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Hembery: Das Timing macht den Unterschied

Der Pirelli-Sportchef bekräftigt, dass das richtige Timing der Boxenstopps den Unterschied macht und geht davon aus, dass die Teams die Reifen nun verstehen

Paul Hembery
Paul Hembery weiß, dass eine gute Strategie in diesem Jahr sehr wichtig ist
© Pirelli

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel und Fernando Alonso haben mit ihren gewagten Strategien in Kanada ihre sicher geglaubten Podestplätze verschenkt. Im Gegensatz zu Lewis Hamilton blieben die beiden auf der Strecke und wollten das Rennen mit ihren Reifen beenden. Vettel erkannte kurz vor Schluss, dass diese Strategie nicht aufgeht und holte sich doch noch einmal frische Reifen, nachdem er bereits einige Sekunden verloren hatte. Alonso blieb stur und beendete das Rennen, obwohl er am Ende einige Sekunden pro Runde auf die Konkurrenz verlor.

Seitens Pirelli erhält Ferrari für diesen Strategiefehler Rückendeckung. Sportchef Paul Hembery betont gegenüber 'Autosport', dass es von außen immer deutlich einfacher aussieht: "Es gibt sehr gute technische Gründe. Es hängt von den Zahlen und Fakten ab. Man trifft die Entscheidungen nach den Zahlen, die man vor sich hat. Es ist einfach für uns, man sitzt, schaut auf die Zahlen und fragt sich, warum sie diese Entscheidungen treffen."

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"Wenn man selbst innerhalb von Sekunden die Entscheidungen treffen muss, dann ist es nicht so einfach", bemerkt Hembery, der erleichtert ist, am Kommandostand nicht über Sieg oder Niederlage entscheiden zu müssen. "Ich bin froh, dass ich das Ganze eher als Fan beobachten kann und nicht diese Entscheidungen treffen muss."

Abgesehen davon geht er davon aus, dass die Teams nun ein deutlich besseres Verständnis für die 2012er-Reifen haben und somit vermutlich die Topteams die restlichen Siege unter sich ausmachen werden. Der Faktor Boxenstopp soll laut Hembery aber schon auf Grund seiner Tradition erhalten bleiben: "Die Entscheidungen an der Box waren immer schon ein Teil der Formel 1. Es war immer ein Strategieelement dieses Sports. Sicher war alles noch entscheidender, als das Nachtanken erlaubt war. Die Teams müssen sich darauf einstellen. Vermutlich wird es noch sehr lange so sein."

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