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Nicht nur in der Pause: Simulatoren immer wichtiger

Ex-Formel-1-Fahrer Christian Klien erklärt, welche Möglichkeiten sich für die Teams aus der Simulator-Arbeit ergeben: "Als hätten sie drei Fahrzeuge auf der Strecke"

Red-Bull-Simulator in Milton Keynes
Red Bulls Formel-1-Simulator in der Fabrik im britischen Milton Keynes
© Red Bull

(Motorsport-Total.com) - In Zeiten, in denen die Teams Millionen dafür ausgeben, auch das letzte Tausendstel aus einem Boliden herauszukitzeln, herrscht vorwiegend die Meinung, dass es in der Formel 1 nicht mehr entscheidend auf die Fähigkeiten der Fahrer ankommt, sondern vor allem auf die Stärke des Autos. In der vergangenen Saison lagen im Qualifying meist nur wenige Sekundenbruchteile zwischen einem Platz im hinteren Mittelfeld und dem Anschluss an die Spitze. Doch diesen Unterschied kann auch in der heutigen Zeit ein Fahrer herausholen.

Um diese entscheidenden Extrakörner gegenüber der Konkurrenz zulegen zu können, geben die Piloten nicht nur während der Saison alles. Auch die Arbeit im Winter ist von entscheidender Bedeutung für das neue Jahr. Ein besonderes wichtiges Hilfsmittel ist dabei der Simulator: "Viele Leute denken dabei an große, teure Computerspiele, aber das sind sie wirklich nicht", erklärt Christian Klien in einem Gastbeitrag auf dem Internetportal 'Pitpass'.

Realismus durch 180-Grad-Bildschirm

"Sie sind unglaublich realistisch und im Normalfall bis auf eine Zehntelsekunde pro Runde genau", so der Österreicher, der während seiner Zeit als aktiver Formel-1-Fahrer oft im Simulator trainiert hat und heute regelmäßig im Williams-Simulator sitzt, um dem Team seines Landsmannes Toto Wolff zu helfen. "Mit all den Knöpfen und Schaltern auf dem Lenkrad, wie sie auch im Auto vorkommen, spielen Simulatoren aufgrund des Testverbots eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Teams."

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"Ein großer 180-Grad-Bildschirm umgibt den Fahrer und lässt ihn richtig eintauchen", beschreibt Klien die Faszination der Simulatoren. "Es ist ein großartiger Weg für junge Fahrer, sich an den Speed der Formel 1 zu gewöhnen, aber es hilft den Teams auch während eines Rennwochenendes sehr."

Wichtige Aufgaben für den Simulator-Fahrer

"Es ist fast so, als hätten sie drei Fahrzeuge auf der Strecke."
Christian Klien

"Normalerweise haben die Topteams an einem Grand-Prix-Freitag noch einen Fahrer im Simulator sitzen, der ebenfalls am Testprogramm arbeitet. Es ist fast so, als hätten sie drei Fahrzeuge auf der Strecke und jeder Teil des Programms, den die Stammfahrer auf der Piste nicht bewältigen können, wird an den Fahrer im Simulator weitergegeben."

"Aber das ist typisch Formel 1", meint Klien. "Testfahrten wurden verboten, also haben die Teams millionenteure Simulatoren entwickelt. Red Bull, McLaren, Ferrari und Williams haben fantastische Anlagen. Glücklicherweise durfte ich Williams 2012 im Simulator helfen. Sie rüsten ihn gerade auf, das sollte den Fahrern im nächsten Jahr helfen."

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