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Daniil Kwjat: Warum die Formel-1-Karriere vorläufig gerettet ist

Für den Russen läuft es 2017 wieder besser, weil er geduldiger geworden ist und ihn die neuen Regeln an alte Formel-3-Zeiten erinnern - Gesunde Rivalität mit Sainz

Daniil Kwjat
Daniil Kwjat hat weniger Grund zum Grübeln als noch vor einem Jahr
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Im Zuge seiner Degradierung von Red Bull zu Toro Rosso schien die Formel-1-Karriere des Daniil Kwjat so gut wie beendet. Wie man sich täuschen kann: Das Jahr 2017 begann für den jungen Russen vielversprechend. Im Qualifyingduell führt er mit 2:1 gegen den hoch gelobten Stallgefährten Carlos Sainz, seine Fehlerquote senkte er deutlich. "Ich fühle mich bereiter als jemals zuvor", sagt Kwjat voller Selbstvertrauen. Er will die zweite Chance, die er bei Toro Rosso überraschend erhielt, nutzen.

Der 22-Jährige ist überzeugt, mental in besserer Verfassung zu sein als in der Vergangenheit. Offenbar lässt er sich weniger ablenken: "Ich mache jetzt einfach meinen Job und komme immer in Q3 - oder zumindest bin ich nahe dran", sagt Kwjat über das Erfolgsrezept. "Mein Tempo ist konstant da und ich habe nicht die unerklärlichen Einbrüche früherer Jahre." Denn als Pilot bei Red Bull setzte der frühere GP3-Meister zwar Glanzlichter und holte zwei Podien. Er leistete sich aber viele grobe Schnitzer.

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Erlebt die Formel 1 nun den besten Kwjat aller Zeiten? "Ich glaube ja", nickt er zustimmend, "ich muss alles zusammenbekommen, um gute Resultate einzufahren. Ich brauche Geduld." Dass er in diesem Punkt zu Beginn seiner Laufbahn in der Königsklasse Defizite aufwies, leugnet Kwjat nicht. Die Regeln hätten jedoch ihren Teil beigetragen. "Von 2014 bis 2016 war es frustrierend. Man war im Auto nur Passagier", schimpft er über Rennen, in denen das Schonen der Reifen im Vordergrund stand.

Dass 2017 wieder über weite Strecken Vollgas möglich ist, erinnere ihn an ruhmreiche Zeiten in der Formel 3, bekennt Kwjat. Seinen Teil zum Formaufschwung beigetragen haben könnte Stallgefährte Sainz: "Wir fahren ein ähnliches Set-up und sind fast gleich schnell", erklärt der Spanier, "nur beim Einlenken in die Kurve und beim Bremsen unterscheiden wir uns." Es herrsche gegenseitiger Respekt, jedoch auch eine Portion Rivalität. "Wir hatten unsere Höhen und Tiefen", kommentiert Kwjat, "das ist interessanter als sich die ganze Zeit nur anzugrinsen."

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