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Italienische Verschwörung: Toto Wolff rudert bei Pirelli zurück

Mercedes-Boss Toto Wolff hat Pirelli gegenüber versichert, dass er keine Verschwörung zwischen dem Reifenhersteller und Ferrari vermutet

Toto Wolff
Aussprache: Toto Wolff und Mario Isola kennen sich schon seit 17 Jahren
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Von der Ferrari-Basis in Maranello kann man das Pirelli-Hauptquartier in Mailand mit dem Auto in zwei Stunden erreichen. Man spricht die gleiche Sprache. Und Sebastian Vettel hat den Reifenhersteller in den vergangenen in den vergangenen Monaten häufiger besucht. Das ist der Stoff, aus dem Verschwörungen gesponnen werden. Mercedes-Boss Toto Wolff hat es ein "italienisches Mysterium" genannt.

Damit meinte er aber nicht, dass Ferraris überraschend gute Leistung auf eine geheime Zusammenarbeit der Italiener zurückzuführen sei. Das klärt jetzt Pirelli-Manager Mario Isola auf. "Ich habe mit Toto gesprochen. Er erklärte mir, dass sein Kommentar missverstanden wurde. Mit dem "italienischen Mysterium" meinte er, dass ausgerechnet Ferrari in der Lage ist, den Reifen besser zu verstehen. Er wollte keine Korrelation oder Verschwörung andeuten."

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In der Analyse des Set-up-Desasters von Monaco hatte Wolff mit seinem Kommentar Verschwörungstheoretiker befeuert, die einen Zusammenhang zwischen den Pirelli Blindtests und der Leistungssteigerung Ferraris in dieser Saison vermuten. Für die bereiten Reifen in diesem Jahr wurden 2016 mehrere Tests mit umgebauten Autos gefahren - von Ferrari, Mercedes und Red Bull. Die Scuderia setzte dabei häufiger ihre Stammpiloten ein.

Pirelli-Reifentest in Fiorano

Italien


01.-02.08.2016
Foto 1 von 34
Sebastian Vettel (Ferrari)
Sebastian Vettel (Ferrari)

Vermutet wird auch, dass Ferrari die 2015er-Boliden, die bei den Tests eingesetzt wurden, zur Abtriebs-Simulation besser umgebaut habe. So hätten sich die aktuellen Tabellenführer auf die diesjährige Herausforderung einstellen können. Bei den Tests wurde aber sichergestellt, dass die Teams nicht erfahren, was für Reifen sie gerade ausprobieren. Sie geben dabei lediglich Feedback ab, erhalten aber keines zurück.

Pirelli stellt klar, dass sie in keinen Daten-Teilungs-Skandal verwickelt wollen werden. "Wir haben deswegen viele Maßnahmen getroffen", erklärt Isola. "Die Ingenieure, die wir in den Teams haben, bekommen zum Beispiel keine Daten von anderen Teams. Wir wissen schließen, dass die Teams darauf Wert legen. Wir bekommen von allen Teams Daten und sie vertrauen uns damit. Der Kampf sollte auf der Strecke stattfinden."

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