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Ecclestone auf Kuschelkurs mit Silverstone

Die Bilanz des Chaos-Wochenendes in Silverstone: Was steckt hinter dem neuen Kuschelkurs zwischen Bernie Ecclestone und dem BRDC?

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone scheint plötzlich der größte Silverstone-Fan zu sein
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Schlammcatchen auf den Campingplätzen, "Bumper-to-Bumper"-Parken in den Wiesen (also Stoßstange an Stoßstange), zum Drüberstreuen noch ein totales Verkehrschaos am Freitag - aber ausgerechnet der langjährige Silverstone-Kritiker Bernie Ecclestone nimmt die Veranstalter nach dem chaotischen britischen Grand Prix 2012 demonstrativ in Schutz.

Er werde zwar mit den Veranstaltern darüber reden, dass die nicht asphaltierten Parkplätze an diesem Wochenende für viele Probleme sorgten, aber: "Es hat wie verrückt geregnet", argumentiert der Formel-1-Geschäftsführer. In dieser extremen Form sei dies selbst für Silverstone "neu" gewesen, sagt Ecclestone und reagiert verständnislos auf die bohrenden Fragen von Journalisten, die kritisieren, dass nicht mehr Parkflächen asphaltiert wurden: "Was sollen wir tun?"

Ecclestone schröpft die BRDC-Kassen

Der veranstaltende British Racing Drivers Club (BRDC) kann es sich schlicht und einfach nicht leisten, alle Felder rund um die Strecke zu asphaltieren - auch, weil Ecclestone mit seinen millionenschweren Grand-Prix-Gebühren so knallhart ist, dass die Kriegskasse des BRDC fast leer ist. Silverstone sucht weiterhin nach Investoren, um die Anlage verbessern zu können, aber derzeit ist dies finanziell nicht möglich.

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Möglicherweise um von seiner eigenen Mitverantwortung abzulenken, geht Ecclestone nun in seiner Heimat auf Kuschelkurs - nicht nur mit Silverstone, sondern auch die Idee eines London-Grand-Prix hat er diese Woche aktiv propagiert. Und sogar das widerstandsfähige Publikum hat es ihm angetan: "Die Fans sind gut, super. Das englische Publikum ist wunderbar. Mit unserer Regierung leiden wir sowieso die ganze Zeit. Wir sind daran gewöhnt zu leiden."

Der 81-Jährige kann momentan keine negativen Schlagzeilen brauchen, schließlich belasten ihn der verschobene Börsengang und die Verurteilung im Fall Gerhard Gribkowsky ohnehin schon genug. Ein "schwieriges Wochenende" war es auch für Silverstone-Geschäftsführer Richard Phillips, aber: "Die Fans und die Formel-1-Gemeinde waren sehr verständnisvoll und loyal. Das ist eine Erfahrung, die uns demütig werden lässt. Ich freue mich sehr."

Stimmungsvolle Grand-Prix-Party

Jene Fans, die gestern wegen des Chaos' noch weggeschickt werden mussten, erhalten ihre Ticketkosten rückerstattet, und die "Bumper-to-Bumper"-Parker brauchten heute Nachmittag auf dem Weg nach Hause jede Menge Geduld. Aber zumindest wurden sie mit schönem Wetter, ein paar Donuts von Lewis Hamilton und einer stimmungsvollen Post-Race-Party mit Eddie Jordan am Schlagzeug entschädigt.

Dass nach wochenlangem Regen heute teilweise sogar die Sonne durch die Wolken blinzelte und es ganztags trocken blieb, ist fast eine Ironie des Schicksals: "Umgekehrt wäre es besser gewesen, Sonnenschein zu Beginn und dann Regen am Ende. Aber hat halt nicht sollen sein", gibt Phillips zu Protokoll. "Für mein Team war es extrem schwierig. Am Freitag gab es einen Moment, da dachte ich, sie würden alle umkippen."

Die Entschädigung für die Protagonisten waren die Fans, die man zweifellos als die besten der Welt bezeichnen kann. "Die Ehrenrunde war klasse", bedankt sich Jenson Button. "Die Fans jubelten und spendeten uns Applaus. Das war toll." Und Sebastian Vettel grinst: "Die vergangenen beiden Tage müssen schrecklich gewesen sein. Nicht so sehr für uns, aber für die Fans. Heute kam zum Glück die Sonne raus und der britische Sommer hat sich von seiner besten Seite gezeigt."

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