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Michael: "Wir wollen jedes Rennen gewinnen"

McLaren-Sportdirektor Sam Michael will von einer Abkehr des gesteckten Saisonziels nicht wissen und kündigt weitere Upgrades am MP4-27 an

Sam Michael
Sportdirektor Sam Michael lässt wissen: McLaren wirft die Flinte nicht ins Korn
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Während sich sowohl Jenson Button als auch Lewis Hamilton keiner Illusion mehr hingeben und ihre eigenen Titelchancen in diesem Jahr offiziell begraben haben, will das Team rund um Martin Whitmarsh auch weiterhin bis zur letzten Runde am 25. November in Interlagos alles geben und sich erst danach voll und ganz der Saison 2013 widmen.

Anders als noch vor fünf Wochen hat McLaren inzwischen weder in der Fahrer- noch in der Konstrukteurswertung die Rolle des schärfsten Verfolgers inne. Vor dem Grand Prix von Singapur war es Hamilton, der Ferrari-Pilot Fernando Alonso punktemäßig am dichtesten im Genick saß. Inzwischen ist Alonso der Verfolger des neuen WM-Spitzenreiters Sebastian Vettel, während Hamilton nur auf Platz vier notiert wird und bereits 62 Punkte Rückstand auf den Red-Bull-Piloten aufweist.

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In der Konstrukteurswertung ist McLaren durch die Südkorea-Pleite auf Rang drei hinter Ferrari abgerutscht und liegt nun 83 Zähler hinter Spitzenreiter Red Bull. Dennoch sind die Ziele in Woking nach wie vor dieselben wie noch in der Sommerpause. "Wir werden bis zum Schluss angreifen. Unser Ziel ist es, jedes Rennen zu gewinnen und wir werden alles daran setzen, dieses Ziel zu erreichen", stellt McLaren-Sportdirektor Sam Michael klar.

Das Ziel ist, Red Bull zu schlagen

"Red Bull hat seit Singapur und speziell Suzuka große Fortschritte gemacht. Sie werden daher schwer zu knacken sein, aber unser Ziel ist es dennoch, sie zu schlagen", setzt Michael fort verweist darauf, dass Kleinigkeiten einen Unterschied bedeuten können: "Die Abstände sind gering. Es braucht nur ein oder zwei Zehntel und das Pendel schlägt zur anderen Seite aus - sei es, weil ein Team eine Weiterentwicklung dabei hat oder aber weil ein anderes Team nicht nachzieht. Das Bild kann sich von Rennen zu Rennen wenden."

So wird McLaren in puncto Weiterentwicklung des aktuellen MP4-27 nicht nachlassen. Michael begründet die Philosophie damit, dass sich die Regeln zur kommenden Saison hin kaum verändern werden: "Der Großteil der Entwicklungsarbeit wird ohnehin auf das nächstjährige Auto übertragen. Es ist also keine ungewöhnliche Entscheidung, das 2012er-Auto weiterzuentwickeln."

Die "Chrompfeile" werden bei den anstehenden Rennen erneut mit einigen neuen Teilen aufwarten. Im Hinblick auf das rasante Entwicklungstempo speziell in Reihen der Topteams hält der McLaren-Sportdirektor fest, dass man "im Durchschnitt 0,1 bis 0,15 Sekunden an jedem Grand-Prix-Wochenende" finden müsse, nur um mithalten zu können. "Alles, was darüber hinaus geht, lässt dich entweder davonziehen oder aber entscheidenden Boden auf deine Hauptrivalen gutmachen."

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