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Reifenstrategie im Duell um den Sieg entscheidend

Nach den verregneten Trainingstagen tappten die Teams bei der Reifen-Strategie im Dunkeln, doch Mark Webber und Red Bull landeten einen Volltreffer

Mark Webber
Mark Webber fuhr am Ende auf der harten Reifenmischung zum Sieg
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Seinen zweiten Saisonsieg feierte Red-Bull-Pilot Mark Webber beim Grand Prix von Großbritannien. Zuvor hatte er sich auf den letzten Runden des Rennens mit Fernando Alonso von Ferrari ein dramatisches Duell um den Sieg geliefert, bei dem die unterschiedlichen Reifen-Strategien im Mittelpunkt standen. Durch den Sieg schob sich Webber in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz hinter Alonso, der weiterhin in Führung liegt. Webber und Alonso sind zudem die bislang einzigen Fahrer, die in der laufenden Saison jeweils zwei Siege erringen konnten.

Alonso startete von der Pole-Position ins Rennen und setzte dabei auf die harten Pirelli-Reifen. Webber hingegen, der sich gestern beim Qualifying den zweiten Startplatz gesichert hatte, begann auf den weichen Pneus. Mit dieser Mischung fuhr der Red-Bull-Fahrer den ersten Stint, um dann den zweiten und dritten mit den harten Reifen zu bestreiten. Dabei nutzte er die längere Haltbarkeit harten Mischung, um vier Runden vor Schluss an Alonso vorbeizuziehen. Alonso hatte eine andere Reifen-Strategie gewählt: Er fuhr den letzten Stint auf weichen Reifen, nachdem er zuvor zwei Stints mit der härteren Mischung absolviert hatte.

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Als das Rennen startete, besaßen die Teams kaum Informationen darüber, wie sich die beiden nominierten Slick-Mischungen auf der Strecke von Silverstone verhalten. Denn sowohl beim freien Training als auch beim Qualifying hatte es fast ununterbrochen gegossen. Lediglich am Samstag gab es während der dritten und letzten Trainingseinheit eine kurze Phase, in der die Fahrer die Trockenreifen einsetzen konnten.

Freie Reifenwahl für alle

Pünktlich zum Start betrug die Strecken-Temperatur 31 Grad Celsius. Aufgrund des Regens hatte sie am Freitag und am Samstag jeweils nur bei etwa 15 Grad gelegen. Das schlechte Wetter hatte zudem zur Folge, dass den meisten Fahrern zu Anfang des 52-Runden-Rennens ein komplettes Kontingent Slicks in tadellosem Zustand zur Verfügung stand. Allein Webber setzte nach seinem letzten Boxenstopp einen Satz gebrauchter harter Reifen ein.

Den Top 10 der Startaufstellung stand es diesmal frei, mit welcher Slick-Mischung sie ins Rennen gehen wollten. Doch nur Alonso und Lewis Hamilton von McLaren setzten für die ersten Runden auf den harten Slick. Webber kam in der 14. Runde erstmals in die Boxengasse und wechselte auf die harten Reifen. Eine Runde später ließ sich Alonso den zweiten Satz harter Reifen montieren.

Dank dieser Entscheidung hatte er 15 Runden vor Schluss den Vorteil, seinen zweiten und letzten Boxenstopp durchführen zu können, ohne dabei die Führung zu verlieren. Für den Rest des Rennens fuhr der Spanier mit schnelleren weichen Slicks. Dennoch gelang es Webber, Alonso nach einem packenden Zweikampf in der Schlussphase des Rennens zu überholen.

Rätselraten bei der Strategie

"Nach dem bis dahin verregneten Wochenende war es großartig, dass zu Beginn des Grand Prix von Großbritannien die Sonne schien und es während des gesamten Rennens trocken blieb", sagt Pirelli-Motorsportdirektor Paul Hembery. "Doch daraus entstand für die Teams eine neue Herausforderung: Sie konnten sich beim Entwickeln der Strategien nur auf sehr wenige Informationen stützen. Hinzu kam, dass aufgrund des Regens am Freitag und am Samstag kaum Gummi auf der Strecke lag."

"Daher veränderte sich der Zustand der Fahrbahn während des Rennens beträchtlich. Jedes Team bildete sich eine eigene Meinung über das optimale Vorgehen, die beste Strategie. Das spiegelte sich in der stark variierenden Wahl der Startreifen wider. Hinzu kam, dass den Fahrern vor Beginn des Rennens eine ungewöhnlich große Auswahl noch nicht gebrauchter Reifen zur Verfügung stand. Mark Webber und Red Bull wählten eine Taktik, die am Ende wunderbar aufging. Zudem sind wir alle stark beeindruckt von der Hingabe und der Begeisterung der Fans, obwohl sie an diesem Wochenende extrem widrige Umstände ertragen mussten. Am Ende wurden sie und wir mit einem weiteren großartigen Rennen belohnt", so Hembery.

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