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Young-Driver-Test in Silverstone: Alle Augen auf Bottas

Welche Teams & Piloten am Donnerstag und am Freitag beim Young-Driver-Test in Silverstone antreten und wieso dieser für Valtteri Bottas entscheidend sein könnte

Valtteri Bottas
Valtteri Bottas saß bereits beim Freitag-Training in Silverstone im Williams
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Lange wurde gestritten, schließlich einigte man sich aber doch auf eine Durchführung der Young-Driver-Tests in Silverstone, obwohl sich nur die drei Rennställe Williams, Marussia und HRT für die zwei Testtage am Donnerstag und Freitag dieser Woche anmeldeten. Der Großteil der Teams wird vermutlich nach dem Grand Prix von Abu Dhabi auf dem Yas Marina Circuit testen - dort haben die Teams einen zusätzlichen dritten Testtag zur Verfügung. Ferrari zieht ohnehin eine eigene Lösung vor - die Roten aus Maranello möchten nach Saisonende in Jerez testen.

Die Young-Driver-Tests sind für die Teams abgesehen vom Mugello-Test vor dem Europa-Auftakt in Spanien die einzige Möglichkeit, während der Saison zu testen - Grund dafür ist das Testverbot in der Formel 1, das die Kosten der Teams verringern soll. Der Nachteil dieser Lösung ist aber, dass junge Piloten kaum Gelegenheiten haben, sich auf die Beförderung zum Formel-1-Piloten vorzubereiten - Talentproben sind nur noch in den Nachwuchsklassen oder bei eventuellen Freitagseinsätzen an den Grand-Prix-Wochenenden möglich, doch nur wenige Teams wollen den Kompromiss eingehen, am Freitag junge Piloten den Stammfahrern vorzuziehen.

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Die diesjährige Spaltung der Young-Driver-Tests macht es auch nicht gerade einfacher, die Leistungen der Nachwuchspiloten zu beurteilen: In Silverstone wird man kaum eine Messlatte für Williams-Tester Valtteri Bottas finden, denn das britische Siegerteam ist den Hinterbänklern von Marussia und HRT deutlich überlegen.

Kaum Vergleichswerte

Dazu kommt, dass die Teams bei ihren Young-Driver-Tests unterschiedliche Interessen verfolgen, wie McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh, dessen Team nicht in Silverstone fahren wird, erklärt: "Uns allen in der Formel 1 ist klar, dass es angebracht ist, junge Fahrer zu testen und zu entwickeln. Jedes Team verfolgt diese Aufgabe mit einer anderen Motivation. Manche Teams wollen dabei nur ein paar neue Teile ausprobieren. Andere Teams wollen Kasse machen, weil sie diese Möglichkeit verkaufen."

Auch er ist von der aktuellen Lösung mehrerer Young-Driver-Tests nicht begeistert: "Das ursprüngliche Konzept sah vor, zum Saisonende einen Young-Driver-Test abzuhalten. Wir hatten das Gefühl, an diesem Konzept festhalten zu müssen. Das könnte sich aber verändern."

Auch die beiden Testtage wird man nicht miteinander vergleichen können, denn am Donnerstag nutzt man die Grand-Prix-Strecke, während am Freitag auf dem International Circuit - der südliche Teil des Kurses - gefahren wird.

Bottas im Mittelpunkt

Im Zentrum des Interesses wird Williams-Ersatzpilot Bottas stehen. Der Youngster, der regelmäßig bei den Grand-Prix-Wochenenden im Freitag-Training zum Einsatz kommt, wird unter anderem von Teammitbesitzer Toto Wolff gemanagt. Mit Williams-Fahrercoach Alex Wurz, der den Finnen an den Rennwochenenden intensiv betreut, ist ein weiterer Österreicher an seiner Karriereentwicklung beteiligt.

Valtteri Bottas
Bottas durfte bereits im Vorjahr beim Young-Driver-Test für Williams antreten
© Williams

Der Test gilt für den 22-Jährigen als Schlüsselereignis, denn die aktuelle Fahrerpaarung Pastor Maldonado und Bruno Senna stand bisher aus unterschiedlichen Gründen in der Kritik - eine Beförderung von Bottas für die kommende Saison ist alles andere als ausgeschlossen. Vor allem Senna droht aber bereits 2012, sein Cockpit zu verlieren, sollten sich seine Qualifying-Leistungen nicht bald verbessern.

Williams macht keinen Hehl daraus, in Silverstone herausfinden zu wollen, ob Bottas bereits reif für ein Renncockpit ist. "Grundsätzlich geht es uns darum, ihn an diesen zwei Tagen zeigen zu lassen, was er kann", erklärt Chefingenieur Mark Gillan. Bei den kleinen Teams ist allerdings klar, dass man mit den Tests die spärlich gefüllten Teamkassen etwas auffüllen möchte.

Chinese gibt Formel-1-Debüt bei HRT

Während HRT an beiden Tagen den 24-jährigen Chinesen Qing-Hua Ma einsetzt, den man im vergangenen halben Jahr in Formel-Autos intensiv auf den Test vorbereitete, legte sich Marussia auf eine zweigleisige Strategie fest: Am ersten Tag darf Max Chilton am Vormittag hinters Steuer, ehe er das Cockpit am Nachmittag an Rio Haryanto übergeben muss. Am zweiten Tag darf der Indonesier beginnen, dafür bestreitet der Brite den Abschluss. Beide Piloten treten im Rahmen des Marussia-Juniorprogramms auch für das Carlin-GP2-Team an.

Während der Chinese zum ersten Mal in einem Formel-1-Auto sitzen wird, besitzt das Marussia-Duo zumindest geringe Testerfahrung: Der 21-jährige Chilton war 2011 bei den Young-Driver-Tests in Abu Dhabi für Force India im Einsatz, der erst 19-jährige Haryanto sammelte ein Jahr davor bereits Erfahrung mit dem damals noch Virgin genannten Marussia-Rennstall.

Teams und Piloten beim Young-Driver-Test in Silverstone

Williams:
Valtteri Bottas (FIN) - beide Tage

Marussia:
Max Chilton (GBR) - Donnerstag Vormittag, Freitag Nachmittag
Rio Haryanto (INA) - Donnerstag Nachmittag, Freitag Vormittag

HRT:
Qing-Hua Ma (CHN) - beide Tage

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