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Bei 25 Rennen ist Schluss: Hamilton stimmt Alonso zu

Schmerzgrenze erreicht? An der Frage, wie viele Rennen gesund sind, scheiden sich die Geister - Die neuen Formel-1-Bosse betonen indes: Qualität geht über Quantität

Lewis Hamilton, Fernando Alonso, Jolyon Palmer
Lewis Hamilton sind sich einig Fernando Alonso. 25 Rennen sind zu viel
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Mit seiner wiederholten Ankündigung, bei 25 Formel-1-Rennen im Kalender seinen Dienst zu quittieren, sorgte McLaren-Pilot Fernando Alonso im Vorfeld der Kanada-Grand-Prix abermals für Schlagzeilen. Von entsprechenden Plänen der neuen Besitzer hält der Spanier wenig. "Ich fing an, als der Kalender 16 Rennen hatte, plus der Tests. Jetzt werden es Jahr für Jahr mehr und ich denke, die Anzahl ist bereits sehr anspruchsvoll", urteilt Alonso.

Denn der Kalender bestehe ja nicht nur aus 20 bis 21 Rennen, sondern auch Sponsoren-Events, Testfahrten, intensiver Vorbereitung und anderen Verpflichtungen. "Hätten wir 25 oder 26 Rennen, wäre das einerseits gut, aber in vielerlei Hinsicht auch nicht. Wie anstrengend dein Leben dann wird...", findet der 35-Jährige und schließt das für sich aus: "Eine gute Lebensqualität ist mir wichtiger, als noch mehr Formel-1-Saisons zu bestreiten."

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Für den Fall, dass der Rennkalender seinen aktuellen Umfang beibehält, sei Alonso gern bereit weiterzumachen, "aber ein Anstieg wie in der NASCAR-Serie, wo es 40 oder 50 Rennen gibt, ist nichts für mich. Für andere Fahrer ist das besser." Dabei ist der McLaren-Pilot mit seiner Meinung nicht allein. Auch Mercedes-Kollege Lewis Hamilton sieht 25 Rennen kritisch. "Ich verstehe Alonsos Sichtweise und neige dazu, ihm beizupflichten", sagt der Brite.

25 Rennen eine Frage der richtigen Organisation?

Für Felipe Massa (Williams) ist es vielmehr eine Frage der Umsetzung: "Es ist nicht unmöglich, muss aber richtig gemacht werden. Es ist mit Sicherheit weniger ein Problem für die Fahrer als vielmehr für die Teams", mutmaßt er. "Ich denke nicht, dass sie es von heute auf morgen verändern werden. Sie bereiten es vor. Dann kann es funktionieren." Red-Bull-Kollege Max Verstappen hegt daran jedoch Zweifel, insbesondere aufgrund der hohen Belastung für die Mechaniker.

Sein Teamchef Christian Horner stimmt ihm zu: "25 sind zu viel. Es gibt einen Punkt, da verlieren wir an Wert. 21 sind am Limit. Die Jungs sind 21 Wochen weg von zu Hause. Ich glaube, dass Liberty das versteht. Ross (Brawn; Anm. d. R.) war lang genug dabei und versteht die operativen Herausforderungen. Er wird in dieser Diskussion sicher eine Stimme der Vernunft sein und sagen, dass 25 ein bisschen zu viel sind."

Formel-1-Strecken 2017: So hart wird gebremst

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05.02.2017
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Alle Streckengrafiken 2017 mit den stärksten Verzögerungsmanövern. Dazu pro Runde die durchschnittliche g-Kraft ("Average Deceleration"), die für das Bremsen aufgewendete Energie ("Energy Dissipated"), die Bremsintensität im Vergleich ("Brake Categorizaton") und der Zeitanteil, der mit Bremsen verbracht wird ("Time spent braking").
Alle Streckengrafiken 2017 mit den stärksten Verzögerungsmanövern. Dazu pro Runde die durchschnittliche g-Kraft ("Average Deceleration"), die für das Bremsen aufgewendete Energie ("Energy Dissipated"), die Bremsintensität im Vergleich ("Brake Categorizaton") und der Zeitanteil, der mit Bremsen verbracht wird ("Time spent braking").

Auch Haas-Teamchef Günther Steiner gibt zu, "nicht Hurra zu schreien", wenn 25 Rennen auf dem Programm stehen. Für ihn sei das aber kein Ausschlusskriterium. "Jeder hat die Wahl und kann sich entscheiden, zu gehen oder nicht. Keiner ist gezwungen, das mitzumachen", betont der Südtiroler. Ähnlich wie Massa glaubt er, dass die Idee mit ihrer Umsetzung steht oder fällt und von der "richtigen Organisation und Vorbereitung" abhängt.

Übersättigung: "Dürfen den Sport nicht entzaubern"

"Wenn Liberty Media es entsprechend plant, sodass man in einer Region länger bleibt und nicht vor und zurück geht, kann man Reisezeit sparen und vielleicht zwei Rennen mehr fahren. Damit werden wir fertig", glaubt Steiner. Das müsse sich dann aber natürlich auch kommerziell auszahlen. Otmar Szafnauer, Betriebsdirektor bei Force India, denkt dabei nicht nur an die Gelder des Rechteinhabers FOM, sondern auch an Sponsoren.

"Mit mehr Rennen und mehr Sendezeit hofft man folgerichtig, dass die Einnahmen steigen", so Szafnauer. Doch wie seine Kollegen sieht er besonders im Bereich Manpower viele Fallstricke, denn schon jetzt gebe es viele Mitarbeiter mit jungen Familien, die nach einem Wechsel in die Fabrik fragen. "Das nimmt zu. Und je mehr Rennen es sind, umso drastischer wird sich das entwickeln", argumentiert der Betriebsdirektor und warnt noch vor anderen Nebenwirkungen.

Denn zu viele Rennen könnten den Sport auch entzaubern und marginalisieren. Damit wäre genau das Gegenteil von dem erreicht, was man eigentlich bewirken wolle. "Ich bevorzuge einen Kalender mit weniger als 22 Rennen", sagt Szafnauer deshalb. Mit 21 Saisonläufen hatte die Formel 1 im Jahr 2016 ihren bisherigen Höhepunkt erreicht, was die Anzahl der Rennen angeht. Nie gab es zuvor mehr. Schon 2018 soll es wieder so weit sein.

Carey und Bratches setzten Qualität vor Quantität

Der neue Formel-1-Boss Chase Carey betont: "Es gibt Interesse von verschiedensten Plätzen auf der Welt, die Rennen ausrichten wollen. Wir führen Gespräche mit ihnen, aber die Beziehungen zu bestehenden Promotern und Partnern sind uns wichtig." Deshalb gehe es im Moment vor allem darum, die Rennen, die man hat, besser zu machen. Darauf liege der Fokus. Mögliche künftige Schauplätze seien Teil einer längerfristigen Planung.

Diese nimmt im Einzelfall allerdings bereits konkrete Gestalt an. So steht die Aufstockung des Rennkalenders um ein weiteres US-Rennen ganz oben auf der To-do-Liste. Doch auch hier gelte die Maxime: Qualität über Quantität. "Wir verfahren sehr bedacht", sagt Marketingchef Sean Bratches, "und sind im ständigen Austausch mit unseren Partnern, den Teams, Fahrern und der FIA, um im Interesse des Sports und der Fans zu entscheiden."

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