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Mercedes: Kein erinnerungswürdiger Tag in Ungarn

Nico Rosberg beendet den Grand Prix von Ungarn auf Platz zehn - Rabenschwarzer Sonntag für Michael Schumacher endet mit Aufgabe in Runde 58

Nico Rosberg
Nico Rosberg rettete als Zehnter einen mickrigen WM-Zähler
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Für das Mercedes-Team hat sich der Ausflug in die ungarische Puszta nicht gelohnt. Nico Rosberg zog nach 69 Runden als Zehnter einen WM-Punkt an Land. Teamkollege Michael Schumacher erlebte einen rabenschwarzen Sonntag. Der siebenfache Weltmeister startete das Rennen aus der Boxengasse, erhielt eine Durchfahrtsstrafe und musste wegen eines Reifenschadens noch einmal stoppen. In Runde 58 zog das Team den W03 des Kerpeners zurück.

"Nach einem sehr schwierigen Qualifying, in dem wir es zum ersten Mal in dieser Saison nicht in den letzten Abschnitt geschafft haben, konnten wir heute kein ordentliches Resultat erwarten", analysiert Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug und präzisiert: "Nach seinem ersten Boxenstopp in Runde 15 lag Nico bereits 26 Sekunden hinter dem Führenden. In den folgenden 52 Runden verlor er 25 Sekunden auf den Sieger Lewis Hamilton, rund eine halbe Sekunde pro Runde also - ein Rückstand, den wir schon bei den vorhergehenden Rennen in Silverstone und Hockenheim gesehen haben."

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Dieser Rückstand zeigt laut Haug, "dass wir viel Arbeit vor uns haben". Der Mercedes-Motorsportchef ist aber "überzeugt, dass wir unsere Performance in den verbleibenden neun Rennen steigern können." Rosberg sieht es ähnlich: "Wir erlebten ein schwieriges Wochenende in Budapest und waren leider nicht schnell genug. Ich hatte einen guten Start und konnte bis zum Ende des Rennens drei Positionen gutmachen - damit habe ich das Beste aus der Situation gemacht. Dennoch wollen wir uns mit nur einem Punkt nicht zufrieden geben. Wir müssen herausfinden, warum wir momentan nicht die gewohnte Pace haben. Hoffentlich können wir uns nach der Sommerpause in Spa steigern - dafür werden wir alles geben."

Rabenschwarzer Sonntag für Schumacher

Michael Schumacher ist überzeugt, dass sich Mercedes "an das heutige Rennen sicher nicht gerne zurückerinnern" wird. "Die Motorentemperaturen waren bereits vor dem Start sehr hoch und als die gelben Lichter angingen, schaltete ich den Motor aus", berichtet er. "Dann fing ich mir nach meinem Start aus der Boxengasse eine Strafe und noch einen Reifenschaden ein. Alles in allem war der Rennbeginn nicht gerade schön für uns."

"Es kam alles zusammen, was man sich nicht wünscht", zeigt sich Schumacher enttäuscht und erklärt: "Vor dem Start und während der Zeit des Überhitzens waren die Telemetriedaten ausgefallen, deshalb haben wir uns dazu entschieden, das Rennen aufzugeben und keine Folgeschäden am Auto zu riskieren. Jetzt können wir das Auto vor der Sommerpause und Spa komplett überprüfen. Dieses Wochenende war sicherlich nicht erinnerungswürdig, aber solche Wochenenden gibt es nun einmal im Rennsport - das muss man akzeptieren. Ich bin sicher, dass wir im nächsten Rennen wieder viel besser sein werden."

"Nach seinem Start aus der Boxengasse und seiner Durchfahrtsstrafe holte das Team Michael elf Runden vor Schluss als Vorsichtsmaßnahme an die Boxen", unterstreicht Haug und fügt mit Blick auf den Sieger hinzu: "Glückwunsch an Lewis Hamilton und Vodafone McLaren Mercedes zu ihrem 75. Sieg mit Mercedes-Motor in den letzten 15 Jahren."

Mercedes-Teamchef Ross Brawn fasst den Sonntag auf dem Hungaroring aus Sicht der "Silberpfeile" wie folgt zusammen: "Nico hat eine sehr gute Leistung gezeigt und Platz zehn entspricht heute dem, was mit unserem Auto möglich war; vielleicht sogar etwas mehr. Er fuhr sehr gut, schonte die Reifen, was ein positives Zeichen ist, und machte mit einer guten Strategie drei Positionen gut."

"Michael hatte ein viel ereignisreicheres Rennen", so Brawn. "Er startete aus der Boxengasse, erhielt eine Strafe und hatte einen Reifenschaden - es war also alles andere als ein idealer Nachmittag für ihn. In dieser Phase verloren wir die komplette Telemetrie und hatten während des Rennens verschiedene Schwierigkeiten, die wir nicht genau einordnen konnten. Aus diesem Grund entschieden wir uns, das Auto aus dem Rennen zu nehmen. Wir sind nicht so konkurrenzfähig wie erhofft und obwohl wir heute alles aus dem Auto herausgeholt haben, müssen wir noch mehr Performance finden, um bessere Rundenzeiten zu erzielen."

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