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Christian Horner: Alonso in seiner Karriere "schlecht beraten"

Der Red-Bull-Teamchef wundert sich über Entscheidungen des Spaniers, inklusive seines Starts beim Indy 500 - Alain Prost warnt Alonso vor dem Verletzungsrisiko

Fernando Alonso, Flavio Briatore
Fernando Alonso hört seit Jahren auf den Rat des Teamchefs Flavio Briatore
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die Bekanntgabe des IndyCar-Ausflugs Fernando Alonsos hat für viel Begeisterung im Formel-1-Paddock gesorgt, jedoch auch kritische Stimmen auf den Plan gerufen. Nicht jeder kann nachvollziehen, was der Spanier mit seinem Gastspiel in den USA bezweckt. Red-Bull-Teamchef Christian Horner bezeichnet die Entscheidung als "merkwürdig" und wundert sich im Gespräch mit dem TV-Sender 'Movistar': "Ich verstehe es nicht wirklich." Er hinterfragt die Kompetenz Flavio Briatores.

Der Ex-Teamchef, der seit Jahren als Berater und Intimus Alonsos gilt, hätte mit seinem Schützling in der Vergangenheit fragwürdige Schritte unternommen, findet Horner, ohne den Namen des Italieners in den Mund zu nehmen. "Er wurde schlecht beraten. Oder er hat Fehler gemacht, als er seine Entscheidungen getroffen hat", meint er über Alonso. Es ist wohl eine Anspielung auf seinen Abschied von Ferrari und seinen Wechsel zu McLaren. Oder auf etwas, was bisher nicht bekannt ist.

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Horner wähnt Alonso in seiner Sackgasse: "Fernando ist frustriert und wütend. Er sollte in einem konkurrenzfähigen Auto sitzen", sagt er über den Doppelweltmeister, der seit Jahren auf einen Podestplatz wartet und sich in der Öffentlichkeit zunehmend zynischer über die sportliche Situation äußert. Dabei hätte Alonso nichts von seiner Klasse eingebüßt, so Horner: "Er ist einer der besten Rennfahrer der Welt. Er sollte vorne mit Vettel, Hamilton, Ricciardo und Verstappen kämpfen."

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12.04.2017
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Indianapolis statt Monaco: Fernando Alonso ist der erste Formel-1-Pilot seit Jim Clark im Jahr 1965, der sich für den Start bei den 500 Meilen entscheidet und den Klassiker im Fürstentum auslässt.
Indianapolis statt Monaco: Fernando Alonso ist der erste Formel-1-Pilot seit Jim Clark im Jahr 1965, der sich für den Start bei den 500 Meilen entscheidet und den Klassiker im Fürstentum auslässt.

Auch Damon Hill, dessen Vater als einziger Pilot der Geschichte die sogenannte "Triple Crown" des Motorsports gewann, wundert sich über Alonsos Entscheidung. Graham Hill hatte den Hattrick in der Formel-1-WM respektive beim Monaco-Grand-Prix, beim Indy 500 sowie bei den 24 Stunden von Le Mans nie geplant. "Er hatte es nie als sein Ziel ausgegeben", sagt sein Sohn bei 'Sky Sports F1' und zieht die Augenbrauen hoch: "Ich war überrascht, als Fernando damit um die Ecke kam."

Alain Prost warnt Alonso vor dem Verletzungsrisiko beim Klassiker im "Nudeltopf". Der Franzose, der selbst lieber die Chance auf ein gutes Formel-1-Ergebnis in Monaco wahrgenommen hätte als das Wagnis in Übersee, erklärt: "Es ist eigenartig. Hoffentlich geht er nicht zu viele Risiken ein. Er hat auf Ovalen wenig Erfahrung und nicht viel Zeit, um sie zu sammeln", so der Franzose, der als Aktiver selten Ausflüge in andere Serien unternahm. Er bekennt: "Ich würde mir Sorgen machen."

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