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Pirelli: Gleicher Vertrag für alle Teams

Die ersten Teams haben den neuen Pirelli-Vertrag bereits unterschrieben, dennoch ist ein Verbleib der Italiener in der Formel 1 nicht in Stein gemeißelt

Pirelli-Reifen
Pirelli wird wohl auch nächstes Jahr die Reifen für die Formel-1-Teams liefern
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Neun Monate vor Beginn der Wintertestfahrten 2014 steht immer noch nicht fest, welcher Reifenhersteller die Formel 1 nächstes Jahr ausrüsten wird. Pirelli gerät zunehmend unter Druck, ein verbindliches Signal von den Verantwortlichen zu erhalten, weil der Vorstand des italienischen Konzerns möglichst bald über eine Fortsetzung des Engagements entscheiden muss. Für Alternativlösungen wie etwa ein Comeback von Michelin ist es zudem fast schon zu spät.

Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' hat Pirelli inzwischen unterschriebene Reifenverträge von Ferrari, Red Bull und Toro Rosso vorliegen, möglicherweise auch von Mercedes. Sportchef Paul Hembery weigert sich jedoch, das dezidiert zu bestätigen: "Nein", antwortet er auf die Frage, ob unsere Informationen über drei Teams korrekt sind - und ergänzt mit einem Augenzwinkern: "Es könnten auch fünf sein..."

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Tatsache ist, dass heute in Barcelona ein FOTA-Meeting zu diesem Thema stattgefunden hat, denn weder Ferrari noch die beiden Red-Bull-Teams gehören der Teamvereinigung an. Tatsache ist auch, dass es für niemanden Sonderkonditionen geben wird, sollte Pirelli den Zuschlag erhalten: "Jedes Team bekommt genau den gleichen Vertrag. Das ist sehr wichtig. Niemand wird bevorzugt", stellt Hembery klar.

Man habe "Fortschritte" gemacht, fährt der Brite fort, aber mit den Unterschriften von drei (oder mehr) Teams ist es noch keineswegs getan. Zuerst müssen die anderen Teams einwilligen, anschließend auch noch Bernie Ecclestone und die FIA. Letztere hat bisher zumindest keine Ausschreibung eines neuen Reifenherstellers veranlasst - ein weiteres Indiz für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Pirelli.

Pirelli hat außerdem schon Bandenwerbungs-Pakete bei Ecclestones Formula One Management (FOM) gebucht, die den großen Einnahmentopf der Formel 1 verwaltet. Sollte also etwa Michelin neu in die Formel 1 einsteigen, wären am Streckenrand trotzdem Pirelli-Logos zu sehen - zumindest theoretisch, denn der entsprechende Sponsoringvertrag wurde natürlich mit entsprechenden Ausstiegsklauseln versehen.

"Es gibt drei Interessensgruppen: die FIA, die Promoter und die Teams", erklärt Hembery. "Es ist nicht so, dass im November etwas passiert und im März darauf etwas anderes passiert. Die Sache entwickelt sich eher nach und nach. Wir müssen versuchen, aus dem ganzen System schlau zu werden. Ich versuche jetzt nicht, der Frage auszuweichen. Es gibt einfach keinen klaren Prozess, den man durchlaufen müsste."

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