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Wenn Geld verdienen Geld kostet

Silverstone kann die katastrophale Parkplatz- und Verkehrssituation wohl nur mit Hilfe eines Investors lösen - Streckenverantwortliche weiter Feuer und Flamme

Richard Phillips
Streckenchef Richard Phillips hatte eine schwierige Entscheidung zu treffen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die Zuschauermassen strömten am Wochenende nach Silverstone, aber der Dauerregen verursachte ein Verkehrschaos am Freitag: Die Zufahrtsstraßen waren teilweise nicht passierbar, das Abstellen von Autos zwischen Seen und knöcheltiefem Matsch unmöglich. Die Farce gipfelte in der Empfehlung des betreibenden British Racing Drivers' Club (BRDC), der Strecke am Samstag fernzubleiben, um die Parkplätze abtrocknen zu lassen. Rund 10.000 Fans folgten dieser Empfehlung. Noch haben die Verantwortlichen nicht ausgerechnet, wie teuer sie die Entschädigung der daheimgebliebenen Fans zu stehen kommt.

Für den Streckenchef ein Stich ins Herz: "Ich war sehr emotional und habe es persönlich genommen", sagt Richard Phillips gegenüber 'sportinglife' über den Moment, als er die Hiobsbotschaft verkünden musste. Ihn hätten Selbstzweifel geplagt, meint er: "Ich fragte mich, ob ich dafür verantwortlich und ob ich noch tragbar bin. Ich liebe diesen Ort, bin so glücklich mit dem Job und wäre auch im nächsten Jahr noch gerne hier", so Philipps weiter.

Suche nach Investor dauert an

Er spricht von einem langen Weg, den Silverstone bis heute gegangen sei und einem ebenso langen, den das "Home of British Motor Racing" noch vor sich habe. Das betrifft allen voran die Suche nach einem finanzkräftigen Investor. Denn das Debakel verdeutlichte, wie dringend Silverstone auf einen Geldgeber angewiesen ist. "Aber wir müssen den richtigen finden", bemerkt Phillips. Und das hat sich in der Vergangenheit als schwierig herausgestellt.

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So mag es ernst gemeint sein, wenn Philips beteuert, dass man in Silverstone aus den Ereignissen des Wochenendes gelernt habe. Doch eine Verbesserung der Situation erfordert allen voran das nötige Kleingeld. "Wir sind ein privater Grand Prix, eine private Strecke und müssen vieles aus eigener Tasche finanzieren", erklärt er gegenüber der Nachrichtenagentur 'Reuters'. Sein Arbeitgeber ist seit der ersten Ausrichtung des Großen Preises von Großbritannien im Jahr 1950 der Veranstalter.

US-Amerikaner statt Araber?

In den vergangenen Monaten hatten sich drei britische und eine amerikanische Investorengruppe für eine langfristige Pacht des Areals interessiert, der BRDC aber einem anonymen Konsortium aus Katar den Vorzug gegeben und zunächst exklusiv verhandelt - der mit 280 Millionen Britischen Pfund (rund 315 Millionen Euro) bezifferte Deal platzte. Und mit ihm auch die Träume von einer der modernsten Motorsport-Anlagen der Welt samt Hotelkomplexen, Technologie-Zentren und Rennfahrer-Schulen.

Allerdings soll bereits die New Yorker Investmentfirma Guggenheim Partners die Fühler ausgestreckt haben. Gerüchte von einer 150-jährigen Pacht machen die Runde. Philips bestätigt: "Wir hatten mit einer Partie exklusiv verhandelt, das hat nicht geklappt. Aber andere Leute, die zuvor interessiert waren, sind noch immer da." Bis frischer Zaster vorhanden ist, sollen ausgelagerte Campingplätze und neue Park-and-Ride-Möglichkeiten für eine Entspannung der Lage sorgen.

Mit Silverstone lässt sich Geld verdienen

Für einen möglichen Geldgeber scheint Silverstone eine teure, aber lohnende Investition zu sein. Rund 125.000 Menschen säumten am Rennsonntag die Tribünen. Für 2013 wurden alleine für den Freitag bereits Tickets im Wert von 40.000 Britische Pfund (rund 50.000 Euro) im Vorverkauf abgesetzt. Hinzu kommt, dass neben dem Umbau von Strecke, Boxengasse und Fahrerlager im Umfeld des Kurses weitere Modernisierungsarbeiten bereits getätigt wurden.

"Wir Italiener wären im Bett geblieben."
Stefano Domenicali

All das, um einen der Traditions-Grand-Prix im Kalender zu retten. Der Streckendirektor selbst stellt fest: "Es war ein fantastischer Tag und es war fast ausverkauft. Die Atmosphäre war großartig." Und auch Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali verneigt sich im Gespräch mit 'Reuters' vor den britischen Fans: "Es war großartig, so viele Leute zu sehen, das ganze Wochenende über. Und das bei diesem Wetter. Wir Italiener wären sicher im Bett oder vor dem Fernseher geblieben."

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