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McLaren und der Zehn-Millionen-Dollar-Unfall

Die Kollision zwischen Hamilton und Hülkenberg kostete den Rennstall aus Woking eine Menge Geld - und schuld daran war ausgerechnet der eigene Kunde

Lewis Hamilton, Nico Hülkenberg
Übeltäter Hülkenberg: Für McLaren war es ein teures Vergnügen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Auf den ersten Blick war es ein normaler Rennunfall, als Nico Hülkenberg am Sonntag beim Brasilien-Grand-Prix bei dem Versuch eines Überholmanövers in den in Führung liegenden Lewis Hamilton krachte. Auf den zweiten Blick aber ist es eine mehr als ärgerliche Geschichte für McLaren, die durchaus unter der Rubrik "Friendly Fire" zu verbuchen war. Schließlich hat Hülkenbergs Force-India-Team einen Technologievertrag mit den "Chrompfeilen" abgeschlossen.

Der Kontrakt dürfte nicht unwesentlich daran beteiligt sein, dass der Deutsche in Interlagos überhaupt in der Lage war, nach Hamilton zu greifen. Hülkenberg kostete nicht nur den Briten seinen Abschiedserfolg bei McLaren, sondern auch mindestens 18 WM-Zähler für den zweiten Rang. Unter Berücksichtigung der Tatsache, das Ferrari sowohl mit Fernando Alonso als auch mit Felipe Massa profitierte, wären die Punkte gleichbedeutend mit Rang zwei in der Konstrukteurs-WM gewesen.

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In der Formel 1 ist diese Wertung besonders wichtig, weil sie über die Verteilung der Einnahmen entscheidet. Schätzungen zufolge entgingen McLaren durch den Crash rund zehn Millionen US-Dollar (umgerechnet circa 7,7 Millionen Euro). Natürlich erhält Force India die technische Unterstützung aus Woking nicht kostenlos, die Rendite des Geschäftes mit der Vijay-Mallya-Truppe geschmälert haben dürfte der Vorfall um Hülkenberg und Hamilton aber auf jeden Fall.

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