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Lewis Hamilton: In den Rennsport mit der Fernbedienung

Die ersten Rennerfahrungen des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters Lewis Hamilton: Mit einem ferngesteuerten Auto auf Linienwahl, dann Siege im Kart

Lewis Hamilton
Ist mittlerweile eine weltweit bekannte Marke: Mercedes-Star Lewis Hamilton
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Auch Formel-1-Weltmeister mussten einmal klein anfangen. Jeder Grand-Prix-Fan kennt die Kinderfotos der Herren Schumacher, Rosberg oder Vettel im Kartoverall, die Familie als Team an der Seite. Bei Mercedes-Superstar Lewis Hamilton wurden die ersten Grundlagen für den Motorsport auf andere Weise vermittelt. Der Brite, der nach eigener Aussage "wie jeder kleine Junge" von Spielzeugautos begeistert war, hatte im Alter von vier Jahren in seiner Heimatstadt Stevenage ein "Aha-Erlebnis" der besonderen Art.

"Wir wohnten damals in einer kleinen Wohnung. Gegenüber im Haus war jemand, der riesige Modelle baute - meistens von Kriegsschiffen", blickt Hamilton im Gespräch mit 'Sky Sports F1' zurück. "Irgendwann hatte der Kerl ein ferngesteuertes Auto dort. Es war richtig groß. Er sagte, ich dürfte es mal ausprobieren. Aber mein Vater sagte: 'Nein, auf gar keinen Fall. Wenn du es kaputt machst...' Aber ich habe es trotzdem probiert. Es hat sofort funktioniert, und zwar richtig gut. Die anderen konnten kaum glauben, wie ein Vierjähriger das derart unter Kontrolle haben kann."

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"Mein Vater hat mir dann ein solches RC-Auto gekauft. Ich bin richtige Rennen damit gefahren", sagt der 32-Jährige. "Das ist quasi wie Formel 1, nur eben in kleinerem Maßstab. Man muss eigentlich die gleichen Linien wählen wie im richtigen Rennauto. Ein Jahr später saß ich zum ersten Mal in einem Kart. Ich erinnere mich an den Tag noch ganz genau. Ich hatte die Linien und das Beschleunigen und Bremsen sofort drauf, wegen der RC-Autos."

Im Alter von fünf Jahren ging er mit der Familie auf große Karttour. Der schnelle Sprössling jagte um die Kurse, Vater Anthony Hamilton sorgte sich um Logistik und Technik. "Unser Auftritt war bestimmt nicht sonderlich professionell, aber wir sind immer mehr Leuten auf den Keks gegangen durch die Tatsache, dass wir auf den Strecken immer ziemlich schnell waren", schmunzelt der Mercedes-Pilot. Dabei habe sich Vater Anthony im Gegensatz zu vielen anderen Vätern nicht "wie eine Eislaufmutter" in den Sport eingemischt.

Wenn Eltern zu viel wollen: Karriere in Gefahr

"Es ist bei viel zu vielen Eltern so. Sie wollen, dass du es in die Formel 1 schaffst. Oder wenn du Fußball spielst, dann möchte deine Familie, dass du eines Tages bei Manchester United spielst. Das war bei uns anders", berichtet Hamilton von seiner Zeit als Nachwuchsracer. "Wir sind im Kartsport wirklich nur aus Spaß unterwegs gewesen. Es war unser gemeinsames Hobby. Das war rückblickend betrachtet wirklich richtig und wichtig."

"Mein Vater hätte alles verkauft, damit wir weiter Kart fahren können. Aber dann kamen Ron Dennis und Mercedes und haben mich unterstützt. Das war einer der vielen wichtigen Wendepunkte in meinem Leben", sagt er. Der damals freche Hamilton hatte Ron Dennis im Rahmen einer Veranstaltung dreist mit den Worten angesprochen: "Irgendwann fahre ich ihre Autos in der Formel 1". Dieses legendäre "Bewerbungsgespräch" hatte positive Folgen. McLaren beobachtete die Fortschritte von Hamilton genau und griff früh zu.

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06.11.2016
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53 Grand-Prix-Siege hat Lewis Hamilton auf seinem Formel-1-Konto. Nur Rennlegende Michael Schumacher jubelte öfter über den größten Pokal. In den vergangenen zehn Jahren schrieb der Brite dabei mit so manchem Erfolg Geschichte. Wir erinnern an seine schönsten, dramatischsten und wegweisendsten ersten Plätze.
53 Grand-Prix-Siege hat Lewis Hamilton auf seinem Formel-1-Konto. Nur Rennlegende Michael Schumacher jubelte öfter über den größten Pokal. In den vergangenen zehn Jahren schrieb der Brite dabei mit so manchem Erfolg Geschichte. Wir erinnern an seine schönsten, dramatischsten und wegweisendsten ersten Plätze.

"Ich kam eines Tages nach Hause und mein Vater sagte mir, dass Ron sich gemeldet hätte und ich einen Vertrag bekommen würde. Ich sagte 'cool', ging rauf in mein Zimmer und machte mein Zeug. Ich habe damals überhaupt nicht realisiert, was das alles bedeutet", lacht Hamilton. "Selbst als ich bei McLaren meinen Vertrag wirklich unterzeichnet habe - ich war 13 Jahre alt - habe ich immer nur gedacht, dass ich Bock auf Kartfahren habe. Erst als ich 16 Jahre alt war, wurde mir so richtig klar, dass es ernst wird."

Nach dem Abschluss der Kartkarriere ging es zwischen 2001 und 2006 im Eiltempo durch den Formelsport, inklusive der Titelgewinne in der Formel Renault, der Formel-3-Euroserie und der GP2. 2007 wurde Hamilton im Debütjahr in der Königsklasse Vizeweltmeister, nur ein Jahr später konnte er sich zum damals jüngsten Weltmeister in der Formel 1 krönen. Neben dem "guten, gebrauchten Mini", seinem ersten eigenen Straßenauto, stehen nun zahlreiche Luxusfahrzeuge und Sportwagen in der privaten Garage.

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