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Freitag in Valencia: 15 Fahrer in einer Sekunde

Die Formel 1 bleibt umkämpft und unberechenbar: Sebastian Vettel fährt vor Hülkenberg und Kobayashi Bestzeit in Valencia - Lotus mit starkem Longrun-Tempo

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel: Ein fester Favoriten-Wert in einem unberechenbaren Feld
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Dass es im achten Saisonrennen den achten Sieger geben wird, glaubt unter den Experten in Valencia kaum jemand, aber nach den ersten drei Trainingsstunden zum Grand Prix von Europa sieht es wieder nach einer spannenden Angelegenheit aus - auch wenn am Ende einer der großen Favoriten die Nase vorne hatte: Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel umrundete den Stadtkurs in 1:39.334 Minuten und war damit am schnellsten.

Das Kräfteverhältnis seriös einzuschätzen, ist aber ein Ding der Unmöglichkeit. Hatte am Vormittag bei 23 Grad Celsius und bewölktem Himmel noch Pastor Maldonado auf Williams überraschend Bestzeit erzielt, so landeten am Nachmittag bei bis zu 27 Grad und strahlendem Sonnenschein Nico Hülkenberg (Force India/+0,131) und Kamui Kobayashi (Sauber/+0,261) auf den Plätzen zwei und drei. Das zeigt, dass auch an diesem Wochenende jederzeit ein Außenseiter nach vorne fahren kann.

Achter Sieger: Geheimtipp Schumacher?

Interessante Statistik am Rande: 15 (!) Fahrer lagen am Nachmittag innerhalb von einer Sekunde - und es gab niemanden, der seine Zeit aus der ersten Session nicht verbessern konnte. Michael Schumacher zum Beispiel verlor zwar im dritten Sektor drei Zehntelsekunden auf Vettel, landete aber dennoch mit nur 0,267 Sekunden Rückstand auf Platz vier. Ob er der achte Saisonsieger werden kann? "Da hätte ich nichts dagegen", grinst Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

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"Sowohl im Renntrimm als auch mit weniger Sprit sah das ganz vernünftig aus", erklärt Haug und unterstreicht, dass auch Nico Rosberg (+0,592) mehr drauf gehabt hätte als Platz zehn: "Nico war mit Prime-Reifen am Ende der Schnellste. Kommt natürlich immer drauf an, wer wie schwer ist, aber so leicht waren wir auch nicht." Beim Unfall von Pedro de la Rosa (24./HRT/+4,926) musste der Deutsche seine Runde abbrechen, "sonst wäre die Bestzeit drin gewesen", spekuliert Haug.

Am beunruhigendsten aus Mercedes-Sicht schien, dass Schumacher erst spät auf die Strecke gehen konnte, weil in der ersten Viertelstunde intensiv an seinem Auto geschraubt wurde. Aber das war alles im grünen Bereich: "Die Getriebeübersetzung wurde geändert", relativiert Haug. "Das hat sich sicherlich als richtig erwiesen. Dazu ist ein Testtag da." Was es mit dem Funkspruch auf sich hatte, als Schumacher Antriebsprobleme meldete, ist bisher allerdings noch nicht entschlüsselt.

Senna Schnellster im dritten Sektor

Die Williams-Flagge hielt diesmal Bruno Senna hoch, der mit Bestzeit im letzten Sektor und 0,310 Sekunden Rückstand Fünfter wurde, gefolgt von Paul di Resta (Force India/+0,366) und Fernando Alonso (Ferrari/+0,399). Letzterer fühlt sich vor heimischem Publikum sichtlich wohl, auch wenn am heißen Wochenende in Valencia viele Spanier lieber am Strand liegen als auf der Tribüne zu schmoren. Aber die Begeisterung um Alonso ist ungeachtet dessen groß.

Achter wurde Romain Grosjean (+0,534), Elfter Kimi Räikkönen (+0,611). Die beiden Lotus-Teamkollegen zeigten erst richtig auf, als am Ende mit weichen Reifen und viel Benzin an Bord für das Rennen geübt wurde. "Für mich sind die Lotus extrem stark", findet Experte Marc Surer. "Am konstantesten fährt definitiv Räikkönen - das ist der schnellste Mann auf vollen Tanks. Grosjean tut sich schwer, solche Zeiten zu fahren, aber Kimi fährt sie regelmäßig."

Lotus mit viel Benzin beeindruckend

Die schnellste Longrun-Zeit (1:43.8 Minuten) fuhr jedoch Alonso. "Muss man nicht überbewerten", relativiert Surer, weil der Ferrari-Pilot einmal Reifen wechseln ließ und schon lange unterwegs war, somit bereits viel Benzin verbrannt hatte. "Vettel fährt sehr konstante Zeiten, konstant schnell. Red Bull, Ferrari und Lotus sind für mich die Topfavoriten mit vollem Tank. McLaren schwächelt. Da habe ich kein gutes Gefühl. Sie sind noch nicht in der Form wie beim letzten Rennen."

Dabei hatte Jenson Button stark angefangen und gleich mit den ersten Runs vorne mitgemischt. Aber je länger die Session dauerte, desto weniger konnten sich die "Chrompfeile" in Szene setzen. Unterm Strich blieben die Positionen zwölf für Button und 14 für Lewis Hamilton - mit 0,7 beziehungsweise 0,8 Sekunden Rückstand. Im McLaren-Sandwich reihte sich Barcelona-Sieger Maldonado ein, nach 29 Runden 0,741 Sekunden hinter Spitzenreiter Vettel.

Vettels Teamkollege Mark Webber (+0,567) hatte in der Schlussphase eine Verbesserung drin, aber: "Leider hatte Mark keine freie Runde, als seine Reifen am schnellsten waren", ärgert sich Teamchef Christian Horner. Bereits zuvor hatte Webber über Probleme beim Runterschalten geklagt. So war er dann auch einer von vielen Topstars, die nach Verbremsern neben der Strecke in einer der vielen asphaltierten Auslaufzonen gesichtet wurden - wenn auch ohne Einschlag.

Merkwürdiger Unfall von de la Rosa

Den einzigen Crash lieferte ausgerechnet Lokalmatador de la Rosa ab: "Das sah merkwürdig aus", wundert sich Surer über die Situation kurz vor Halbzeit. "Das hat mit dem Schalten zu tun - als ob das Auto nicht runterschalten wollte. Wenn du nicht schalten kannst, kann es sein, dass der Hydraulikdruck zusammenfällt, was sich dann auch auf die Servolenkung auswirkt. Dann kannst du nur noch auf die Bremse treten."

Eine weitere Schrecksekunde gab es, als Heikki Kovalainen (19./Caterham/+1,863) beinahe ins Heck von Charles Pic (22./Marussia/+3,624) gerauscht wäre. Sauber-Pilot Sergio Perez (16./+1,177) hatte bei seinem Dreher in einer Rechtskurve Glück: "Ich glaube nicht, dass das ein Fahrfehler war", vermutet Surer eher, dass dem Mexikaner die Bremswirkung des KERS-Hybridsystems oder die Bremsbalance einen Streich gespielt haben könnten.

Wie viel Bedeutung man einem Trainingsergebnis beimessen darf, wenn ein Red Bull vor einem Force India und einem Sauber steht und zwei McLarens, ein Ferrari und ein Lotus außerhalb der Top 10 liegen, ist fraglich. Fest steht aber, dass die weichen Soft-Pirellis auf eine Runde deutlich schneller sind als die härtere Medium-Mischung - und fest steht auch, dass der Formel 1 der nächste extrem spannende Grand Prix blüht...

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