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Lotus erwartet 2013 eine Leistungssteigerung

Das Lotus-Team will 2013 dort weitermachen, wo es 2012 aufgehört hat - Teamchef Eric Boullier vertraut auf die Tatsache, dass sich das Reglement kaum ändern wird

Kimi Räikkönen
Kimi Räikkönen war 2012 das Zugpferd bei Lotus und siegte in Abu Dhabi
© Lotus

(Motorsport-Total.com) - Der erste Saisonsieg von Lotus ließ 2012 lange auf sich warten: Nach zahlreichen Podiumsplätzen gelang es dem Rennstall mit den schwarz-goldenen Boliden erst beim drittletzten Rennen zu triumphieren. Formel-1-Rückkehrer Kimi Räikkönen ließ in Abu Dhabi die gesamte Konkurrenz hinter sich und sorgte für den langersehnten Erfolg seiner Mannschaft aus dem britischen Enstone.

Im Rennen hatten sich die Lotus' von Räikkönen und Teamkollege Romain Grosjean, der erst kürzlich seinen Vertrag bis Ende 2013 verlängerte, stets in konkurrenzfähiger Form präsentiert und ihrem Rennstall mit regelmäßigen Punkteresultaten letztendlich Platz vier in der Teamwertung beschert.

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Einen großen Nachteil hatte Lotus jedoch stets im Qualifying: Hier waren sie selten in der Lage, eine aussichtsreiche Ausgangslage für den Rennsonntag zu schaffen, sodass ihnen ein Angriff auf die Spitzenpositionen lange verwehrt blieb.

Grund dafür war vor allem der fehlende Speed: Der Renault-Motor im Heck des E20-Boliden verfügte im Vergleich zur Konkurrenz über zu wenig Leistung, auch weil das so genannte Coanda-Auspuffsystem zu viel PS auffraß. Die Einführung des Doppel-DR-Systems hätte Abhilfe schaffen können, sie erfolgte jedoch nicht, da das System nicht bis zur Rennreife getestet werden konnte.

Boullier will da weitermachen, wo man aufgehört hat

Eric Boullier (Lotus-Teamchef)
Boullier will im neuen Jahr an den Erfolg von 2012 anknüpfen
© xpbimages.com

Beim Abu-Dhabi-Sieg profitierte man vor allem vom Ausfall Lewis Hamiltons, der in Führung liegend mit einem technischen Defekt an seinem McLaren ausfiel. Räikkönen war der Nutznießer und überquerte am Ende knapp vor Fernando Alonso die Ziellinie, der in der Endphase mit großen Schritten auf den Finnen aufgeholt hatte. Am Saisonende belegte Räikkönen, der bei 19 von 20 Rennen in die Punkte fuhr, davon sieben Mal aufs Podium, in der Fahrerwertung den dritten Platz.

"Ich wäre sehr glücklich, wenn unser Auto im Vergleich zur Konkurrenz im neuen Jahr ähnlich gut wäre wie am Ende diesen Jahres", sagt Lotus-Teamchef Eric Boullier gegenüber 'Autosport'. Auch von seinen beiden Piloten erhoffe sich der Franzose mehr als noch vor zwölf Monaten. Diese Aussage dürfte vor allem für Grosjean gelten, der 2012 zwar drei Mal aufs Podium fuhr, allerdings auch durch unüberlegte Aktionen Punkte liegen ließ und für den verursachten Startunfall in Spa sogar für ein Rennen gesperrt wurde.

Lotus weiß, woran es lag

Das angesprochene Doppel-DRS hielt Lotus vor allem in den Sommermonaten entwicklungstechnisch etwas auf. Man konzentrierte sich zwar auf die Entwicklung des Systems, das einen Strömungsabriss am Auto erzeugt und es damit vor allem im Qualifying schneller machen soll, konnte es jedoch nicht ausreichend testen und verzichtete letztlich auf die Einführung.

"Wir verloren im Sommer ein wenig an Boden, wissen aber in welchen Bereichen und warum wir verloren haben", so Boullier. "Wir haben aus unseren Fehlern gelernt und werden im nächsten Jahr nicht den gleichen strategischen Weg bei der Fahrzeugentwicklung einschlagen." Anderseits habe man sich zum Saisonende ja auch verbessert: "Wir haben wieder etwas Leistung gefunden, wodurch wir bis zum Ende angreifen konnten."

Das Hauptaugenmerk liegt auf 2014

Das Reglement wird sich für die Saison 2013 kaum ändern, sodass die Formel-1-Teams im neuen Jahr quasi an ihren alten Boliden weiterarbeiten können - es sind lediglich Evolutionen der 2012er-Boliden zu erwarten. Größere Änderungen treten erst 2014 in Kraft, wenn sich vor allem im Motorenbereich einiges ändern wird, da dann nur noch Sechzylinder- statt Achtzylinder-Aggregate erlaubt sind.

"Das Reglement bleibt ziemlich stabil, weshalb die Autos lediglich weiterentwickelt werden."
Eric Boullier (Teamchef)

"Das Reglement bleibt ziemlich stabil, weshalb die Autos lediglich weiterentwickelt werden", blickt Boullier auf 2013 voraus. "Dadurch sollte unser Rückstand nicht größer werden." Bei der Entwicklung wolle man sich künftig vornehmlich auf 2014 fokussieren, um "dem großen Projekt 2014 nicht zu schaden. Die Jungs in Enstone haben allerdings schon einen Teil der Arbeit für 2014 erledigt und ich hoffe, dass wir 2013 mehr Flexibilität haben werden, da wir 2012 schon sehr intensiv Dinge für das nächste Jahr entwickelt haben", so Boullier.

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