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Ecclestone und Formel-1-Teams planen Budgetgrenze

Bernie Ecclestone unternimmt einen neuen Anlauf zur Einführung einer Budget-Obergrenze - Verkommt die Formel 1 dadurch zur Einheitsserie?

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone will die Ausgaben der Teams beschneiden
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Boss Bernie Ecclestone arbeitet gemeinsam mit den zwölf Formel-1-Teams an der Einführung einer Budget-Obergrenze. Damit soll die Kluft zwischen Arm und Reich in der Formel 1 verringert und verhindert werden, dass sich erfolgreiche Teams zu Seriensiegern entwickeln, während kleinere Teams ums finanzielle Überleben kämpfen.

Das derzeitige Ressourcen-Restriktions-Abkommen (RRA), welches von den Teams ausgehandelt und überwacht wurde, beschränkt nur die Nutzung einzelner Bereiche wie Computer-Simulationen oder Windkanaltests. Ecclestone plant jedoch die Einführung einer Budget-Obergrenze, die für alle Teams verbindlich sein soll. "In diese Richtung bewegen wir und, das könnte funktionieren", sagt der 81-Jährige.

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"Ich glaube, es sollte eine maximale Summe geben, die die Teams inklusive der Fahrergehälter in der Formel 1 ausgeben dürfen. Eine Obergrenze, das Wort Deckelung gefällt mir in diesem Zusammenhang nicht. Sie sollten eine bestimmte Summe ausgeben dürfen. Ob sie diese in ein Chassis oder einen Fahrer investieren, ist mir egal. Wenn sie größere Motorhomes oder was auch immer kaufen wollen, dann sollen sie das tun. Aber wir sollten uns darum kümmern, dass man nicht unbedingt Geld ausgeben muss, um konkurrenzfähig zu sein. Jemand, der ein neues Team eröffnet, sollte gegenüber einem anderen mit großem Budget nicht im Nachteil sein", meint Ecclestone.

Eine Budget-Deckelung war schon im Jahr 2009 vom damaligen FIA-Präsidenten Max Mosley vorgesehen worden. Der Brite hatte geplant, die Ausgaben auf 40 Millionen britische Pfund (heute rund 50 Millionen Euro) pro Team und Jahr zu begrenzen. Dies führte zu einer heftigen Auseinandersetzung mit zahlreichen Teams, die daraufhin drohten, die Formel 1 zu verlassen und eine eigene Rennserie zu gründen. In der Folge musste Mosley die Pläne fallen lassen und von seinem Amt zurücktreten.

Ecclestone erklärt, dass er einen anderen Ansatz verfolge: "Die Obergrenze, die Max vorgeschlagen hatte, hätte nicht einmal ausgereicht, um die Motoren zu finanzieren." Ecclestone gesteht jedoch ein, dass sich die Formel 1 durch eine Budget-Obergrenze der Nachwuchsserie GP2 annähern würde, wo identische Autos eingesetzt werden. Das Budget eines GP2-Teams beträgt durchschnittlich rund 7,5 Millionen Euro.

Ecclestone schwebt "keinesfalls" vor, aus der Formel 1 eine Einheitsserie zu machen. Der 81-Jährige ist jedoch der Überzeugung, dass die Fähigkeiten der Fahrer wieder mehr über den Erfolg entscheiden sollten: "Wenn ich ein GP2-Team hätte und gewinnen wollte, würde ich die beiden besten Fahrer verpflichten. Würde es in der Formel 1 genau so laufen, müsstest du Hamilton und Vettel engagieren."

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