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McLaren geschlagen: "Das ist sehr enttäuschend"

Nur Rang acht für Lewis Hamilton, nur Rang 18 für Jenson Button: McLaren überzeugte vor heimischem Publikum in Silverstone rein gar nicht

Jenson Button
Jenson Button und McLaren kamen in Silverstone überhaupt nicht in Fahrt
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Beim Heimrennen wollte sich McLaren eigentlich besonders gut in Szene setzen. Zumindest in der Qualifikation ging dieses Vorhaben aber gründlich schief: Lewis Hamilton wurde nur auf Position acht abgewinkt, Jenson Button gar nur auf Rang 18. Entsprechend groß war die Enttäuschung beim Traditionsteam aus Woking, das in nassen Bedingungen eigentlich recht gut ausgesehen hatte.

In den Mischverhältnissen am Ende von Q3 hatten aber andere die Nase vorn. Während Fernando Alonso (Ferrari) in 1:51.746 Minuten auf Platz eins fuhr, kam Hamilton nicht über 1:53.543 Minuten hinaus - fast zwei Sekunden Rückstand auf den gleichen Reifen. Button grämte sich zu diesem Zeitpunkt wohl schon darüber, dass er nicht einmal die allererste Hürde genommen hatte.

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"Normalerweise kann ich ein Auto im Nassen fahren, aber heute offensichtlich nicht", sagt der McLaren-Pilot und beschreibt sein Dilemma: "Auf dem zweiten Satz Intermediates fühlte sich das Fahrzeug so anders an. Auf dem ersten Satz hatte ich vorn zu viele Vibrationen verspürt und hatte die Reifen nicht auf Temperatur gebracht. Das war mit dem zweiten Reifensatz wirklich viel besser."

"Ich lag damit schon 1,8 Sekunden vor meiner eigenen Bestzeit. Leider konnte ich das nicht auf meine komplette Rundenzeit umsetzen. Im letzten Sektor war es nämlich völlig nass und vor der Ziellinie wurden auch noch gelbe Flaggen geschwenkt. So ist das manchmal", klagt Button und merkt an: "Das ist in gewisser Weise die Geschichte meiner Saison, vermute ich." Nun hofft er auf den Sonntag.

Button und Hamilton gleichermaßen ratlos

"Wenn es dann ebenfalls nass wird - und davon gehen wir aus -, dürften wir gut aufgestellt sein. Wir haben unsere Reifen ja nicht allzu sehr belastet", meint Button. "Du musst in einer solchen Situation halt immer das Positive sehen." Eben dies fällt Hamilton schwer, obwohl er deutlich weiter vorn steht als sein Teamkollege. Auch er ist ein bisschen ratlos: "Was in Q3 passierte, weiß ich gar nicht genau."

"Du musst in einer solchen Situation halt immer das Positive sehen ..."
Jenson Button

"Eine Entschuldigung gibt es aber nicht. Die Regenreifen funktionierten eigentlich sehr gut, doch die Strecke trocknete mehr und mehr ab. Ich war auf mehr Grip aus und holte mir Intermediates. Wir hatten aber Probleme damit, diese Pneus auf Temperatur zu bringen. Es gelang mir einfach nicht. Deshalb hatte ich mit diesen Reifen nur sehr wenig Grip", sagt der Ex-Champion zusammenfassend.

"Auf den Regenreifen hatte ich mich wohler gefühlt. Nun hatte ich auf einmal zwei Sekunden Rückstand. Das ist ungewöhnlich. Dieses Problem müssen wir jetzt natürlich analysieren. Hoffentlich können wir es bis Sonntag beheben", erklärt Hamilton und fügt hinzu: "Ich möchte den Fans noch ein großes Lob aussprechen. Sie waren fantastisch, so sehr geduldig und unterstützten uns sehr."

McLaren mit hängenden Köpfen

"Die Anfeuerung von den Tribünen war spektakulär. Leider schafften wir es nicht in die erste Startreihe, doch am Sonntag werden wir Druck machen. Der achte Platz ist zwar nicht gerade die beste Ausgangslage, aber vor uns liegt ein hartes Rennen. Wir sind nicht weit weg. Schwierig wird es allemal. Im Nassen geht es einfach darum, sich aus allem herauszuhalten und das Ziel zu sehen."

"Der achte Platz ist zwar nicht gerade die beste Ausgangslage."
Lewis Hamilton

Doch der Stachel sitzt tief. Vor allem bei McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh, der sich deutlich mehr versprochen hatte. "Die Positionen acht und 18 sind sicherlich nicht, was wir uns für die Qualifikation bei unserem Heimrennen erhofft hatten. Das ist sehr enttäuschend", stellt der Brite klar. "Q1 war eine Art Lotterie. Es ging im Prinzip darum, die Reifen zur richtigen Zeit auf Temperatur zu bringen."

Gleichzeitig hätte man darauf achten müssen, nicht in den Verkehr zu geraten. "Für Jenson ging sich das leider nie richtig aus", sagt Whitmarsh. "Er schien an diesem Wochenende aber mehrfach recht schnell zu sein. Außerdem rechnen wir am Sonntag mit schlechtem Wetter. Er wird daher sicher darauf aus sein, sich durch das Feld nach vorn zu arbeiten und am Ende noch Punkte abzugreifen."

Whitmarsh möchte die Fans belohnen

"Er ist einer der besten Regenfahrer. Das hat er schon mehrfach unter Beweis gestellt", meint der Teamchef des britischen Traditionsrennstalls und spricht über seinen anderen Piloten: "Lewis war im ganz Nassen sehr schnell. Das zeigte er in Q2. Nach dem Neustart und in Q3 mussten wir zu unserer Enttäuschung aber feststellen, dass wir auf Intermediates nicht mehr so konkurrenzfähig waren."

"Hoffen wir einfach, dass es richtig nass wird."
Martin Whitmarsh

"Ausgehend davon würden wir es natürlich begrüßen, wenn es am Sonntag richtig nass werden würde. Ich vermute, es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass wir trockene Bedingungen sehen. Hoffen wir einfach, dass es richtig nass wird", meint Whitmarsh. "Apropos: Ich möchte den vielen, vielen Zuschauern meinen Respekt zollen. Sie kamen in Scharen zu dem Sport, den sie so lieben."

"Und das, obwohl sie wussten, dass sie nass bis auf die Haut werden würden. Ich habe das schon mal gesagt und ich sage es wieder: Die britischen Formel-1-Fans sind die besten Fans der Welt. Sie kennen sich aus, sind aber auch sehr enthusiastisch. Wie auch immer das Wetter wird: Hoffen wir für sie, dass der Grand Prix am Sonntag reichlich Spektakel und Spannung bietet. Darauf warten sie."

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