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Dank Liberty: Formel 1 kollidiert auch 2018 nicht mit Le Mans

Auch 2018 kollidiert die Formel 1 nicht mit Le Mans: Wieso die beiden Motorsport-Highlights nun plötzlich kooperieren und wer sich vor wem fürchten muss

Jean Todt, Chase Carey, Pierre Fillon
Kooperativ: FIA-Boss Todt, ACO-Boss Fillon und Formel-1-Boss Carey
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 wird auch 2018 nicht mit den 24 Stunden von Le Mans kollidieren. Das beweisen die vom Motorsport-Weltrat der FIA abgesegneten Kalender für die kommende Saison. Demnach wird der Langstrecken-Klassiker am 16. und 17. Juni und damit am Wochenende zwischen den Grand-Prix-Rennen in Montreal und Le Castellet über die Bühne gehen.

Dass sich die Langstrecken-WM WEC und die Formel 1 aufeinander abstimmen, kommt nicht überraschend: Der neue Formel-1-Boss Chase Carey schwenkte dieses Jahr an der Sarthe die Startflagge und eröffnete damit die Langstrecken-Schlacht, aber auch die Aussagen der Protagonisten klingen deutlich versöhnlicher als noch vor ein paar Jahren.

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"Wir demonstrieren die neue Beziehung zwischen ACO und Formel 1", erklärt Pierre Fillon, der als Boss des Automobile Club de l'Ouest als Le-Mans-Veranstalter agiert. "Mit Chase Carey an der Spitze der Formel 1 ist die Zeit gekommen, gemeinsam an einem Motorsportkalender zu arbeiten, der es den Fans erlaubt, sowohl die Formel 1 als auch die Rennen der Langstrecken-WM WEC zu genießen."

Das war nicht immer so: Careys Vorgänger Bernie Ecclestone hielt mit seiner Abneigung gegenüber der Langstrecken-WM nie hinter dem Berg. 2015 kochte die alte Rivalität aus Gruppe-C-Zeiten wieder hoch, als der damalige Force-India-Pilot Nico Hülkenberg in Le Mans für Porsche ein Gastspiel gab und prompt gewann. Ein Jahr später sorgte Ecclestone dafür, dass die Baku-Premiere der Formel 1 mit dem 24-Stunden-Klassiker kollidiert und der Emmericher so seinen Titel nicht verteidigen konnte. In Le Mans reagierte man verschnupft auf diesen Schachzug.

Muss sich die Formel 1 darauf vorbereiten, Piloten an die Langstrecken-WM zu verlieren? Nicht unbedingt. Fernando Alonso und Romain Grosjean haben zwar Interesse gezeigt, was auch für Felipe Massa gilt, dafür hat sich Hülkenberg seit diesem Jahr ganz der Mission verschrieben, Renault in der Formel 1 zurück an die Spitze zu bringen.

Problematischer sieht es hingegen schon für die WEC aus: Porsche liebäugelt nach dem dritten Le-Mans-Sieg in Folge bereits mit einem Comeback in der Formel 1 als Motorenhersteller, was für die Langstrecken-WM böse Folgen haben könnte, da Toyota unter derartigen Umständen als einziger LMP1-Hersteller übrig bleiben würde.

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