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Warum Daniel Ricciardo Rennfahrer geworden ist

Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo schildert, was ihn am meisten antreibt - Der Wettkampf und die Freiheit beim Fahren stehen für den Australier an erster Stelle

Daniel Ricciardo
Daniel Ricciardo schöpft Motivation aus dem Wettkampf auf der Strecke
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo konnte in seiner bisherigen Formel-1-Karriere vier Grand-Prix-Siege einfahren. Die steile Karriere zum dauergrinsenden "Honeybadger" (Honigdachs) hat einige Stolpersteine überstanden. Er konnte sich schon gegen Ex-Teamkollegen Sebastian Vettel behaupten und musste sich zuletzt gegen Überflieger Max Verstappen durchsetzen. Warum solche Duelle für Ricciardo ein "Privileg" sind und was ihn antreibt, erklärte er abseits der Testfahrten in Barcelona.

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Mit dem Aufstieg in das Topteam Red Bull - Ricciardo wagte 2011 den Schritt in die Formel 1 mit Hinterbänkler HRT und verbrachte zwei Lehrjahre bei Toro Rosso - kamen auch andere Freuden des täglichen Lebens für den heute 27-Jährigen aus Perth hinzu. Geld, Reisen und Bekanntheit. Ricciardos Jahresgehalt bei Red Bull wird auf rund elf Millionen Euro geschätzt. "Genau deshalb mache ich das alles", scherzt er im Interview bei 'Sky Sports F1' in die Kamera.

Er sei eher der materielle Typ, lacht Ricciardo, bevor er relativiert: "Nein. Das kommt alles mit dem Beruf. Das ist ein Bonus, aber das kommt erst jetzt im Alter. Natürlich liebe ich es, dafür bezahlt zu werden", gesteht der Aussie. Antrieb und Motivation für das harte Training und die vielen Entbehrungen schöpft er jedoch aus anderen Dingen. Einerseits ist es die Freiheit beim Fahren: "Ich liebe das Adrenalin und die Freiheit, die ich beim Fahren im Auto verspüre. Man ist unerreichbar und niemand kann an dich herankommen bei diesen Geschwindigkeiten. Das ist cool."

Der Hauptgrund für Ricciardos Entscheidung, Rennfahrer zu werden, und seine bislang erfolgreiche Karriere ist aber sein Wettkampfgeist. "Ich liebe es außerdem, gegen die Besten der Welt anzutreten. Das ist ein Privileg", schildert er wieder mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Bereits in seinem Debütjahr mit Red Bull 2014 musste sich der damals 24-Jährige mit dem viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel messen. Er gewann das Duell, auch weil Vettel mit den damals neu eingeführten Hybridmotoren seine Probleme hatte.

Nach seinem Debütsieg in Kanada 2014 folgten zwei weitere Erfolge in Ungarn und Belgien, Ricciardo wurde hinter den Mercedes-Piloten Dritter in der Fahrerwertung. Nach einem enttäuschenden Jahr 2015 (Achter in der Gesamtwertung), sollte in Malaysia 2016 sein bisher vierter Sieg folgen. Das interne Teamduell gegen Verstappen entschied Ricciardo ebenfalls für sich, er wurde wieder Dritter in der WM-Wertung.

"Du misst dich gegen die besten Kerle der Welt und kannst dir dabei selbst etwas beweisen. Der Wettkampf ist das Beste für mich. Ich liebe es, mich selbst herauszufordern", erklärt Ricciardo voller Stolz. Auch in der Saison 2017 könnte er sich wieder mit den Mercedes- und Ferrari-Piloten, also den "besten Kerlen" der Welt, messen und wieder zum Favoritenkreis der Titelanwärter zählen.

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