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Neue Regel erklärt: So funktionieren stehende Starts bei Regen

Die Formel 1 startet 2017 bei Nässe im Stehen: Die ungeliebten Safety-Car-Runden bleiben, dafür winken neue Unwägbarkeiten - Hamilton gefällt's, Vettel nicht

Start bei Regen in Brasilien
Stehende Starts bei Regen: Vieles bleibt in der Formel 1 dennoch beim Alten
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Wenn die Formel 1 am Sonntag das Rennen zum China-Grand-Prix unter die Räder nimmt und es in Schanghai wie angekündigt regnet, winkt den Fans ein Novum: Dem überarbeiteten Sportlichen Reglement für die Saison 2017 zufolge erfolgt auch im Nassen ein stehender Start. Dazu ändern sich einige Dinge im Prozedere vor und nach dem Sprung der Ampel auf Grün, aber längst nicht alles. Wir erklären, was genau passiert und warum Sebastian Vettel die ganze Sache nicht schmeckt.

Doch der Reihe nach: In dem Fall, dass stehendes Wasser, Aquaplaninggefahr und schlechte Sicht durch Gischt die Sicherheit der Formel-1-Piloten beeinträchtigen, kann die Rennleitung wie bisher spätestens zehn Minuten vor dem Start in die Einführungsrunde die Entscheidung treffen, ein Rennen hinter dem Safety-Car zu beginnen. Sofort stehend zu starten ist weiterhin nicht verpflichtend vorgesehen, aber möglich, sofern Charlie Whiting und seine Kommissare das für sicher halten.

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Es liegt in ihrem Ermessen, wie verfahren wird. Entscheiden sich die Offiziellen für das Safety-Car, wird eine Mitteilung über das FIA-Infosystem den Teams und den Zuschauern an den TV-Bildschirmen angezeigt. Ab diesem Moment ist es verpflichtend, mit Vollregenreifen loszufahren - sogar in dem Fall, dass ein Pilot die Streckenverhältnisse als ausreichend für Intermediates betrachtet. "Es ist das Gleiche, was wir immer gemacht haben", erklärt Whiting. Zumindest bis zu diesem Punkt.

Safety-Car-Prozession kann weiter zur Geduldprobe ausufern

Im Falle eines Safety-Car-Starts gibt es weiter keine Einführungsrunde. Heißt: Die Gesamtrenndistanz wird um eine Runde erhöht und die gefahrenen Umläufe sofort abgezogen. Die Autos halten zunächst nicht mehr bei Start und Ziel an. Erst, wenn die Rennleitung glaubt, dass sich die Piloten eingeschossen hätten und die Bedingungen sicheren Motorsport erlauben würden, kommt das Novum zum Tragen. Wie lange es bis dahin dauert, ist offen. Gut möglich, dass es wieder die ungeliebten Prozessionen und die entnervten Funksprüche von Piloten gibt, die Rennen fahren wollen.

Die zehn denkwürdigsten F1-Regeländerungen

Was Realität wurde und was Fieberfantasie blieb


25.09.2014
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#10: Fahren dürfen nur die Hinterbänkler - Sie ist der große Trumpf der Williams-Mannschaft. Doch nicht nur deshalb will die FIA der aktiven Radaufhängung beim Kanada-Grand-Prix 1993 einen Riegel vorschieben. Die fortschrittliche, aber unglaublich kostenintensive Technik wird von den Kommissaren bei der technische Abnahme als Fahrhilfe eingestuft und bei allen Teams für nicht-regelkonform befunden worden. Gleiches gilt für die Autos, die auf eine Traktionskontrolle setzten.


Hintergrund: Die Systeme beeinflussen hydraulisch die Aerodynamik respektive entziehen dem Piloten teilweise die Kontrolle über den Vortrieb. Es entsteht die Drohkulisse, dass die Scuderia-Italia-Hinterbänkler Michele Alboreto und Luca Badoer die einzigen Starter in Montreal sind. Das Verbot wird bis Anfang 1994 aufgeschoben, dann aber durchgesetzt.
#10: Fahren dürfen nur die Hinterbänkler - Sie ist der große Trumpf der Williams-Mannschaft. Doch nicht nur deshalb will die FIA der aktiven Radaufhängung beim Kanada-Grand-Prix 1993 einen Riegel vorschieben. Die fortschrittliche, aber unglaublich kostenintensive Technik wird von den Kommissaren bei der technische Abnahme als Fahrhilfe eingestuft und bei allen Teams für nicht-regelkonform befunden worden. Gleiches gilt für die Autos, die auf eine Traktionskontrolle setzten. Hintergrund: Die Systeme beeinflussen hydraulisch die Aerodynamik respektive entziehen dem Piloten teilweise die Kontrolle über den Vortrieb. Es entsteht die Drohkulisse, dass die Scuderia-Italia-Hinterbänkler Michele Alboreto und Luca Badoer die einzigen Starter in Montreal sind. Das Verbot wird bis Anfang 1994 aufgeschoben, dann aber durchgesetzt.

Hat das Warten ein Ende, holt Whiting das Safety-Car an die Box und die Fahrer müssen ihre Startposition einnehmen, wie sie es nach der Aufwärmrunde tun würden. Die Mechaniker dürfen nicht mehr an die Autos herantreten. Die Ampel zeigt fünf rote Lichter, die nacheinander ausgehen, das Rennen wird freigegeben. "Klingt einfach und ist eigentlich auch total simpel", meint Whiting. Dennoch bietet die neue Regel einige Tücken und machen Sonderfall, den die FIA durchdacht hat.

Vettel kritisiert neue Regel für zu viel Zufall und Show

Erstens: Muss ein Auto - etwa nach technischen Problemen oder wegen eines Chassiswechsels - aus der Boxengasse starten, darf es zwar an den Aufwärmrunden teilnehmen, muss vor der Freigabe aber zurück, darf die Reifen nicht wechseln und muss dem Feld hinterherjagen. Zweitens: Der Sensor, der die Benzindurchflussmenge kontrolliert, wird in der Startaufstellung zurückgesetzt. Sonst könnten die Teams während der Runden hinter dem Safety-Car den Motor zurückdrehen und nach dem realen Start mehr verbrennen als erlaubt, um im Schnitt dennoch im grünen Bereich zu bleiben.

Drittens: Die Piloten dürfen keinen Boxenstopp in dem Moment einlegen, in dem Bernd Mayländer abbiegt - etwa, um sich rasch Intermediates zu holen. Bei Zuwiderhandlung hagelt es eine Strafe. Mindestens eine Runde im Renntempo ist Vorschrift. "Das sind viele Kleinigkeiten, die im Austausch mit den Teams ans Licht gekommen sind", erinnert Whiting an die Entstehung neuer Regeln.

FIA denkt über Ausweitung der Regeln für Safety-Car-Phasen nach

Lewis Hamilton begrüßt die neue Regel: "Das wäre so spannend", blickt der Brite auf eine Premiere und denkt an die Tatsache, dass beim Losfahren nur ein Kupplungshebel und keine technischen Hilfen mehr erlaubt sind, was sich im Nassen besonders auswirken könnte: "Vor allem, weil die Starts so viel schwieriger sind als früher." Hamilton rechnet mit Unterschieden und glaubt, dass die Piloten sich zurücknehmen würden, um keine durchdrehenden Räder und Zeitverlust zu riskieren.

Eher skeptisch ist Sebastian Vettel. "Ich mag es eigentlich nicht", sagt er über Prozessionen hinter dem Safety-Car. "Das Problem ist, dass Bernd wie verrückt pusht, es für uns aber sehr langsam ist und wir eine Menge Reifentemperatur verlieren." Dennoch weiß der Ferrari-Pilot, dass ein Überraschungselement winkt und erkennt darin den Hintergrund der Regel. "Als Fahrer mag man es nicht, weil es kein Zufall sein sollte. Aber als Zuschauer sehen rutschende und crashende Autos gut aus."

Im vergangenen Jahr war sogar zu hören, dass die FIA für noch mehr Unvorhersehbarkeit sorgen wolle. Offenbar sind die Pläne nicht vom Tisch. "Es wurde darüber diskutiert, nach jedem Safety-Car stehend zu starten", erwähnt Whiting, "so weit sind wir noch nicht gegangen." Noch nicht.

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