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Nun also doch: Ecclestone geht für Liberty Klinken putzen

Der Ex-Formel-1-Boss und "Ehrenvorsitzende" soll in Brasilien dafür sorgen, dass der Staat den Grand Prix rettet, sagt aber: "Ich weiß nicht, was ich tun soll und darf"

Bernie Ecclestone, Chase Carey
Bernie Ecclestone arbeitet für Chase Carey - zumindest ein bisschen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Kurz nach dem Rauswurf als Formel-1-Geschäftsführer hatte sich Bernie Ecclestone über die ihm von Liberty Media oktroyierte Rolle als Ehrenvorsitzender des Formula One Managements (FOM) abfällig geäußert. Zwei Monate später scheint der 86-Jährige den neuen Posten angenommen zu haben, auch wenn er weiter mit dickem Stirnrunzeln über den Job spricht. Ecclestone kommt aber einer Bitte seines Nachfolgers Chase Carey nach, wie er im Interview mit 'Sky Sports F1' verrät.

Dabei geht es um das finanziell angeschlagene Rennen in Sao Paulo: "Chase hat mich gebeten, am Wochenende in Brasilien mit dem Staatspräsidenten zu sprechen, damit er Geld in den Grand Prix pumpt - sonst verlieren wir ihn noch", so Ecclestone, dem ein Faible für das Land und gute Kontakte nachgesagt werden. Er besitzt dort einen Bauernhof und ist mit der Brasilianerin Fabiana Flosi verheiratet, die früher die Marketingaktivitäten des Autodromos Carlos Pace verantwortete.

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Den Gefallen für Carey einzuordnen, ist schwierig: Einerseits zeigte sich der abgesetzte Zampano zuletzt milde, wenn es um Liberty ging und nahm einen kräftigen Zug an der Friedenspfeife. Andererseits präsentiert er sich weiter renitent, was den Posten als Frühstücksdirektor betrifft. "Ich weiß nicht, was es ist, was ich tun soll und was ich nicht tun darf", kratzt er sich am Kopf und muss eingestehen, dass eine Ankündigung, auch unter der Ägide der US-Amerikaner bis mindestens 2019 als Formel-1-Boss bleiben zu wollen, zu optimistisch war: "Da gab es wohl ein Umdenken. Im vergangenen Oktober haben sie sich offenbar entschieden, dass sie Chase als Geschäftsführer wollen."

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