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Warum Gerhard Berger nicht mehr Formel 1 machen wollte

Der neue DTM-Chef Gerhard Berger im Video-Interview: Warum er das Angebot der Tourenwagenserie attraktiver fand als eine Rückkehr in die Formel 1

Gerhard Berger und Roman Wittemeier
Gerhard Berger im Interview mit MST-Redakteur Roman Wittemeier
© smg/_wige

(Motorsport-Total.com) - Gerhard Berger wurde beim Test in Hockenheim in dieser Woche als neuer DTM-Chef eingeführt. Dass der 57-Jährige ein Engagement in der deutschen Rennserie einem neuen Anlauf in der Formel 1 vorgezogen hat, kam für viele überraschend. Dabei war es aus seiner persönlichen Sicht eine naheliegende Entscheidung.

"Das Angebot hat mich von Anfang an interessiert", erklärt Berger im Video-Interview mit 'Motorsport-Total.com'. "Weil ich glaube, dass die DTM super Voraussetzungen hat, auch für die Zukunft eine starke Plattform zu sein." Ähnlich wie Ross Brawn in der Formel 1 soll nun auch der Österreicher in der DTM Stärken schärfen und Schwächen ausmerzen. Das mag eine ganz andere Aufgabe sein als Rennen zu fahren oder ein Team zu leiten - aber es ist eine, auf die er sich freut.

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"Dass ich mein Leben im Motorsport verbracht habe, weiß man. Aber dass die Zukunft in meinem Leben ganz ohne Motorsport weitergehen soll, an diesen Gedanken konnte ich mich nicht gewöhnen", räumt der Österreicher, der gerade noch einmal Vater geworden ist, ein. Gleichzeitig ist sein inzwischen fünftes Kind (von der dritten Mutter) endlich ein Sohn geworden - und dessen Heranwachsen möchte er nicht komplett verpassen.

Als er 2016 Nico Rosbergs neuen Mercedes-Vertrag ausgehandelt hat, dachten viele, dass das sein erster Schritt zurück in die Formel 1 sein könnte. Aber: "Das Thema Formel 1 war für mich kein Thema mehr. Ich habe wieder Nachwuchs bekommen, habe zwei kleine Kinder und eine Familie. Ich habe über die vielen Jahre so viele Kilometer im Flugzeug und mit Reisen hinter mich gebracht. Das war für mich nicht attraktiv. Alles das kann ich mit dem Thema DTM sehr gut verbinden."

"Es spielt sich alles in Europa ab. Ich kann alles von Österreich aus mit dem Auto bewältigen. Ich bin nicht 21 Rennen irgendwo in der Weltgeschichte. Das heißt, ich habe Zeit für meine Familie, und kann auch für sie da sein. Das in Kombination mit einer sehr attraktiven Plattform, mit Motorsport pur, war eigentlich fast aufgelegt", erklärt er.

Das vollständige Interview mit Gerhard Berger wird am Montag im DTM-Bereich von 'Motorsport-Total.com'. Übrigens auch als Video in voller Länge.

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