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Newey fordert Chancengleichheit für schwere Fahrer

Während die Technikchefs die vorgegebene Gewichtsverteilung beibehalten wollen, sieht Adrian Newey schwerere Fahrer im Nachteil und fordert Konsequenzen

Pastor Maldonado
Am Haken zeigt sich die Gewichtsverteilung der Boliden
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die Gewichtsverteilung ist bei Formel-1-Boliden ein entscheidender Faktor. Da die Formel-1-Boliden tendenziell unter dem minimalen Gewichtslimit von 620 Kilogramm inklusive Fahrer gebaut werden, kann man mit Ballast die Abstimmung des Boliden auf die Anforderungen anpassen. Doch schon bei der Konstruktion des Autos muss eine grundsätzliche Gewichtsverteilung festgelegt werden, die während der Saison nur schwer zu korrigieren ist und sich massiv auf den Umgang des Boliden mit den Reifen auswirkt.

Als Pirelli 2011 Bridgestone als Einheitsreifen-Hersteller in der Formel 1 ablöste, beschloss die FIA eine vorgegebene Gewichtsverteilung, schließlich verfügten die Teams über keinerlei Erfahrung mit den damals unbekannten italienischen Pneus und kannten daher auch ihre Stärken und Schwächen nicht. So wollte man verhindern, dass ein Team durch Zufall die Gewichtsverteilung richtig trifft und dadurch einen gravierenden Vorteil hat - auch politischen Spekulationen schob man präventiv den Riegel vor.

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In einem gewissen Rahmen können die Teams die Gewichtsverteilung zwar nach wie vor varieren, aber grundsätzlich sind die Parameter vorgegeben. Weil sich alle Teams darauf einigten, wurde die Regel auch dieses Jahr beibehalten. Dennoch nimmt sie den Konstrukteuren eine Möglichkeit, sich gegenüber der Konkurrenz einen Vorteil zu erarbeiten.

Vorgegebene Gewichtsverteilung soll bleiben

Die Technikchefs sehen aber auch weiterhin keinen Grund, die Gewichtsverteilung wieder freizugeben. "Die Regeln sind wie sie sind, weil wir - die Teams - uns darauf geeinigt haben, also sollten wir uns nicht über sie beschweren", findet Lotus-Technikchef James Allison. "Wenn sich die Gewichtsverteilung in einem kleinen Fenster bewegt, dann kann man von einem anderen Team nicht völlig ausgetrickst werden, das es aus Glück oder durch eine richtige Einschätzung genau trifft. Daher schätze ich, dass wir weiterhin dafür stimmen werden, denn es gibt dem Einzelnen etwas Sicherheit."

"Wenn sich die Gewichtsverteilung in einem kleinen Fenster bewegt, kann man nicht völlig ausgetrickst werden."
James Allison

Williams-Chefingenieur Mark Gillan fällt auf, dass sich die Gewichtsverteilung im Vergleich zu früher tatsächlich "in einem sehr schmalen Fenster" bewegt, doch auch er empfindet die Vorgaben als Erleichterung: "Das ist eine Sache weniger, über die man sich Gedanken machen muss."

Red-Bull-Stardesigner Adrian Newey ist bewusst, dass einen ein Fehltritt bei der Gewichtsverteilung - wie er in der Vergangenheit möglich war - "eine Zeitlang beschäftigen würde". Dennoch findet er, dass leichte Anpassungen der Regel durchaus angebracht wären. Damit bezieht er sich auf den Nachteil für Piloten mit mehr Körpergewicht.

Wie man den Nachteil schwerer Fahrer ausgleichen könnte

Die aktuelle Lösung sei ein "Vorteil für leichtere Fahrer", meint Newey. Er gibt ein Beispiel: "Wir haben mit Mark Webber einen Fahrer, der im Vergleich zu Sebastian Vettel zu den schwereren zählt. Das bedeutet aber, dass er weniger Spielraum bei der Gewichtsverteilung hat. Die logische Lösung wäre also, dass die Fahrer neben ihrem Sitz Ballast mitnehmen müssen."

"Die logische Lösung wäre , dass die Fahrer neben ihrem Sitz Ballast mitnehmen müssen."
Adrian Newey

Mit diesem Ballast, der an das Körpergewicht angepasst wäre, würde man den Vorteil der leichten gegenüber den schweren Fahrern ausgleichen. "Das wurde bereits besprochen, aber bisher ist nichts passiert", klagt der Brite über die ausbleibenden Anpassungen. Durch die Körpergröße hätten die schweren Piloten in den engen Cockpits aber im Normalfall immer noch einen kleinen Nachteil.

Immerhin ist die Situation für größere und schwerere Piloten aber nicht mehr so kritisch wie noch 2009. Denn 2010 wurde der Trend der Fahrer zum Abmagern gestoppt, indem man das Mindestgewicht der Autos plus Fahrer von 605 auf 620 Kilogramm anhob - wegen des rund 30 Kilogramm schweren Energie-Rückgewinnungssystems KERS hatten manche Piloten damals kaum noch Spielraum bei der Verteilung von Ballast im Auto.

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