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Todt kritisiert Qualitätsverlust in der Formel 1

FIA-Präsident Jean Todt blickt mit Sorge in die Zukunft der Formel 1 - Kostenreduktion soll fahrerisches Können wieder zum Hauptkriterium machen

Jean Todt
Jean Todt will die Kosten in der Formel 1 künftig drastisch senken
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Finanzkrise in der Euro-Zone geht auch an der Formel 1 nicht spurlos vorüber. Für einige Teams, allen voran die auf den hinteren Plätzen wie HRT, Marussia und Caterham, ist das Projekt in der Königsklasse des Motorsports finanziell schwierig zu stemmen. Daher ist man vor allem auf Sponsorengelder angewiesen, die oftmals von Piloten mitgebracht werden müssen. Die Fahrerwahl fällt dabei häufig nicht auf der Basis von fahrerischen Qualitäten, sondern es wird vielmehr auf die Höhe der Mitgift geschaut.

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo erklärte erst diese Woche, dass die Formel 1 die weltweite und speziell europäische Finanzkrise nicht außer Acht lassen dürfe und aufgrund dessen weiter Kosten einsparen müsse. Und auch Jean Todt, Präsident der Motorsport-Weltverbandes FIA und Schlüsselfigur des 'World Motor Sport Council' (WMSC), blickt mit Sorge in die Zukunft: "Die Formel 1 ist zu teuer", so der Franzose in einem Interview mit dem britischen Magazin "Top Gear". "Wenn wir nicht handeln, könnten schon bald nicht mehr alle zwölf Teams am Start sein."

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Um diesem Szenario entgegenzuwirken legte der 'WMSC' bereits ein Ressourcen-Restriktionsabkommen (RRA) für die Saison 2013 vor, das vor allem die Kosten für die Entwicklung der Chassis im Rahmen halten soll. Das dürfte vor allem den angesprochenen kleinen Teams entgegenkommen.

Hinsichtlich des neuen Motorenreglements für die Formel-1-Saison 2014, das den Einsatz von V6-Turbomotoren vorsieht, trafen sich 'WMSC' und FIA nach dem Monaco Grand Prix mit Teams und Motorenherstellern, um die Möglichkeiten zur Kostenreduktion auszuloten. In diesem Bereich soll vor allem die Anzahl an zur Verfügung stehenden Motoren pro Saison von acht pro Fahrer bis 2014 auf fünf pro Fahrer begrenzt werden. 2015 soll die Zahl sogar nur noch vier betragen.

Mehr als die Hälfte der Fahrer muss Geld mitbringen

Pastor Maldonado
Pastor Maldonado sitzt vor allem dank seines Sponsors im Williams-Cockpit
© Williams

Die bereits angesprochene Tatsache, dass Fahrer für ihr Cockpit in der Formel 1 in vielen Fällen eine Menge Geld mitbringen müssen, könnte durch diese Kosteneinsparungen bald also deutlich seltener zu sehen sein. Jean Todt, der lange Zeit Teamchef bei Ferrari war, dürfte diese Entwicklung auch deshalb unterstützen, weil er offenbar eine Abnahme der fahrerischen Qualitäten in der Formel 1 durch die so genannten "Pay driver" (Bezahlfahrer) befürchtet.

"Die Fahrer sollten eigentlich die besten der Welt sein, doch mehr als die Hälfte von ihnen muss für das Cockpit bezahlen", verrät Todt. "Wir haben angefangen, daran zu arbeiten, doch in der Formel 1 bestehen Dreiecksvereinbarungen zwischen den Teams, den Inhabern kommerzieller Rechte und der FIA. Wenn wir die Absicht haben, dass es vernünftig funktionieren soll, dann müssen alle an einem Strang ziehen."

Todts Kritik trifft nur bedingt zu

Todts Kritik an den Bezahlfahrern ist allerdings nur bedingt berechtigt. Denn mit Pastor Maldonado, Sieger des diesjährigen Spanien Grand Prix, stand bereits ein Fahrer ganz oben auf dem Podium, der ohne seine Sponsorengelder aus Venezuela - Maldonado wird vom Ölkonzern PDVSA mit rund 45 Millionen US-Dollar (rund 35 Millionen Euro) unterstützt - wohl zumindest nicht für das Mittelfeldteam Williams fahren würde. Fahrerische Qualitäten sind in diesem Fall zweifelsohne vorhanden.

Laut des Fach-Nachschlagewerks 'Formula Money' bringen die Bezahlfahrer in diesem Jahr zusammen Sponsorengelder in Höhe von rund 92 Millionen US-Dollar (rund 57 Millionen Euro) mit. Insgesamt verfügen die Rennställe über Sponsoreneinnahmen von 871 Millionen US-Dollar (rund 689 Millionen Euro). Der Anteil, den die Fahrer mit Sponsoren im Rücken an dem Budget der Teams haben, ist also alles andere als unerheblich.

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