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Vettels Rezept: "Keine Gedanken an andere verschwenden"

Sebastian Vettel reflektiert seinen Weg zum dritten Weltmeistertitel und erklärt, welche Lektion in der Formel-Saison 2012 die wichtigste war

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel ließ sich von Fernando Alonsos Psychospielen nicht beeindrucken
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Während Sebastian Vettel bei seinem ersten Titelgewinn in der Formel 1 noch der Jäger war und 2011 überlegen zum zweiten WM-Erfolg fuhr, war der Weg zu seinem dritten Titel ein ständiges Auf und Ab. Zeitweilig lag Vettel schon deutlich hinter seinem Rivalen Fernando Alonso zurück, fuhr sich mit der Siegesserie ab Singapur wieder in an die Spitze und hätte schon in Austin den Sack zumachen können. Letztlich wurde die WM-Entscheidung jedoch nach Brasilien vertagt, wo das Rennen des Deutschen nach dem Unfall in der ersten Runde zur Zitterpartie wurde.

Befragt, was letzten Endes in diesem Jahr der Schlüssel zum Erfolg war, sagt Vettel: "Das Wichtigste war, dass wir immer an uns geglaubt haben. Die Leute sind mit ihren Urteilen sehr schnell, wer der Favorit auf den Titel ist, wer aus dem Rennen ist." Dabei sei die Sache och ganz einfach: "Aus mathematischer Sicht ist es sehr einfach, herauszufinden, wer es noch schaffen kann und wer nicht", sagt Vettel.

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"Solange man noch im Rennen ist und eine Chance hat, ist es unsere Aufgabe - man muss dann an sich glauben. Das haben wir getan", so der Heppenheimer. Wichtig sei in dieser wechselhaften Formel-1-Saison auch gewesen, bei jedem Rennen das Maximum herauszuholen: "Die größte Lektion, die wir gelernt haben, ist, dass jeder einzelne Punkt am Ende den Unterschied macht. Am Ende waren es nur drei Punkte, beinahe noch weniger. Und es hätte fast nicht gereicht", blickt Vettel auf den knappen Ausgang der WM.

"Da realisiert man, dass jeder einzelne Schritt wichtig ist, dass gewisse Dinge passieren werden, man bei einigen Rennen in Problemen ist und man die Zielflagge vielleicht nicht sieht", so Vettel. Rückschläge müsse man im Laufe einer Saison jedoch einkalkulieren: "Gleichzeitig erkennt man, dass das über eine Saison mit 20 Rennen normal ist und diese Dinge auch anderen passieren werden. Einmal öfter, einmal weniger oft - das liegt nicht in deiner Hand."

"Man muss sich aber darauf konzentrieren, was in deiner Hand liegt und die Energie in einer solch langen Saison nicht mit Gedanken darüber verschwenden, was die anderen machen, um zu gewinnen", sagt Vettel mit Blick auf die Psychospielchen seines Rivalen Alonso. "Es geht vor allem um dich und das Auto. Was dann rund um einen passiert, hat man nicht in der Hand."

"Am Ende geht es darum, einem selbst zu beweisen, dass man die Fähigkeit hat, einer der Besten ist", antwortet Vettel auf die Frage, wie er sich als dreifacher Weltmeister fühle. "Ich schätze mich nicht als einen der Besten ein, aber als einen der Leute, die es mit den Besten aufnehmen können. Ich liebe die Herausforderung. Das eine ist, zu genießen was man macht. Erfolg zu haben, ist nur ein Beweis dafür."

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