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Keiner, das war ein normaler Rennunfall

Jubel bei Force India: WM-Platz vier fast sicher

Force India gelingt im Regenrennen in Sao Paulo der entscheidende Schlag gegen Williams: 30 Punkte Vorsprung vor Abu Dhabi trotz erneuten Pechs bei Hülkenberg

Nico Hülkenberg, Sergio Perez
Force India liegt auf Kurs zum besten Endergebnis der Teamgeschichte
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - War das die Vorentscheidung im Acht-Millionen-Euro-Kampf um den vierten Platz in der Konstrukteurs-WM? Force India hat beim Großen Preis von Brasilien 2016 saftig gepunktet und Williams 18 Punkte abgenommen. Ein vierter Platz von Sergio Perez und Rang sieben von Nico Hülkenberg geben dem indo-englischen Rennstall nun einen Vorsprung von 30 Punkten auf das Williams-Team. Lange Zeit war sogar ein Podium drin. Perez wurde in der vorletzten Runde aber von Max Verstappen abgefangen.

"Beide Fahrer waren heute super!", jubelt Bob Fernley im Interview mit 'Motorsport-Total.com'. "Wir müssen schon einen großen Fehler machen oder Williams in Abu Dhabi ein phänomenales Resultat haben." Der vierte Platz von Sergio Perez brachte dem Team auf einen Schlag zwölf Punkte ein. Dabei hätten es auch 15 sein können, denn bis zur vorletzten Runde lag der Mexikaner auf der dritten Position. "Natürlich kann man nicht zufrieden sein, wenn man so dicht am Podium vorbeischrammt, aber ich habe mein Bestes gegeben und alles versucht. Deshalb bin ich es letztlich doch", so sein Kommentar. Zum Ergebnis

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Hinter ihm liegt ein kräftezehrendes und langes Rennen, in dem die Hauptaufgabe darin bestand, das Auto überhaupt erst einmal auf Kurs zu halten. Die Freude ist daher groß: "Dass es uns nach so einem schwierigen Rennen gelingt, Konstrukteurs-Rang vier nahezu abzusichern, ist das Wichtigste von allem. Das ist definitiv ein großer Schub für uns." Perez fuhr die Siegertaktik der Mercedes-Piloten und war nur mit dem Starkregenreifen unterwegs. Obwohl es meist der langsamere Pneu war, war dies wegen der Safety-Car-Phasen, Rennunterbrechungen und zwischenzeitlichem Starkregen die richtige Strategie.

So hielt er sich lange Zeit auf Rang drei, doch dann kam Max Verstappen auf deutlich frischeren Reifen von hinten angeflogen. "Er war wirklich schnell und hat ein tolles Rennen gefahren", erkennt Perez an. "Und dann hatte er auch noch die frischeren Reifen." Das verlorene Podium mag zwar eine kleine Enttäuschung sein, doch das Hauptziel hat Force India erreicht. Darauf kann Perez stolz sein.

GP Brasilien, Highlights 2016

Das war das Formel-1-Rennen in Sao Paulo: Hamiltons einsamer Sieg und Verstappens Überhol-Galavorstellung


12.-13.11.2016
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Lewis Hamilton feiert in Brasilien den 52. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere und zieht in der ewigen Siegerliste ausgerechnet in Ayrton Sennas Heimat an Alain Prost vorbei. Mit einer dominanten Vorstellung am ganzen Wochenende verkürzt er den Rückstand auf Nico Rosberg vor dem letzten Rennen auf zwölf Punkte.
Lewis Hamilton feiert in Brasilien den 52. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere und zieht in der ewigen Siegerliste ausgerechnet in Ayrton Sennas Heimat an Alain Prost vorbei. Mit einer dominanten Vorstellung am ganzen Wochenende verkürzt er den Rückstand auf Nico Rosberg vor dem letzten Rennen auf zwölf Punkte.

Auf der anderen Seite der Garage darf Nico Hülkenberg seinerseits wieder einmal einer verpassten Podiums-Chance hinterhertrauern. "Ich weiß nicht, wie viel Pech ein Fahrer eigentlich haben kann", seufzt Fernley. "Mir tut es gewaltig Leid für Nico." Was war passiert? Hülkenberg hielt sich zu Beginn des Rennens solide als bester Fahrer jenseits der drei großen Rennställe Mercedes, Red Bull und Ferrari in Schlagdistanz zu diesen. "Ich hatte viel Vertrauen ins Auto, fühlte mich wohl und hatte die Pace, zu überholen", erinnert er sich.

Doch dann kam der Unfall von Kimi Räikkönen: Durch ein Trümmerteil beschädigte er sich einen Reifen und fiel ans Ende des Feldes zurück. Doch er gab nicht auf und nutzte sein Vertrauen ins Auto, um sich wieder nach vorn zu kämpfen - trotz der Beschädigungen, die der Trümmerregen an seinem Fahrzeug angerichtet hat. Am Ende sprang noch Position sieben heraus. "Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll", sagt Hülkenberg, der das Force-India-Team am Ende der Saison in Richtung Renault verlässt. "Heute war wieder so ein Tag, an dem definitiv einiges möglich gewesen wäre." Von diesen hat er 2016 in der Formel 1 nun reichlich angesammelt...

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