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Trotz Hamilton-Prozess: Di Resta bleibt konzentriert

Während der Rechtsstreit seinem Ex-Manager anrollt, will der Schotte sich auf den Sport fokussieren - Richard Goddard bald fester Manager?

Paul di Resta
Paul di Resta will seine geschäftliche Zukunft bald in Angriff nehmen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Di Resta gegen Hamilton heißt es nicht nur an diesem Wochenende in Spa-Francorchamps, sondern demnächst auch vor einem Londoner Gericht. Der Force-India-Pilot und sein Ex-Manager Anthony Hamilton streiten um dessen Entlassung und eine Million Euro, die der Vater von McLaren-Konkurrent Lewis bei einem Deal mit einem Energydrink-Hersteller unterschlagen haben soll. Eine Ablenkung bedeute der Prozess für ihn nicht, meint di Resta: "Es liegt alles in den Händen des Anwalts", betont er.

Mit seinem Rechtsbeistand scheint der Schotte einen Glücksgriff getan zu haben, schließlich lenkt der ihn so wenig wie möglich von seiner eigentlichen Aufgabe als Rennfahrer ab. "Es gab eine Zeit, da habe ich vier Wochen lang nicht mit ihm gesprochen, dann hat er mich angerufen, mich etwas gefragt, ich habe ihm gegeben, was er brauchte, und das war es", erklärt di Resta, der mit einem für ihn positiven Ausgang des Verfahrens rechnet. "Ich bin beruhigt und zuversichtlich."

Engagiert di Resta Goddard dauerhaft?

Das ändert jedoch nichts an der Situation, dass di Resta aktuell nicht über ein festes Management verfügt. Provisorisch hatte der 26-Jährige seine Geschäft Richard Goddard und der Firma Sports Partnership anvertraut. Nun spricht vieles dafür, dass es auch so bleibt. Selbst, wenn sich di Resta noch nicht zu einer abschließenden Entscheidung bekennen will: "Ich muss mich in Zukunft darum kümmern. Wenn es an der Zeit ist, tue ich das." Er fügt an: "Sicherlich ziemlich bald."

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Eigentlich hatte er angekündigt, nach der Sommerpause im August aktiv werden zu wollen, scheint bis dato aber auch ohne fixe Lösung klarzukommen. "Im Moment bin ich ziemlich glücklich. Ich denke, in naher Zukunft werde ich eine Entscheidung treffen müssen", blickt di Resta voraus. "Ich will alles herausholen und erkunden, wie ich meine Möglichkeiten nutzen kann. Ob nun im Motorsport oder jenseits davon: Es gibt andere Aspekte des Geschäfts zu berücksichtigen gilt."

Kein Kommentar in Vertragsangelegenheiten

Der Streit mit Hamilton hat dem Ex-DTM-Champion vor Augen geführt, wie wichtig Personalentscheidungen im Umfeld sein können: "Ich wollte da eigentlich nicht durch. Aber du engagierst die richtigen Leute und vertraust ihnen. Ich konzentriere mich dann auf den Sport, was das ist, wofür ich gut genug bin", so di Resta, der die Situation reflektiert hat. "Es war gut, eine Auszeit zu haben und mir einen Überblick darüber verschaffen zu können, wo ich im Leben stehe."

Sollte Goddard - pikanterweise der Geschäftspartner von Hamilton-Teamkollege Jenson Button - tatsächlich permanenter Manager von di Resta werden, wird ihm die Aufgabe zukommen, einen neuen Vertrag für seinen Schützling auszuhandeln. Der Kontrakt mit Force India läuft zum Saisonende aus, di Resta wird bei Topteams gehandelt. "Ich habe gesagt, dass über Verträge nicht gesprochen wird. Das ist die Devise des Teams, also reden wir nicht darüber", blockt er ab.

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