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Sutil: "Ich kann nur hoffen..."

Adrian Sutil bezeichnet den Schanghai-Vorfall als Fehler, sieht sich gereift und hat den Traum vom Formel-1-Comeback nicht aufgegeben

Adrian Sutil
Sutil besuchte die Formel 1 in Valencia zum wiederholten Mal in diesem Jahr
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Urteil des Münchner Amtsgerichts vom 31. Januar dieses Jahres befindet Adrian Sutil derzeit mitten in einer Formel-1-Zwangspause. Der ehemalige Force-India-Pilot wurde für den Disko-Vorfall am 17. April 2011 in Schanghai zu 18 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.

Nach knapp einem Drittel dieser Zeit gibt der Deutsche Auskunft über seine aktuelle Gemütslage. "Entspannung ist für eine gewisse Zeit ganz gut, aber ich habe recht schnell festgestellt, dass ich nicht einfach nur alle Viere gerade sein lassen kann, sondern einen strukturierten Alltag brauche", offenbart Sutil gegenüber 'Auto Bild motorsport' (Jetzt abonnieren!) und fügt hinzu: "Ich stehe also brav um acht Uhr auf, mache viel Sport und bilde mich weiter",

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So liest er eigener Aussage zufolge "viel über die Historie des Motorsports" und hat zudem "die Verantwortung für meinen ganzen Papierkram übernommen". Denn eines steht für den 90-fachen Grand-Prix-Starter fest: "Ich möchte bereit sein, wenn ich die Chance für ein Comeback bekomme."

Wenngleich derzeit noch nichts spruchreif ist, so freut sich Sutil, "dass die Teams meine Resultate aus den vergangenen Jahren noch nicht vergessen haben" und will hinsichtlich eines möglichen Comebacks in der Königsklasse nur so viel verraten: "Die Chancen sind da. Mehr kann ich im Moment nicht sagen." Bei Ferrari sitzt Felipe Massa nach zuletzt ansteigender Formkurve wieder etwas sicherer im Sattel als noch vor wenigen Wochen.

In Bezug auf den Disko-Streit mit Eric Lux in Schanghai stellt der ehemalige Force-India-Pilot rückblickend klar, dass er die Situation "natürlich gerne ungeschehen machen würde, kann es aber nicht". So bleibt ihm nur die Erkenntnis: "Heute würde ich gar nicht mehr an so einem Ort und in so einer Situation landen."

"Das war ein Fehler, aber diese fünf Sekunden haben mich in gewissem Sinne auch aufgeweckt", sagt der 29-Jährige und hofft für seine Zukunft, "dass die Person Adrian Sutil nicht auf diesen einen Moment reduziert wird". Nach inzwischen neun Grands Prix in der ungewollten Zuschauerrolle kommt Sutil zum Schluss, "ein vollständigerer Mensch" zu sein.

"Dadurch, dass ich die Formel 1 derzeit von außen betrachte, kann ich viel darüber lernen, wie man als Fahrer mit bestimmten Situationen umgehen sollte. Und für mich ist es wichtig herausgefunden zu haben, dass es auch ein Leben außerhalb der Formel 1 gibt", sagt er und ist sich sicher: "Sollte ich 2013 wieder Formel 1 fahren, wird mir das auch dort sehr helfen."

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