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Minardi: "Unterschiede bei Teamkollegen werden größer"

Ex-Teambesitzer Giancarlo Minardi wundert sich, warum die Teamkollegen immer unterschiedlichere Leistungen bringen und Ferrari das Mittelfeld unterschätzte

Lewis Hamilton, Jenson Button
Die Leistung von Lewis Hamilton und Jenson Button sind wie Tag und Nacht
© McLaren

(Motorsport-Total.com) - Der Grand Prix von Barcelona hat es angedeutet, und das Muster setzt sich fort: 2012 hat das Paarlaufen in der Formel 1 ein Ende. Für das Rennen in Spanien war es stets typisch, dass die Teamkollegen nebeneinander ins Rennen gehen - auf der Aerodynamikstrecke zählte die Performance des Autos so viel, dass sie meist die Startaufstellung diktierte, doch dieses Jahr war eine Ausnahme (Link: die Startaufstellung 2012).

Das ist auf die enorme Leistungsdichte, wo Kleinigkeiten den Ausschlag geben, und die Unberechenbarkeit der Reifen zurückzuführen. Wenn ein Pilot mit der Abstimmung zwischen Gummi und Fahrbahn zurecht kommt, bedeutet das noch lange nicht, dass das Gleiche auch für seinen Teamkollegen gilt.

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Auch Ex-Teambesitzer Giancarlo Minardi fällt auf: "Innerhalb der Teams gibt es große Unterschiede. Der Kanada-Grand-Prix ist ein gutes Beispiel - auf den ersten fünf Plätzen hatten wir fünf unterschiedliche Autos." Er nennt das McLaren-Team als Beispiel: "Der Unterschied zwischen Hamilton und Button ist enorm - er ist beinahe unverständlich. Das ist wirklich unüblich, und es wird immer schwieriger, das zu beurteilen. Der Grund sind entweder technische oder mentale Probleme."

Nach dem Rennen in Kanada spricht er Sieger Hamilton ein Lob aus: "Er hatte ein tolles Wochenende. McLaren hat es geschafft, sich beim Setup und bei den Reifen zu verbessern - da konnten auch die unterschiedlichen Wetterbedingungen nichts daran ändern." Lotus sei hingegen das Auto, wo "die Beziehung zwischen Chassis und Reifen am besten funktioniert".

Minardi hat den Eindruck, dass die Topteams die Mittelfeld-Rennställe unterschätzt haben: "Ferrari hatte ein gutes Rennen - sie wollten gewinnen, aber leider reichte es nur zu Platz fünf. Sie konzentrierten sich voll auf Sebastian Vettel, dabei fuhren Romain Grosjean und Sergio Perez herausragend."

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