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Plötzlich Verfolger: Warum liegt Mercedes 2017 hinter Ferrari?

Bei Mercedes ist man sich sicher, dass der Ferrari in Bahrain nicht das bessere Auto war - Trotzdem gewannen die Italiener und schnappten sich die WM-Führung ...

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Nachdenklich: Lewis Hamilton und Valtteri Bottas wundern sich auf dem Podium über ihre Niederlage in Bahrain. Wie konnte das passieren? Jetzt durch die Highlights des Rennens klicken!
Nachdenklich: Lewis Hamilton und Valtteri Bottas wundern sich auf dem Podium über ihre Niederlage in Bahrain. Wie konnte das passieren? Jetzt durch die Highlights des Rennens klicken!

(Motorsport-Total.com) - Nach dem dritten Rennen der Formel-1-Saison 2017 befindet sich Mercedes in einer Rolle, die die Silberpfeile seit Jahren nicht mehr kannten: in der Rolle des Verfolgers. Sebastian Vettel führt nach zwei Siegen die Fahrer-Weltmeisterschaft vor Lewis Hamilton an, in der Konstrukteurs-WM liegt Ferrari drei Zähler vor Mercedes. "Sie waren von Anfang an das Team, das es zu schlagen gilt. Für uns ändert sich also nichts", gibt sich Hamilton ganz ruhig. Doch wo liegen die Ursachen für die Mercedes-Mini-Krise?

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Zugegeben: Nach einem Sieg, drei Pole-Positions und insgesamt fünf Podestplätzen in drei Rennen erscheint es auf den ersten Blick etwas unfair, von einer Krise zu sprechen. Doch 2014 und 2016 gewannen die Silberpfeile jeweils die ersten drei Saisonrennen, 2015 reichte es immerhin zu zwei Siegen. 99 Punkte aus den ersten drei Rennen bedeuten außerdem den schlechtesten Start seit 2013.

Das ist zwar alles Kritik auf einem sehr hohen Niveau, doch der Fakt, dass Mercedes in dieser Saison bereits zum zweiten Mal von Ferrari geschlagen wurde, ist unumstößlich. Auffällig: Im Qualifying bleibt Mercedes auch 2017 weiterhin das Maß aller Dinge. "Wenn man sich die Ergebnisse anschaut, dann sieht es so aus, als hätten wir auf einer Runde einen kleinen Vorsprung", hat auch Toto Wolff erkannt.

Qualifying passt, Rennen nicht ...

Am Sonntag scheint es in diesem Jahr allerdings deutlich enger zu sein. "Im Rennen ist es ziemlich ausgeglichen", so Wolff im Hinblick auf das Kräfteverhältnis zwischen Mercedes und Ferrari. Auch Hamilton erklärt nach dem Rennen in Bahrain rückblickend: "Ich hatte eine sehr gute Pace, vor allem im zweiten und letzten Stint." Gewinnen konnte er das Rennen aber ebenso wenig wie Pole-Setter und Teamkollege Valtteri Bottas.

Fakt ist, dass es auf der Strecke am Sonntag nie ein echtes Duell zwischen Vettel und Hamilton gab. Im ersten Stint streckten beide hinter Bottas fast, später wären sie auf unterschiedlichen Strategien unterwegs. Dazu kommt die Fünf-Sekunden-Strafe gegen Hamilton, die dem Vizechampion das Leben zusätzlich erschwerte. Somit lässt sich nicht final beantworten, ob Ferrari wirklich schneller war oder nur von den äußeren Umständen profitierte.

Denn am Ende des Rennens war Hamilton der mit Abstand schnellste Mann im Feld - auch schneller als Vettel. Eventuell hätte Hamilton das Rennen ohne die Strafe und mit einer anderen Strategie also gewinnen können. Doch genau diese Kleinigkeiten machen in diesem Jahr den Unterschied. Noch im vergangenen Jahr konnte Mercedes die meisten Rennen auch ohne perfekte Leistung gewinnen.

Ferrari nutzt jede Nachlässigkeit

Das scheint in diesem Jahr nicht mehr möglich zu sein. Dazu ist Ferrari zu dicht dran. Auch Toto Wolff erklärt, dass in Bahrain "viele Kleinigkeiten" dazu führten, dass Mercedes den Sieg verpasste. Zu nennen wären da unter anderem das Reifendruckproblem bei Bottas am Start, das Safety-Car und die daraus resultierende Strafe gegen Hamilton und ein Problem bei den Boxenstopps. "Powerverlust an den Schlagschraubern", berichtet Wolff.

"Ich denke nicht, dass uns Rennpace gefehlt hat", stellt der Österreicher klar. "Ferrari hat einen besseren Job gemacht", gesteht auch Bottas. Der Finne wurde am Samstag noch für seine Pole-Position gefeiert, war im Rennen aber chancenlos gegen Vettel und Hamilton, den er am Ende auch noch vorbeilassen musste. "Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum die Pace so schlecht war. Ich weiß, dass die Lücke, die (am Ende; Anm. d. Red.) da war, nicht nur durchs Fahren kommt", wundert sich Bottas.

Im Ziel fehlten 13,7 Sekunden auf Hamilton - obwohl dieser die besagte Strafe bekam und zudem lange hinter Bottas lag. Es ist schwer vorstellbar, dass der Finne in der Schlussphase tatsächlich so viel langsamer war als Hamilton. Eine weitere Sache also, die Mercedes Rätsel aufgeben dürfte. "Am Dienstag wird in der Fabrik alles aufgearbeitet und es werden Konsequenzen gezogen", kündigt Niki Lauda bei 'RTL' an.

Entscheidender Nachteil bei den Reifen?

Ein Thema dürften dann ganz sicher die Reifen sein. Mit diesen scheint Ferrari in diesem Jahr nämlich besser umzugehen als die Silberpfeile. "Ja, absolut", bestätigt auch Hamilton diese Theorie und erklärt: "Das Auto ist offensichtlich gut. Es geht nur darum, wie wir unsere Reifen im Rennen verwenden - besonders, wenn es etwas wärmer ist." In Bahrain funktionierten die superweichen Reifen am W08 nämlich nicht - und das nicht zum ersten Mal.

"Ich erinnere mich nicht genau, was das Problem im Melbourne war. Ich glaube, da waren es eher die Vorderreifen - aber ganz sicher auch die Hinterreifen. Hier war es etwas mehr hinten, aber ich würde schon sagen, dass es ähnlich war", zieht Hamilton einen Vergleich zum Saisonauftakt. Auch da ging die weichste Mischung (damals die Ultrasofts) früher als bei Ferrari in die Knie - was Hamilton zu einem früheren Stopp zwang und letztendlich das Rennen entschied.

Ganz so extrem war es in Bahrain nicht, doch es dürfte kein Zufall sein, dass Hamilton neben Felipe Massa der einzige Pilot im ganzen Feld war, der zweimal auf die weichen Reifen (Soft) setzte. Alle andere Piloten auf einer Zweistoppstrategie wählten nur einmal Soft und dafür zweimal Supersoft. Auf den weichen Reifen setzte Hamilton am Ende auch die mit Abstand schnellste Rennrunde. Das half allerdings auch nicht mehr.

Mercedes eigentlich schneller als Ferrari?

Hamilton selbst gibt sich übrigens ganz cool und erklärt: "Es ist kein Rückschlag." Er findet es viel mehr "aufregend", endlich wieder einen engen Kampf mit einem anderen Team zu haben. "Der Speed von Ferrari und Mercedes war im Rennen gleich", erklärt auch Niki Lauda. "Jetzt steht es 2:1 für Ferrari", zählt er die Rennsiege zusammen und ergänzt: "Jetzt wird es für Mercedes wahnsinnig wichtig, das wieder auf 2:2 zu stellen, aber das wird nicht so einfach."

Denn in zwei Wochen in Russland erwarten die Teams ganz andere Voraussetzungen als in der Wüste. "Russland wird wegen des Asphalts, den Temperaturen und des Layouts eine ganz andere Geschichte sein", erklärt Bottas. Zwar konnte Mercedes das Rennen in Sotschi seit der ersten Auflage 2014 immer gewinnen, doch die ersten Saisonrennen beweisen, dass die Erfolge der Vergangenheit in diesem Jahr nicht mehr viel wert sind.

Das Spannendste an der aktuellen Situation ist eigentlich, dass den W08 im Mercedes-Lager niemand wirklich hinter dem Ferrari SF70H sieht - eher im Gegenteil. Im Qualifying sei man sogar weiterhin leicht vorne, so die einhellige Meinung. Trotzdem führen die Italiener momentan beide WM-Wertungen an. Für die Silberpfeile wird es daher nun vor allem darum gehen, die Fehler zu minimieren und das Maximum aus ihrem starken Paket herauszuholen.

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