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Glock: Schwierige Aufgaben, positive Aspekte

Timo Glock über sein schwieriges Wochenende in Silverstone: Schock nach dem Testunfall, Pech im Qualifying, aber gute Erkenntnisse im Rennen

Timo Glock
Timo Glock war im Silverstone-Rennen verhältnismäßig flott unterwegs
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Pilot Timo Glock hat den neunten Lauf des Jahres auf Platz 18 abgeschlossen. Der 30-Jährige und seine Crew schafften es, sich nach dem schweren Unfall der Testfahrerin Maria de Villota auf die sportlichen Aufgaben beim Heimspiel des Teams Marussia in Silverstone zu konzentrieren. Im Fokus standen die neuen Entwicklungsteile am Marussia-Cosworth MR01, die in Großbritannien erstmals im Renneinsatz waren.

"Die gesamte Woche war nach dem Unfall von Maria für uns alle sehr schwierig. Nach solch schlimmen Ereignissen ist es nicht leicht, sich auf die sportlichen Herausforderungen einzustellen. Unser Job ist aber die Formel 1. Wir haben uns professionell unseren Aufgaben gestellt", so Glock. "Sportlich gesehen gab es Licht und Schatten an diesem Wochenende."

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"Der dunkelste Schatten fiel am Samstag im Qualifying auf die Strecke. Eine dicke Regenwolke machte mir die große Chance auf den Einzug in Q2 zunichte. Nach zwei perfekten ersten Sektorzeiten landete ich im letzten Streckenbereich im kräftigen Regen. Da wäre viel mehr drin gewesen, es war schlichtweg Pech", schildert der gebürtige Odenwälder, der gute Chancen auf den Einzug ins Q2 hatte.

"Im Rennen war es trocken. Wir haben viel Erfahrung mit unseren neuen Updates sammeln können. Das Gesamtpaket macht einen besseren Eindruck, vor allem sind wir bezüglich der Reifen konstanter", sagt der 30-Jährige. "Wir schauen uns die Daten genau an, und dann versuchen wir, bei meinem kommenden Heimspiel in Hockenheim noch mehr herauszukitzeln."

Glock zeigte sich mit den technischen Fortschritten zufrieden. In der Rangfolge der schnellsten Rennrunden belegte der Hesse (1:37.422 Minuten) Platz 16 und war somit erheblich schneller als die Piloten der direkten Konkurrenz. Auf die besten Rundenzeiten der McLaren-Piloten fehlten nur 1,3 Sekunden. Zu Beginn der Saison hatte jener Abstand noch rund drei Sekunden betragen.

Der Marussia-Pilot war am Silverstone-Rennwochenende auch mit den Gedanken bei seiner Teamkollegin Maria de Villota und deren Familie. Als Zeichen der Anteilnahme platzierte der 30-jährige Deutsche, ebenso wie viele seiner Formel-1-Kollegen, sternförmige Aufkleber auf seinem Helm: Ein spezieller Genesungswunsch für die Spanierin, die sich bei einem Testunfall vor dem Grand Prix von Großbritannien schwere Kopfverletzungen zugezogen hatte.

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