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Haugs US-Masterplan: "Ein neuer Andretti und ein Team"

Wie die Formel 1 laut Norbert Haug die USA erobern könnte und welche Vorzüge Jackie Stewart dort im Vergleich zu China und Indien sieht

David Coulthard
Spannung in den USA: Werden die Menschen die Formel 1 annehmen?
© Red Bull

(Motorsport-Total.com) - In der kommenden Woche geht eine Durststrecke für die Formel 1 zu Ende: Mit dem Comeback des Grand Prix der USA will man nach drei Jahren Pause im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" ein neues Kapitel aufschlagen. Ein wichtiges Kapitel, denn der US-Markt ist für viele Geldgeber in der "Königsklasse" des Motorsports von großer Bedeutung, zudem gingen die bisherigen Versuche, den Sport in den USA populär zu machen, meist daneben.

"Einige Jahre lang haben wir die Vereinigten Staaten jetzt vermisst - und zwar sträflich vermisst", sagt Formel-1-Legende Jackie Stewart gegenüber dem 'Statesman'. "Es ist höchste Zeit, dass wir wieder herkommen."

Gelingt der Durchbruch?

Auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug ist ein großer Befürworter des Formel-1-Comebacks in den USA. Er hofft, dass der Versuch diesmal erfolgreich sein wird: "Wenn ich es mir wünschen könnte, dann wäre das erst der Anfang. Wir waren ja in der Geschichte schon oft dort - in Long Beach, in Phoenix, es gab viele Austragungsorte -, aber es kam nie wirklich zum Durchbruch."

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Genau der soll aber 2012 gelingen. Stewart ist zuversichtlich, dass es diesmal klappen könnte, weil es sich bei Austin um eine Stadt handelt, die "wegen der Universität und der Hochtechnologie für junge Menschen großartig ist. Das ist eine sehr gute Wahl."

Was die USA attraktiver als China & Co. macht

Wirtschaftlich kommt man als Weltsportart nach Ansicht des Schotten an den USA ohnehin nicht vorbei. "Der amerikanische Markt ist sehr reif, und die Autoindustrie, die Reifenindustrie, die Benzin- und Ölkonzerne sehen Nordamerika als wichtigen Teil der Welt", sagt er. Er findet, dass man gegen neue Wachstumsmärkten sogar einen enormen Vorteil hat: "Natürlich gibt es China und Indien, wo es heute mehr Verkehrsteilnehmer gibt, aber sie sind nicht reif. Die Industrie entwickelt sich immer noch, während sie in Amerika voll entwickelt ist."

Kein Wunder, dass auch Mercedes davon profitieren möchte. "Eine Weltmeisterschaft sollte unbedingt die USA mit einbeziehen - das ist für mich völlig klar", meint Haug. Er hat auch eine Strategie, wie man die US-Amerikaner für die Formel 1 begeistern kann: "Vielleicht haben wir in der Zukunft ja zwei Rennen und US-amerikanische Fahrer und Teams. Das wäre meiner Meinung nach der große Durchbruch. Ein neuer Mario Andretti aus den USA und vielleicht ein Team - das wäre fantastisch. So etwas erreicht man nicht über Nacht, aber das muss das Ziel sein."

Stewart bittet um Geduld mit den USA

Stewart ist ebenfalls der Ansicht, dass der langfristige Erfolg nur über einen Lokalmatador führt: "Ein junger Amerikaner muss die USA verlassen, und - wenn er ein gewisses Niveau erreicht hat - nach Europa kommen, um sich am härtesten Feld der Welt zu messen. Den Komfort der USA zu verlassen, ist aber manchmal für einen Amerikaner nicht so attraktiv, wenn er auch in die NASCAR-Serie oder zu den IndyCars gehen kann."

Der ehemalige Formel-1-Weltmeister rechnet im Fall von Austin damit, dass nicht von Anfang an alles perfekt laufen wird. Er fordert Bernie Ecclestone & Co. aber dazu auf, geduldig zu sein: "Jeder muss seine Chance erhalten, es anzupacken - so etwas zum ersten Mal zu machen, ist nicht immer leicht. Aber die Amerikaner haben schon genügend europäische Sportwagen gekauft, um Interesse daran zu haben, die besten Fahrer in den hochentwickeltsten Autos der Welt zu sehen, denn darum geht es in der Formel 1."

Sauber-Pilot Sergio Perez freut sich ebenfalls über den Grand Prix in Austin und hofft auf viele Fans, die ihm vor Ort die Daumen drücken werden: "Es wird ein tolles Rennen werden, etwas ganz neues für die Formel 1, auch weil viele Mexikaner hinkommen werden, die wirklich etwas Besonderes sind. Ich denke, dass jedem der Grand Prix gefallen wird."

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