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London-Grand-Prix: Bisher nur gigantischer Werbegag

Bernie Ecclestone ließ sich mit dem Rennen durch die britische Hauptstadt vor den PR-Karren von Santander spannen - Neuer Anlauf nicht ausgeschlossen

Bernie Ecclestone (Formel-1-Chef)
Vor den PR-Karren gespannt: Ecclestone mit Santander-Chef Emilio Botin
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Noch in der vergangenen Woche ließ sich Bernie Ecclestone für seine vermeintliche Initiative, einen Formel-1-Grand-Prix auf die Straßen von London zu bringen, so richtig feiern. Und nahm die Ablenkung von dem Prozess gegen Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky gerne mit. Nachdem viele schon die Bobbies den Verkehr umleiten sahen und die Motoren die Glockenschläge des Big Ben übertönen hörten, macht der Formel-1-Zampano nun eine leise Rolle rückwärts. "Bevor ich davon wusste, war ich der Drahtzieher. Ich hatte davon ehrlich gesagt keine Ahnung, aber ich akzeptierte die Anerkennung", räumt Ecclestone gegenüber der 'Daily Mail' ein.

Was steckt dahinter? Die wirklichen Planer des London-Grand-Prix sitzen in einer PR-Abteilung, und zwar der der spanischen Großbank Santander. "Ein Publicity-Manöver", meint Ecclestone über den Ferrari-Sponsor. "Sie kamen mit einem computersimulierten Rennen an. Sie unterbreiteten mir die Idee vor zwei oder drei Monaten. Ich gab ihnen recht" Der 81-Jährige fand Gefallen daran und hielt es für eine tolle Werbung für den Großbritannien-Grand-Prix sowie das Kreditinstitut.

Alte Pläne wiederbeleben

Ecclestone war sogar bereit, Geld in die Hand zu nehmen: "Ich sagte, dass wenn ein Rennen in London möglich sei, wir 35 Millionen Pfund (rund 44 Millionen Euro) für die Realisierung zahlen würden." Diese Summe wurde später, als Santander mit dem Projekt an die Öffentlichkeit ging, als Initiative des Formel-1-Promoters dargestellt. Ob das Rennen zwischen Trafalgar Square und Buckingham Palace nun ein Werbegag bleibt oder tatsächlich Realität wird, ist noch offen.

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Denn Ecclestone hatte die Idee vor längerer Zeit tatsächlich selbst verfolgt. "Ich werde wiederbeleben, was wir ursprünglich mit dem Sportminister und dem früheren Bürgermeister, Ken Livingstone, vor einigen Jahren besprochen hatten. Ich werde versuchen, zurück in die Spur zu gelangen", erinnert er an frühere Versuche, die Königsklasse des Motorsport in den Vorgarten der britischen Krone zu bringen. Allerdings ist dieser Versuch damals gescheitert.

Erster Anlauf scheiterte am Geld

Ecclestone erinnert sich: "Vor langer Zeit sah es dank des alten Bürgermeisters und vielen Leuten aus der Stadt gut aus. Ich sagte damals, ich bräuchte die Jungs, damit sie Geld investieren, weil es sich auszahlen wird. Sie hätten drei Millionen Pfund (rund 3,8 Millionen Euro) in die Hand genommen - vielleicht", so Ecclestone, für den solche Summen Peanuts sind. "Gemessen an den Meetings, die wir hätten abhalten müssen, hätte es nicht für das Mineralwasser gereicht."

Will die Formel 1 aber wirklich nach London kommen, liegt noch der Plan einer Firma namens Intelligent Transport Solutions auf dem Tisch. Das Unternehmen hat - ungefragt - ein Konzept für einen Grand Prix durch den Olympischen Park vorgelegt. "Diese Leute wollten meine Erlaubnis, ein Rennen zu planen. Es sieht kompliziert aus. Jemand übernimmt das Gelände und der will wahrscheinlich nicht, dass dort Formel 1 gefahren wird", gibt sich Ecclestone skeptisch.

Also Entwarnung für Silverstone? Grund zur Besorgnis habe es ohnehin nicht gegeben, beruhigt der Zampano. "Was auch immer wir in London tun, schadet Silverstone nicht. Sie haben dort getan, was sie tun mussten. Es hat 20 Jahre gedauert, bis es soweit war, aber jetzt ist alles in Butter", erklärt Ecclestone. "Als ich sie vor zehn Jahren aus finanziellen Schwierigkeiten manövriert habe, hatten sie genug Geld, um alles Nötige in die Wege zu leiten. Aber sie taten es nicht. Jetzt schon, super."

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