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Haug: "Wir hatten uns auf Regen eingestellt"

Der Mercedes-Motorsportchef räumt ein, dass es für seine Truppe in Silverstone nicht rund lief: "Müssen auf allen Strecken konkurrenzfähig sein"

Norbert Haug (Mercedes-Motorsportchef)
Haug sieht sich und das Team in die Schumacher-Entscheidung involviert
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com/Sky) - Das erste von zwei aufeinanderfolgenden Heimspielen ist die für die Mercedes-Mannschaft ein Reinfall gewesen. Von seiner bei Nässe herausgefahren Startposition drei kam Michael Schumacher nur auf dem enttäuschenden siebten Rang ins Ziel, Nico Rosberg verpasste als 15. die WM-Zähler. Norbert Haug erklärt im Interview, woran es bei den Silberpfeilen haperte und warum die Entscheidung über die sportliche Zukunft des Rekordweltmeisters keine ist, die der Pilot alleine fällt.

Frage: "Herr, Haug, war Ihr Kontakt zum Wettergott so schlecht, dass er Ihnen keinen Regen geschickt hat?"
Norbert Haug: "Wenn wir das Wetter auch noch machen könnten, dann hätten wir es vielleicht ein bisschen Regnen lassen. Die Vorhersage war Regen und sicherlich waren wir für die Trockenheit vielleicht nicht bestens gerüstet. Anderseits ist das Feld so dicht beieinander. Michael war letztlich 29,1 Sekunden hinter dem Sieger, 25 Sekunden hinter einem Podiumsplatz nach 52 Runden."

Schnell nur mit leerem Tank

"Das ist rechnerisch weniger als eine halbe Sekunde pro Runde. Nicht berühmt, nicht toll, aber es ist auch schnell beieinander, wenn es so wie bei uns am Anfang nicht ganz so gut geht. Zum Schluss war ich mit den Zeiten sehr zufrieden: Die letzten zehn, 15 Runden konnten Michael und unser Auto gut mit den Reifen umgehen. Besser, als es früher der Fall war. Die Richtung stimmt da schon. Für Hockenheim sollten wir besser gerüstet sein, allein schon vom Layout der Strecke."

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Frage: "Michael Schumacher hat angedeutet, dass das Auto unter diesen Bedingungen nicht so konkurrenzfähig war, wie er sich das gewünscht hätte. Was fehlt für einen entscheidenden Schritt nach vorne und dazu, von Startplatz drei wirklich um den Sieg mitzufahren?"
Haug: "Es kommt sehr auf das Layout der Strecke. Unser Auto ist sicher nicht das beste in den Hochgeschwindigkeitskurven, zumal nicht, wenn wir mit vollen Tanks fahren. Hintenraus sah das Ganze ganz anders aus. Michael ist in seiner schnellsten Rundenzeit eine halbe Sekunde hinter den Besten und im Bereich der Schnellsten. Da fehlt hintenraus nicht so viel, aber natürlich müssen wir auf jeder Strecke konkurrenzfähig sein."

Radmutter ärgerte Rosberg

"Ich denke auch, dass wir gezeigt haben, dass wir im Regen sehr gut sind - und darauf hatten wir uns eigentlich auch eingestellt. Es gibt Rennen, da geht es ein bisschen besser, und es gibt Rennen, da geht es weniger gut. Das in Valencia war besser, das in Monaco war besser. Dieses war weniger gut. Wir arbeiten schwer daran, den Fans in Hockenheim - speziell denen auf der Mercedes-Tribüne -, etwas zu bieten, dass es dort wieder einen Schritt nach vorne geht."

Frage: "Für Nico Rosberg blieb nur Platz 15 und es gab einen Boxenstopp, bei dem etwas nicht richtig funktioniert hat."
Haug: "Ja, er hat sicher ein paar Plätze verloren. Und er hat am Start verloren. Er war als Elfter losgefahren und kam als 15. aus der ersten Runde zurück. Bei der Dichte des Feldes ist dann nicht mehr viel zu machen. Unsere Truppe macht normalerweise die besten Boxenstopps. Geklemmt hat es bei jedem schonmal. Ich sage mal: Wenn man sich ein Rennen raussucht, bei dem es mal klemmen darf, dann war vielleicht das heute. Denn nach dem 15 Platz nach der ersten Runde war die Wahrscheinlichkeit auf Punkte nicht unbedingt gegeben."

Frage: "Woran hat es gelegen, was hat genau geklemmt?"
Haug: "Eine Radmutter, die geklemmt hat - wie man sehen konnte."

Schumacher-Verhandlungen: Ende offen

Michael Schumacher
Macht Schumacher bei Mercedes weiter oder nicht? Das Team spricht mit
© xpbimages.com

Frage: "Ross Brawn hat gesagt, er wünsche sich, dass sich Michael Schumacher bis zum Sommer entscheidet. Er selbst hat dann geäußert, wer würde sich im Oktober entscheiden. Haben Sie sich in der Frage, wie es weitergeht, schon angenähert?"
Haug: "Ich glaube, es entscheiden sich beide Seiten. Das ist die richtige Aussage, wie sie Michael auch getroffen hat. Es ist keine einseitige Entscheidung, weder von ihm noch von uns. Es ist eine gemeinsame Entscheidung. Ich denke, er hat sich an diesem Tag wieder als absoluter Spezialist und Kämpfer gezeigt. Er hat Hamilton überholt - auch das muss man sehen. McLaren ist als großer Favorit gestartet."

"Es ist kein großer Trost, wenn man statt Achter dann Siebter wird. Aber es zeigt die Dichte der Formel 1. McLaren war sicherlich einer der Favoriten in Silverstone. Michael und wir werden uns zusammensetzen. Wir haben Zeit dazu, es drängt uns niemand. Ross hat gesagt, bis zur Sommerpause wollen wir die Diskussion beginnen. Aber wir haben kein Limit, bis wann das entschieden sein muss. Es ist eine gemeinsame Entscheidung von Fahrer und Team."

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