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  • 22.05.2015 11:10

  • von Ryk Fechner

Massa: Alonso sollte zugeben, dass Wechsel ein Fehler war

Ex-Ferrari-Fahrer Felipe Massa glaubt, dass sein ehemaliger Teamkollege Fernando Alonso nach Ausreden sucht, um sein Engagement bei McLaren zu rechtfertigen

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Saison 2014: Fernando Alonso fährt im Ferrari den eigenen Ansprüchen hinterher, ihm gelingt kein Sieg, der Traum vom WM-Titel in Rot ist in weite Ferne gerückt. Konsequenz: Der Weltmeister von 2005 und 2006 wechselt zu McLaren-Honda und erlebt 2015 ein sportliches Flautejahr durch den neuen, anfälligen Honda-Antriebsstrang. Hingegen gelang Ferrari-Neuzugang Sebastian Vettel der erste Sieg im dritten Rennen für das Team aus Maranello.

Titel-Bild zur News: Felipe Massa, Fernando Alonso, Lewis Hamilton

Gegen Fernando Alonso musste sich Felipe Massa bei Ferrari hinten anstellen Zoom

Dass Alonsos Weggang aus Maranello ein "Fehler" war, davon ist Williams-Pilot Felipe Massa überzeugt, der an der Seite von des Spaniers zwischen 2009 und 2013 bei Ferrari fuhr. "Ich denke, dass Alonso ein paar gute Gründe erfinden müsste, um einen Wechsel zu rechtfertigen, der mit Sicherheit eher negativ als positiv war", so Massa gegenüber der brasilianischen Zeitung 'Globo'. In jüngster Zeit beteuerte Fernando Alonso mehrfach, dass es sich bei McLaren-Honda um ein Langzeitprojekt handle, bei dem mögliche Rennsiege später umso süßer schmecken sollen

"Ferrari hat sich wirklich verbessert. Ich denke, dass es manchmal schwierig ist zuzugeben, dass man einen Fehler gemacht hat." Im vergangenen Jahr prägten Streitigkeiten die Atmosphäre bei Ferrari und begünstigten unter anderem den Teamwechsel Alonsos. Erst als Ex-Philip-Morris-Manager Maurizio Arrivabene sein Amt als Ferrari-Teamchef antrat, kehrte Ruhe bei der Scuderia ein. Massa schwärmt: "Ferrari hat alles geändert, den Teamchef, den Präsidenten - es ist ein anderes Team."

Der neue Anstrich bei Ferrari gefällt Massa so gut, dass der Brasilianer sich vorstellen könnte, eventuell zu den Roten zurückzukehren. "Vielleicht, ja", antwortet er auf Nachfrage, doch in der Vergangenheit gab der 34-Jährige bekannt, seine Karriere bei Williams beenden zu wollen. An Ferrari dürfte er ohnehin zwiespältige Erinnerungen haben, zu denen er 2006 stieß und dort als loyale Besetzung des zweiten Cockpits neben Michael Schumacher galt.


Eröffnung des Ferrari-Museums

2008 schrammte Massa sogar knapp am WM-Titel vorbei, verlor knapp gegen Lewis Hamilton. Nach einem Horrorcrash 2009 in Ungarn musste Massa für den Rest der Saison aussetzen und schien seitdem seiner alten Form hinterherzufahren. Beim Rennen in Hockenheim 2010 musst Massa in Führung liegend auf Befehl der Ferrari-Box den zweitplatzierten Alonso zu Gunsten der WM-Entscheidung vorbeilassen und galt fortan als feste Nummer zwei. Bei Williams erlebt der kleine Brasilianer derzeit seinen zweiten sportlichen Frühling.