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FIA-Dokumente: Bewegung in der RRA-Frage

Chassis-RRA ab 2013, Motoren-RRA ab 2014: Zehn von zwölf Formel-1-Teams stimmen für die erste Option des FIA-Vorschlags von Dienstagabend

Jean Todt und Christian Horner
FIA-Präsident Jean Todt im Gespräch mit Red-Bull-Teamchef Christian Horner
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Rechtzeitig zur Sommerpause in der Formel 1 scheint es endlich Bewegung in der Frage um eine Aufnahme des Ressourcen-Restriktions-Abkommens (RRA) ins verbindliche FIA-Reglement zu geben. Denn FIA-Präsident Jean Todt hat den zwölf Teams am Dienstag einen Satz Dokumente zukommen lassen, über den nun abgestimmt werden soll.

Zur Wahl stehen demnach drei Optionen: erstens eine FIA-seitige Kontrolle des Chassis-RRA ab 2013 und des Motoren-RRA ab 2014, zweitens ein kombiniertes Chassis- und Motoren-RRA ab 2014 und drittens gar keine finanziellen Einschnitte und freies Geldausgeben für alle. Sollte eine der ersten beiden Optionen umgesetzt werden, würde das RRA auf Basis des Status quo (Singapur 2010) vermutlich als Anhang des Sportlichen Reglements in Kraft treten.

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"Wie es aussieht - das ist noch nicht hundertprozentig sicher, weil ein Team offenbar noch nicht geantwortet hat - wird die FOTA im Block für die erste Option stimmen", erklärt ein hochrangiger Teamvertreter auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'. "Das heißt Chassis-Restriktion 2013 und Motor-Restriktion 2014. Es sieht so aus, dass zehn Teams für diese Option stimmen werden." Nämlich exklusive der beiden Red-Bull-Teams.

Singapur-Agreement bleibt in Kraft

Der Todt-Brief von Dienstagabend enthält neben der Aufforderung zur Abstimmung auch Details zur Implementierung des RRA und über dessen Verwaltung. Doch unabhängig vom Ergebnis des jüngsten Vorstoßes bleibt das RRA Stand Singapur 2010 bis Ende 2013 in Kraft, wenn auch nicht auf FIA-Ebene. Aber: "Es ist letztendlich ein rechtskräftiges Dokument", hält ein Chef eines Topteams im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' fest.

Dass sich FIA-Präsident Jean Todt stark dafür macht, das RRA in die Verbandsregeln aufzunehmen, hängt indirekt auch mit dem Machtkampf des Franzosen mit Bernie Ecclestone zusammen. Denn wenn das RRA zur FIA-Regel wird, kann die FIA in den Verhandlungen um ein neues Concorde-Agreement ab 2013 schlecht außen vor gelassen werden. Genau das hatte Ecclestone in den vergangenen Wochen versucht.

Ecclestone kein Freund des RRA

Insofern überrascht es auch nicht, dass der Formel-1-Geschäftsführer das RRA für überflüssig hält: "Die Teams sollten weniger Geld ausgeben. Unterm Strich können sie nur ausgeben, was sie haben", so Ecclestone am Rande des Grand Prix von Ungarn am vergangenen Wochenende in Budapest. "So wird es auch kommen: Wenn sie kein Geld haben, können sie keins ausgeben. Sie werden die Kosten selbst reduzieren."

"Wir sehen das beim Reglement, dass die Teams immer schlauer sind als die Regeln. Red Bull ist das beste Beispiel."
Marc Surer

Aber: "Das ist zu vereinfacht", winkt Marc Surer ab. Seiner Meinung nach ist das RRA wichtig, aber nicht zwingend auf FIA-Ebene, denn: "Wir sehen das beim Reglement, dass die Teams immer schlauer sind als die Regeln. Red Bull ist das beste Beispiel. Die loten die Grauzonen aus, wie andere auch, und genauso wird es da auch sein. Wer soll das überprüfen? Ich glaube, es kann nur über die Selbstkontrolle gehen. Ich sehe die FIA nicht dazu in der Lage, das zu kontrollieren."

Dabei sei der Ansatz einer gemeinsamen Sparvereinbarung aller Formel-1-Teams "nicht schlecht", findet der ehemalige Grand-Prix-Pilot und heutige 'Motorsport-Total.com'-Experte: "Dass sich nicht alle dran halten oder es nicht immer überprüfbar ist, wird immer so bleiben. Aber wenn man es ein bisschen runterfährt und damit die Kostenauswüchse ein bisschen eingebremst werden, ist ja eigentlich schon viel gewonnen."

Hersteller: Möglichkeiten zu tricksen?

"Dass natürlich ein Hersteller immer die Möglichkeit hat, über irgendwelche Abteilungen zusätzliche Ausgaben zu verstecken, die in den Büchern nicht auftauchen, wird immer so sein. Wer genug Geld hat, wird immer irgendwelche Aufträge an irgendwelche Firmen geben können, und das rechnet man dann als Marketing ab oder wie auch immer. Das wird es immer geben. Aber es würde trotzdem alles runterfahren", erklärt Surer.

"Dass dann einige Teams zehn Prozent mehr Geld verbrauchen, als sie eigentlich dürfen, wäre ja nicht mehr so schlimm. Heute verbrauchen sie doppelt oder dreimal so viel wie die anderen, und das ist das Schlimme", gibt er zu Protokoll. "Wenn das runtergefahren wird, wenn jemand statt erlaubter 100 eben 120 Millionen ausgibt, ist das doch halb so wild. Aber es würde nicht mehr diesen Riesenunterschied geben."

Einzelrestriktionen oder Budgetobergrenze?

Indes gehen die Diskussionen darüber weiter, ob die Kosten durch Restriktionen für einzelne Bereiche oder durch eine globale Budgetobergrenze gesenkt werden sollen. Letztere Lösung würde den Teams erlauben, dass sie ihre Assets nach freiem Ermessen nutzen dürfen, wohingegen zum Beispiel Sauber unerfreut darüber ist, auf Windkanal-Zeit verzichten zu müssen, obwohl man viel Geld in den Windkanal in Hinwil investiert hat.

"Im Detail einzuschränken, ob man dies oder jenes darf, ist wahnsinnig schwierig."
Marc Surer

Daher plädiert auch Surer für eine Budgetobergrenze: "Ich finde die Lösung eigentlich besser. Im Detail einzuschränken, ob man dies oder jenes darf, ist wahnsinnig schwierig", meint er. "Es kann nicht sein, wenn jemand wie Sauber einen Windkanal hat, dass man den einschränkt, während die anderen Simulationsanlagen haben und da viel mehr rausholen. Ich finde, wie es einer macht, müsste jedem selbst überlassen sein."

Doch das letzte Wort ist ohnehin noch nicht gesprochen, denn als das FIA-Schreiben am Dienstagabend bei den Teams ankam, waren einige schon im Sommerurlaub. "Ich weiß nicht, ob während der Pause etwas passieren wird, denn einige Teams gehen schon morgen in Urlaub", meinte etwa Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali am Sonntag nach dem Rennen in Budapest. "Ich hoffe, dass wir in Spa genauere Auskunft erteilen können."

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