossen sein soll. Das hat Außenminister Peter Szijjarto nach einem Treffen mit Formel-1-Boss Chase Carey im Rahmen des Ungarn-Grand-Prix bekanntgegeben.

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In der ersten Phase, die für dieses Jahr geplant ist und fünf Milliarden Forint (16,4 Millionen Euro) umfassen wird, sollen die Tribünen und das Energieversorgungssystem erneuert werden, 2018 steht dann für 20 Milliarden Forint (65,7 Millionen Euro) die Modernisierung des Fahrerlagers und der Boxengasse auf dem Programm.

Vertrag über 2026 hinaus?

2019 soll der Umbau mit der dritten Phase abgeschlossen werden, in der neue Parkmöglichkeiten geschaffen werden sollen. Der Abschluss des Umbaus soll 32,8 Millionen Euro kosten. "Herr Carey hat auf unsere Pläne mit Zufriedenheit reagiert, denn sie unterstreichen unsere Bemühungen, den Ungarn-Grand-Prix über 2026 hinaus im Kalender zu halten", sagt Szijjarto gegenüber 'politics.hu'. Carey sei an einem vielfältigen Kalender interessiert, zeigt sich der Außenminister in Hinblick auf eine Vertragsverlängerung zuversichtlich.

GP Ungarn, Highlights 2017

Das Formel-1-Rennen in Budapest: Räikkönens vergebene Siegchance, die Mercedes-Order und Verstappens Kollision


29.-30.07.2017
Foto 1 von 17
Er kann's noch: Nach vier sieglosen Rennen schlägt Sebastian Vettel zurück und gewinnt den Grand Prix von Ungarn. Genau wie in Monaco feiert Ferrari einen Doppelsieg. Eher streckenspezifisch, aber keine Trendwende, ist Mercedes-Sportchef Toto Wolff selbstsicher. Trotzdem wirkt Vettels Jubel besonders erleichtert.
Er kann's noch: Nach vier sieglosen Rennen schlägt Sebastian Vettel zurück und gewinnt den Grand Prix von Ungarn. Genau wie in Monaco feiert Ferrari einen Doppelsieg. Eher streckenspezifisch, aber keine Trendwende, ist Mercedes-Sportchef Toto Wolff selbstsicher. Trotzdem wirkt Vettels Jubel besonders erleichtert.

Die Zuschauerzahlen sind ein gutes Argument für den Umbau, bei dem die Strecke übrigens nicht verändert werden soll: Das Rennen verfolgten am vergangenen Sonntag 79.000 Zuschauer an der Strecke, womit alle Tribünen und Rasenflächen ausverkauft waren. Seit Donnerstag hatten insgesamt 176.000 Fans die Anlage gesäumt. Für den Qualifying-Samstag (60.000 Fans) und den Trainings-Freitag (36.000) hätte es allerdings noch Tickets im freien Verkauf gegeben.

Zuschauerzahlen stabil auf hohem Niveau

Damit knüpfte Ungarn an Erfolge der Vorjahre an, als das Rennen ebenfalls Anziehungspunkt allen voran für Formel-1-Anhänger aus Osteuropa, dem nahegelegenen Österreich und aus Finnland war - schließlich ist die Anreise an die Strecke für die Unterstützer Kimi Räikkönens und Valtteri Bottas' nach Budapest so kurz wie bei keinem anderen Kurs im aktuellen Kalender der Königsklasse.

Im Vergleich zum Vorjahr bedeuten die Zahlen einen Anstieg von 11,5 Prozent beim Zuschauerzuspruch. Die Jubiläumsausgabe des Rennens in der Saison 2015 war jedoch nur geringfügig schwächer, als 173.000 Menschen vor Ort waren - ergo nur 1,8 Prozent weniger als am Wochenende.

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