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Concorde-Agreement: Teams an Bord, FIA noch nicht?

Bernie Ecclestone behauptet, dass nun auch Mercedes für die Zeit nach 2013 eingelenkt hat, die FIA bleibt aber weiterhin auf der Strecke

Norbert Haug und Bernie Ecclestone
Mercedes und Bernie Ecclestone sind sich für 2013 offenbar endlich einig
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nachdem sich Bernie Ecclestone schon vor Wochen mit acht der zwölf Teams über die Rahmenbedingungen für ein neues Concorde-Agreement ab 2013 geeinigt hat, hat er nun offenbar auch Mercedes und die drei (nicht mehr ganz so) neuen Rennställe an Bord. Mercedes hatte zuvor ja sogar mit dem Ausstieg aus der Formel 1 gedroht.

Hintergrund war, dass Ecclestone Ferrari und Red Bull finanzielle Zugeständnisse sowie Mitspracherecht im Vorstand der geplanten Formel-1-AG anbot. Später dürfte er auch McLaren entgegengekommen sein. Mercedes aber blieb außen vor, weil der 81-Jährige der Meinung ist, dass das Silberpfeil-Werksteam erst seit 2010 existiert. Die historischen Verdienste des in Brackley stationierten Rennstalls (ursprünglich aus Tyrrell hervorgegangen) sowie von Mercedes als Motorenhersteller wollte er nicht würdigen.

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Aber offenbar haben in den vergangenen Wochen klärende Gespräche stattgefunden, denn anstatt den Disput vom Europäischen Gerichtshof klären zu lassen, scheinen nun alle eingewilligt zu haben. Es gebe "volle Zustimmung" von allen Teams: "Wir sprechen nur noch mit den Rechtsanwälten. 'Warum wurde dieses oder jenes Wort verwendet?' Typischer Anwaltskram, aber es ist alles in Ordnung. Kommerziell ist es erledigt", bestätigt Ecclestone in der 'Daily Mail'.

Das allerdings widerspricht Informationen von 'Motorsport-Total.com', wonach Mercedes aufgrund der Sonderstellung der drei Topteams und der Verwicklung von Ecclestone in den Fall Gribkowsky noch nicht zugestimmt haben soll. Zudem sollen auch HRT und Marussia noch nicht eingewilligt haben. Das würde bedeuten, dass in den vergangenen Wochen nur Caterham neu an Bord gekommen ist und 2013 weiterhin verbindlich am Start sein wird.

"Jetzt müssen wir uns überlegen, wie die technischen Regeln erstellt gehören", blickt der Formel-1-Geschäftsführer schon auf 2014 und speziell das neue Motorenformat. "Das sollten die Teams machen, wenn auch nicht alle Teams. Das sind die Leute, die das Geld aufstellen müssen, nicht die FIA. Ich meine die etablierten Teams, die langfristig hier sind: Ferrari, McLaren, Red Bull, Mercedes und vielleicht Williams als Evergreen. Die sollten entscheiden."

Also wieder ein Schuss vor den Bug der FIA, die Ecclestone nach einem nicht besonders positiv verlaufenen Meeting mit Präsident Jean Todt noch nicht in seine Concorde-Planungen eingebunden hat. Zwar wünschen sich die Teams eine Beteiligung der FIA als Sporthoheit, doch der Machtkampf zwischen Ecclestone und Todt steht dem im Weg. Unter Präsident Max Mosley hatte die FIA beim Concorde-Agreement noch mehr mitzureden.

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