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Pirelli: Blick in die Zukunft

Laut Paul Hembery sollen die Reifen in Zukunft mehr Daten über ihren eigenen Zustand und den der Zustand liefern - Strategieelement soll erhalten bleiben

Paul Hembery
Paul Hembery würde den Teams gern mehr Auswahlmöglichkeiten bieten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In der laufenden Saison wurde bereits viel über die Reifen von Alleinausrüster Pirelli geredet. Dass das auch in Zukunft so bleibt, liegt Motorsportchef Paul Hembery am Herzen: "Wir möchten sicherstellen, dass die Reifen auch weiterhin ein interessantes Element an einem Wochenende darstellen", erklärt er und zeigt sich offen für Veränderungen: "Es sollte vielleicht mehr Auswahlmöglichkeiten für die Teams geben. Wir möchten sicherstellen, dass das Strategieelement erhalten bleibt. Das kann man unterschiedlich lösen. Es über die Auswahl zu regeln, ist meiner Meinung nach die beste Variante."

In Zukunft könnten die Pneus durch eine Integration von Elektroniksensoren den Teams dabei helfen, ein besseres Verständnis zu erhalten. "Die Branche entwickelt sich in diesem Bereich weiter. Wir erhalten von den Reifen nach und nach mehr Daten über den Zustand der Streckenoberfläche. In diesem Bereich möchten wir weiter forschen", stellt Hembery klar. "Es soll nichts sein, dass sich in die Systeme des Autos einmischt, was verboten ist. Viel mehr soll es das Verständnis für unsere Produkte bei der Verwendung im Rennsport verbessern."

Hemberys Zukunftsvisionen

"Der Reifen dient als großer Sensor. Es ist ein Reifen, der einem mitteilt, was auf der Strecke passiert und was im Reifen abläuft. Das wird in Echtzeit übermittelt - an uns und vermutlich die FIA", prognostiziert er. "Man kann sich die momentanen Temperaturen ansehen und die Oberflächentemperaturen in Echtzeit anzeigen lassen. Zudem kann man sich die aktuellen Drücke ansehen, was teilweise jetzt schon möglich ist."

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Pirelli-Reifen
Die Pirelli-Reifen könnten in Zukunft deutlich komplexer werden
© xpbimages.com

"Weiter kann man sich den Zustand der Oberfläche, den Schlupf der Reifen und die Entwicklung der Strecke übers Wochenende ansehen - es gibt viele Bereiche, an denen wir arbeiten", schildert der Pirelli-Motorsportchef. Einen Reifen mit unterschiedlichen Mischungen schließt Hembery hingegen aus: "Durch die Art und Weise, wie die Autos abgestimmt und ausbalanciert sind, denke ich nicht, dass es sinnvoll wäre. Das ist eher etwas für GT-Rennen oder Tourenwagen, wo man sehr aggressive Sturzwerte fährt."

Für die Zukunft könnte sich auf dem Gebiet der Reifen einiges tun. Hembery zeigt sich offen und würde Veränderungen begrüßen. Im Zentrum seiner Gedanken steht mehr Auswahl für die Teams: "Ich meine damit die Mischung und die Struktur. Es gibt eine Vielzahl von Dingen, die wir mit einbeziehen könnten, zum Beispiel Qualifying-Reifen. Es gibt viele Möglichkeiten, die man erforschen kann."

Mehr Transparenz durch Elektronik?

Dass die Forschung bei Pirelli nicht stillsteht, kann auch Davide Biocchi bezeugen, der von den Möglichkeiten der Elektronik begeistert ist: "Es ist möglich, Elektronik in die Reifen einzubauen, damit man in Echtzeit Infos über die Haftung und den Reibungskoeffizienten erhält. Damit könnten wir einen Kreislauf bilden, der die Haftung und die Elektronik regelt, die mit dem Reifen verbunden ist."

"Zudem wüsste man, wie viel Haftungspotenzial man in Kurven hat und wie sich die Temperatur entwickelt. Es wäre unterm Strich also ein großer Unterschied zur aktuellen Situation", berichtet er. "Durch die Thermokamera erkennt man auf einer kompletten Runde Unterschiede beim Reifendruck, weil sich die Reifen auf langen Geraden abkühlen. Wenn man den Hinterreifen zerstört, ändert sich der Reibungskoeffizient."

"Man könnte in diesem Fall Elektronik integrieren, die bereits teilweise entwickelt wurde. Sie könnte in der Zukunft in der Formel 1 eingesetzt werden. Bezüglich der Temperatur reden wir über ganz andere Bereiche als bei normalen Reifen. Das Gewicht dieser Technik müsste sehr gering sein", so Biocchi.

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