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Jean Todt: Formel 1 wird nicht elektrisch oder autonom fahren

FIA-Präsident Jean Todt erteilt den alten V8-Motoren eine Absage, sieht aber auch bei modernen Technologien Grenzen für die Formel 1: "Bleiben konventionell"

Jean Todt
Jean Todt will moderne Antriebe in der Formel 1, aber keine rein elektrischen
© FIA

(Motorsport-Total.com) - Mit einem weiteren Meeting in Paris wollen die Verantwortlichen der FIA und unter anderem derzeit in der Formel 1 engagierten Hersteller in dieser Woche die Weichen für das Antriebsreglement der Königsklasse ab 2021 stellen. Die große Frage lautet: Was kommt nach den aktuellen 1,6-Liter-V6-Turbo-Hybridantrieben, die derzeit die Boliden der Formel 1 anschieben? Der Automobil-Weltverband will mit der Zeit gehen, gleichzeitig aber an den Grundfesten der Königsklasse festhalten.

"Die Formel 1 wird weiterhin mit konventionellen Motoren fahren. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir dahin zurückkehren, wo wir vor zehn Jahren waren. Das wird ganz sicher nicht passieren", sagt FIA-Präsident Jean Todt und erteilt damit all jenen, die sich eine Rückkehr zu den alten V10- oder V8-Saugmotoren wünschen, erneut eine klare Absage. Bezüglich der Antriebe will man in der Formel 1 einen Schritt nach vorn machen, nicht nach hinten. Aber wie sieht ein solcher Schritt aus?

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Alles deutet auf ein weiteres Downsizing bei gleichzeitiger Erhöhung der Hybridleistung hin. Rein elektrisch wird die Königsklasse jedenfalls nicht fahren. "Ich bin nicht der Ansicht, dass die Zukunft der Mobilität im rein elektrischen Fahren liegt. Die limitierenden Faktoren sind eben die Reichweite und die Ladezeit", sagt Todt. "Egal, was die Marketingabteilungen auch erzählen: Das momentan beste Auto dieser Art hat eine Reichweite von 200 Kilometern und eine realistische Ladezeit zwischen sechs und acht Stunden."

Todt sieht Brennstzoffzelle als Technologie der Zukunft

"Elektrofahrzeuge sehe ich eigentlich nur in den Städten. Deswegen promoten wir genau dort unsere Serie für Elektro-Formelautos, mitten in den Cities", meint der Franzose. Das Thema Elektromobilität und Motorsport ist mit der Formel E aus Sicht des FIA-Präsidenten bestens platziert. "Die Brennstoffzelle ist wahrscheinlich die entscheidende Technologie. Die Fahrzeuge schaffen 600 bis 1.000 Kilometer und sind in drei Minuten wieder voll aufgetankt."

"Wir sollten darüber nachdenken, die Brennstoffzelle in eine Motorsportserie zu integrieren", sagt Todt. Die Bühne für diese Technologie wird allerdings kaum die Formel 1 sein - jedenfalls nicht so bald. Gemeinsam mit dem Le-Mans-Veranstalter ACO hatte man ursprünglich ins Auge gefasst, die Brennstoffzelle in der LMP1-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) zu etablieren. Aus Kostengründen wird die Einführung eines solchen Regelwerkes aber wohl erst später kommen.

Auch beim Thema autonomes Fahrern wird Le Mans der Vorreiter sein. Beim 24-Stunden-Rennen in Frankreich soll es in absehbarer Zukunft unter anderem autonom fahrende Safety-Cars geben. "Solche Autos könnte ich mir interessant vorstellen. Ich könnte mir vorstellen, dass man zwei Stunden vor dem Start eines Formel-1-Rennens solche Fahrzeuge mit neuen Technologien ein paar Demorunden fahren lässt. Das dürfte die Menschen faszinieren."

Audi hatte eine solche Demonstration mit einem entsprechend präparierten RS7 schon einmal im Rahmen eines DTM-Rennwochenendes in Hockenheim absolviert. Mit dem Roborace gibt es auch erste Versuche im Motorsport. "Wenn man tausende Menschen an die Strecken locken will, dann braucht es eine Meisterschaft mit Menschen", will Todt nichts von autonomen Fahrten in der Formel 1 wissen. "Wir wollen den Fans maximale Nähe zu den Fahrern ermöglichen und gleichzeitig die Fahrhilfen so weit wie möglich im Zaum halten."

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