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Formel-1-Macher: Die Wurzeln in Europa schützen

Liberty-Präsident Greg Maffei will die Grands Prix in Deutschland, Großbritannien und Frankreich schützen: Eventprogramm bei erfolgreichen Rennen abschauen

Anthony Davidson, Kazuki Nakajima, Sebastien Buemi, Stephane Sarrazin, Mike Conway, Kamui Kobayashi
Die Formel 1 kehrt in der kommenden Saison nach Le Castellet zurück
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die neuen Formel-1-Mehrheitseigener von Liberty Media wollen den Rennkalender in den kommenden Jahren sukzessive erweitern. Man träumt unter anderem von einem Nachtrennen in Las Vegas und von regelmäßigen Auftritten auf europäischen Traditionsschauplätzen. "Es wird immer mal Strecken geben, die kommen und gehen", so Liberty-Boss Greg Maffei, "am schlimmsten ist es aber, wenn traditionelle westeuropäische Nationen wie Deutschland rausfliegen."

Der US-Amerikaner sieht die Szene allerdings schon jetzt auf einem guten Weg. "Wir gehen zum Beispiel zurück nach Le Castellet, also auf eine Strecke, auf der die Formel 1 früher schon war", sagt Maffei. "Die Wurzeln der Formel 1 liegen in Frankreich und England. Wir glauben fest daran, dass es extrem wichtig ist, Strecken wie Silverstone, Paul Ricard oder auch Hockenheim im Kalender zu haben. Diese Rennen helfen letztlich allen."

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Der Hockenheimring, der in diesem Jahr keinen Grand Prix veranstalten wird, soll turnusgemäß 2018 wieder Schauplatz eines Rennens sein. "Wir müssen diese Rennen aufregender für die Fans machen", erklärt der Liberty-Präsident, der noch vor wenigen Wochen von den hohen Einnahmen an Schauplätzen wie Bahrain oder Aserbaidschan geschwärmt hatte. "Man sollte sich die guten Ansätze in Mexiko, Singapur oder Abu Dhabi mal anschauen und diese auf die Traditionsschauplätze übertragen."

"Die traditionellen Strecken haben nicht die finanziellen Möglichkeiten, zudem bieten sie aber derzeit auch kein wirklich aufregendes Produkt", meint Maffei. Auf aktuellem Stand könne man nicht jene Zielgruppen erreichen, die man sich vorstellt. "Wir sind etwas für die Gruppe mit hohen Einkommen", stellt der Amerikaner klar. "Wir sind die Spitze der Pyramide und wollen die Möglichkeiten zur Expansion nutzen. Bei 21 Rennen in 21 Ländern gibt es keine Übersättigung." Entsprechend werde man den Rennkalender ausweiten, um "breiter aufgestellt" zu sein.

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