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Montezemolo: "Erwarte signifikante Steigerung"

Luca di Montezemolo lobt Fahrer und Team für Saison "auf hohem Level" - Kritik an Michael Schumacher: "Hatte anderes Rennen von ihm erwartet"

Luca di Montezemolo
Ferrari-Boss Luca di Montezemolo zeigt sich mit der Saison durchaus zufrieden
© Ferrari

(Motorsport-Total.com) - Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo ist ja nicht gerade dafür bekannt, mit harschen Worten hinter dem Berg zu halten - besonders bei sportlichen Misserfolgen. Doch trotz des verlorenen Titels schlägt der 65-Jährige versöhnliche Töne an: "Ich wollte Ferrari immer auf einem hohen Level sehen, das ist in diesem Jahr passiert."

Er sei stolz auf das, was das Team in diesem Jahr erreicht habe. Und dies sei besonders den Fahrern Fernando Alonso und Felipe Massa zu verdanken. "Fernando erlebte die beste Saison seiner Karriere, dafür muss ich ihm gratulieren. Er hat niemals aufgegeben und mehr gezeigt, als es jeder für möglich gehalten hätte."

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Auch Felipe Massa, der nach anfänglichen Schwierigkeiten eine Vertragsverlängerung bekam, kann sich über warme Worte seines Chefs freuen: "Es war eine große Freude, die fantastische zweite Saisonhälfte von Felipe zu sehen", so Montezemolo. "Dieser Ausklang des Jahres wird für ihn sehr wichtig für die kommende Saison sein, nicht nur psychologisch."

Team für 2013 in der Pflicht

Dass Ferrari die Meisterschaft bis zum letzten Rennen offen halten konnte, ist laut Montezemolo der hervorragenden Zuverlässigkeit des Teams geschuldet. In 20 Rennen gab es für Ferrari keinen einzigen Defekt. Lediglich drei Ausfälle stehen zu Buche - alle durch Kollisionen verursacht: "Wir waren in diesem Jahr an ein paar Unfällen zu viel beteiligt, aber so ist der Sport. Nun gilt es, den Fokus auf das kommende Jahr zu richten."

Zwar bescheinigt Montezemolo dem Team um Stefano Domenicali hervorragende Arbeit in Sachen Strategie und Boxenstopps, dennoch sieht der Präsident noch viel Steigerungspotential für 2013: "Unser Auto war einfach nicht schnell genug für die Spitze und dies gilt es zu verbessern." Gleichzeitig nimmt Montezemolo damit sein Team für die kommende Saison in die Pflicht. "Um Rennen zu gewinnen, muss man von vorne starten. Und um die Meisterschaft zu gewinnen, musst du auch die Rennen gewinnen. Ich möchte die Meisterschaft gewinnen und erwarte daher vom Team eine signifikante Steigerung."

Flaggenszene endgültig abgeschlossen

Obwohl für Ferrari ab sofort nur noch die kommende Saison zählt, schaut auch der Präsident noch einmal auf das letzte Rennen in Brasilien und die viel diskutierte Flaggengeschichte um Sebastian Vettel zurück: "Einige Leute sprachen von einem Skandal oder haben sich ein wenig zu viel zu der Sache geäußert", kann sich Montezemolo einen Seitenhieb nicht verkneifen, "doch die Geschichte ist simpel: Wir haben einige Szenen dazu gesehen, die im Internet verbreitet wurden. Wir erhielten tausende Anfragen unserer Fans, also haben wir die einfachste und ehrlichste Sache der Welt getan: Wir haben die FIA gefragt, was sie von der Szene halten."

"Wir haben ihnen gleich gesagt, dass wir jede Entscheidung akzeptieren. Ich denke, das ist der beste Weg, fragwürdige Dinge zu klären. Die FIA teilte uns mit, dass Vettel ihrer Ansicht nach vor seinem Überholmanöver die grüne Flagge gezeigt bekam. Damit war die Sache für uns erledigt. Ehrlicher und direkter kann man damit nicht umgehen."

Schumacher machte es Vettel zu leicht

Im Gegensatz dazu war Montezemolo ein anderer Aspekt des Rennens ein Dorn im Auge. Nach dem Unfall mit Bruno Senna in Runde eins kam Sebastian Vettel seiner Ansicht nach zu leicht wieder durchs Feld nach vorne. Besonders von Michael Schumacher zeigt er sich enttäuscht. "Michael erlebte seine größten Momente bei Ferrari, wir hatten immer ein sehr enges Verhältnis zueinander, daher hatte ich ein anderes Rennen von ihm erwartet."

Kritik an seinem Team bezüglich Stallorder möchte Montezemolo hingegen nicht gelten lassen: "Wir werden häufig an den Pranger gestellt, wenn wir notwendige und offenkundige Teamtaktiken durchführen. Ich habe unseren Fahrern immer gesagt, dass sie nicht für sich selbst, sondern für Ferrari fahren. Wir sind ein Team, das kann man bei jedem Boxenstopp sehen, das kann man aber auch auf der Strecke sehen."

Dort musste Massa im letzten Saisondrittel häufiger Platz für seinen Teamkollegen machen. Dafür bekam der Brasilianer Lob vom Ferrari-Boss: "Das ist etwas, was ich sehr an Felipe schätze: Er war immer ein Teamplayer. Und ich weiß, dass Fernando auch einer war. Wir wurden häufig dafür kritisiert, wie wir mit Teamtaktiken umgehen, aber es liegt an den Zuschauern, wie sie das Thema einschätzen. Das Verhalten von Ferrari hat schon immer das Teamwork wie auch den Sport gleichermaßen gewürdigt."

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