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Scharfe Kritik an Pirelli: Wehe, wenn die Pfütze kommt

Zahlreiche Abflüge und Dreher im Grand Prix von Brasilien 2016: Fahrer kritisieren Pirelli-Formel-1-Produkt scharf - Sebastian Vettel: "Brauchen bessere Reifen!"

Kimi Räikkönen
Prominentes Opfer in Sao Paulo: Kimi Räikkönen fliegt im Ferrari in die Mauer
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Grand Prix von Brasilien 2016 wird teils heftig über die Fahrten der Formel 1 im Regen diskutiert. Das Rennen in Sao Paulo (hier alle Infos!) war größtenteils vom Wetter diktiert worden. Die Nässe im Autodromo Carlos Pace sorgte für zahlreiche Unfälle, einige Dreher, Rennabbrüche und Safety-Car-Phasen. Nach einer herben Schlacht auf schwierigem Geläuf strahlte Rennsieger Lewis Hamilton (Mercedes): "Einer meiner leichtesten Siege!"

Dass der Triumphator von Brasilien den Moment genoss und mit seinen Worten einen weiteren Psychopfeil in Richtung Nico Rosberg abschoss, war nach der souveränen Fahrt am Sonntag verständlich. Viele Kollegen schüttelten unterdessen entnervt mit ihren Köpfen. Bei nicht einmal allzu viel Regen waren die Fahrzeuge nahezu unfahrbar gewesen. Für fast alle Formel-1-Pilot steht fest: Der Regenreifen von Pirelli entspricht nicht den Standards der Königsklasse.

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"Man konnte doch sehen, wie armselig diese Extrem-Regenreifen sind. Sie haben einfach keinen Grip. Eigentlich könnten wir schneller fahren, aber man hat kaum Kontrolle, wenn man geradeaus fährt", schildert Romain Grosjean. Der Haas-Pilot war schon in der Runde zur Startaufstellung von der Strecke geflogen und in die Barrieren eingeschlagen. Im weiteren Verlauf des Rennens folgten Unfälle von Marcus Ericsson (Sauber), Kimi Räikkönen (Ferrari) und Felipe Massa (Williams). Viele weitere Piloten drehten sich.

Sebastian Vettel und Nico Hülkenberg fluchen im Funk

"Dieses Aquaplaning macht keinen Spaß. Diese Reifen packen es einfach nicht", fluchte Nico Hülkenberg im Funk. Der Deutsche, der in seinem vorletzten Renneinsatz für Force India auf Rang sieben kam, ergänzte nach dem Grand Prix: "Von zu Hause sieht es vielleicht entspannt aus, aber im Auto... Und das, obwohl es gar nicht so heftig regnet. Aber mit diesen Reifen und Autos kriegen wir unglaublich schnell Aquaplaning. Und das können wir einfach nicht verantworten."

GP Brasilien, Highlights 2016

Das war das Formel-1-Rennen in Sao Paulo: Hamiltons einsamer Sieg und Verstappens Überhol-Galavorstellung


12.-13.11.2016
Foto 1 von 18
Lewis Hamilton feiert in Brasilien den 52. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere und zieht in der ewigen Siegerliste ausgerechnet in Ayrton Sennas Heimat an Alain Prost vorbei. Mit einer dominanten Vorstellung am ganzen Wochenende verkürzt er den Rückstand auf Nico Rosberg vor dem letzten Rennen auf zwölf Punkte.
Lewis Hamilton feiert in Brasilien den 52. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere und zieht in der ewigen Siegerliste ausgerechnet in Ayrton Sennas Heimat an Alain Prost vorbei. Mit einer dominanten Vorstellung am ganzen Wochenende verkürzt er den Rückstand auf Nico Rosberg vor dem letzten Rennen auf zwölf Punkte.

"Ich bin beinahe in Kimi reingecrasht. Mitten auf der Geraden", tobte Sebastian Vettel in der Anfangsphase. In der zehnten Runde drehte sich der viermalige Champion mit seinem Ferrari. "So schwierig war es eigentlich nicht, so viel Regen gab es nicht", so der Heppenheimer nach einem für ihn (Platz fünf) nur mäßig erfolgreichen Rennen. Vettels klare Ansage: "Es ist ganz einfach: Wir brauchen bessere Reifen." Es ist nicht die erste laute Kritik, die der Ferrari-Star am italienischen Ausrüster übt.

Der nasse Grand Prix von Brasilien brachte die kuriose Erkenntnis: In Kurven bietet der Regenpneu ausreichend Grip, auf den Geraden schwimmt er bei kleinsten Pfützen auf - dabei erzeugen die Formel-1-Autos bei schneller Geradeausfahrt erheblich mehr Anpressdruck. "Liegt alles an den Reifen. Mit denen gibt es halt viel Aquaplaning", fasst Nico Rosberg zusammen. Der WM-Leader hatte mehrfach kritische Momente in einem Rennen, das er auf Rang zwei beenden konnte.

Wasserverdrängung: 60 Liter pro Sekunde sind nicht genug

Dem sogenannten "Extreme"-Reifen von Pirelli mangelt es offenbar an Wasserverdrängung. Bei langsamer Fahrt in Kurven kann der Pneu die Nässe über das Profil nach außen ableiten, bei hohem Tempo auf den Geraden reicht eine kleinste Pfütze, um das Auto aufschwimmen zu lassen. Nach Angaben von Pirelli verdrängt der blau markierte Regenreifen pro Sekunde rund 60 Liter Wasser, also fast fünfmal so viel wie bei einem normalen Straßenreifen. Doch es scheint nicht genug zu sein.

"Es wird daran gearbeitet, dass es zum kommenden Jahr besser wird. Es wäre schon schön, wenn es nicht mehr ganz so knifflig wäre bei etwas stehendem Wasser", meint Rosberg. "Dass es nicht perfekt ist, zeigt doch allein die Tatsache, dass ein Kimi Räikkönen auf den Regenreifen einfach auf der Geraden abfliegt", erklärt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Wir haben zu Beginn des Jahres mit Pirelli einige Tests mit Regenreifen absolviert. Es gibt da sicherlich noch einige Luft nach oben."

"Im kommenden Jahr wird es ohnehin einfacher, weil wir viel mehr Abtrieb haben werden", sagt Max Verstappen. Der Niederländer hatte mit einer furiosen Fahrt auf Rang drei überzeugt. Ein Fan von den Pirelli-Regenreifen ist er dennoch nicht. Ganz im Gegensatz zu Lewis Hamilton. "Wenn es zu einfach wäre, dann könnte es ja jeder. Der Reifen muss bei hohem Tempo viel Wasser verdrängen. Je schneller wir fahren, desto schwieriger wird das natürlich", nimmt der Rennsieger den Reifenlieferanten in Schutz.

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